Gemälde / Aquarelle / Zeichnungen

 

 

# 157. "Abendlicher Schwatz in Rütli". Aquarell auf Papier / Mischtechnik. Oben links bezeichnet "abendlicher Schwatz in Rütli 27. 4. 83". Unten rechts unleserlich signiert. Bildgröße 23 x 17,5 cm. (39)

* Das Aquarell zeigt eine Szene in einer dörflichen Stube mit mehreren älteren Männern und Frauen bei ihrer abendlichen Unterhaltung. Zustand: Das Blatt ist leicht gebräunt und auf festes Papier montiert. Beiliegt: "Wirtin in Salmendingen". Aquarell auf Papier / Mischtechnik. Unten bezeichnet und unleserlich signiert. Bildgröße 23 x 17,5 cm. Das Aquarell zeigt eine ältere Wirtin, die an einem Tisch sitzt und ihre Bücher bearbeitet. Auf dem Tisch sind eine Brille, Aschenbecher und Nadelkissen. Auf festes Papier montiert. Dekorative Genreszene.                30,00

 

# 158. (Amerling, Friedrich Ritter von (?) - vermutlich eine Kopie nach dem Original). Mutterfreuden. Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen. Nicht signiert und datiert. Aus der Zeit 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bildgröße 62 x 74 cm. Rahmengröße 79 x 91 cm (Hochformat). (18)

* Zum Künstler vergl. Thieme - Becker, Bd. I, S. 401 f. und ADB, Bd. 45S. 766 - 771. Friedrich Amerling studierte von 1815 - 1824 an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Er ist dort Schüler von Joseph Bergler d. J. gewesen, Studienreisen führten ihn nach London zu Thomas Lawrence und nach Paris zu Horace Vernet. 1828 kehrt er nach Wien zurück und erhält dort zahlreiche Aufträge aus dem Kaiserhaus, vom Adel und vom Bürgertum. 1841 geht er nach Italien und malt zahlreiche Einzelfiguren u. a. auch das vorliegende Motiv mit dem Bildtitel "Römerin mit schlummernden Säugling auf dem Schoße". Das Gemälde zeigt (vermutlich in Kopie nach dem Original) das Hüftbild einer jungen dunkelhaarigen Frau im weißen Kleid, ihr Kopf ist nach rechts unten zu dem schlafenden Säugling im weißen Taufkleid geneigt. Zustand: Malerei mit altersbedingten, kleinen Fehlstellen, Übermalungen und Restaurierungen. Mit kleineren Schab- und Kratzspuren, an den Rändern zum Teil etwas stärker. Der dekorative Rahmen ist restauriert, berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Großformatige und stimmungsvolle Darstellung, die vom interessierten Sammler besichtigt werden sollte.                300,00

 

# 159. Bauch, Emil. (Fußstudie). Zeichnung (Mischtechnik) auf hellgrauem Papier. Unten in der linken Bildhälfte monogrammiert "EB" mit einem Pfeil in der Mitte. Arbeit aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bildgröße 29,5 x 38 cm. Rahmengröße 36 x 44 cm (Hochformat). (24)

* Zum Künstler vgl. Thieme - B., Bd. 3, S. 52. Emil Bauch (1823 - 1890) studierte von 1842 - 44 an der Königlichen Akademie der Künste in München. Er wanderte 1849 nach Brasilien aus, wo er mit dem französischen Maler H. Nicolas Vinet eine Malschule gründete. Er gehörte mit Thomas Ender, J. B. Debret und Benno Treidler zu den ausländischen Künstlern des 19. Jahrhunderts, die eine Ausnahmestellung in der Kunstgeschichte Brasiliens einnehmen. Die Studienzeichnung zeigt eine anatomische Fußstudie, die die Fußstellung bzw. die Proportionen deutlich hervorhebt, vermutlich aus der Frühzeit des künstlerischen Schaffens. Zustand: Malerei mit altersbedingten Fehlstellen und mit kleineren Wisch- und Schabspuren. Insgesamt etwas nachgedunkelt, die mit weiß gehöhten Partien sind verblasst. Der dekorative Rahmen ist berieben u. bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen u. Fehlstellen an den Ecken u. Kanten. Eindrucksvolle Studie, die vom Sammler besichtigt werden sollte.                260,00

 

# 160. C. H. (Porträt - Vater mit seiner kleinen Tochter). Ölgemälde auf Holz. Unten links monogrammiert "C. H.". Arbeit aus den 1890er Jahren. Bildgröße 21,5 x 34 cm. Rahmengröße 39,5 x 50 cm (Hochformat). (24)

* Zum Künstler bzw. Monogramm können keine Angaben gemacht werden. Das Gemälde zeigt eine Porträtdarstellung einen unbekannten Mannes mit seiner Tochter(?) in nahezu photographischer Detailgenauigkeit vor landschaftlichem Hintergrund. Darstellung in hellen und leuchtenden Farben, die dem Betrachter etwas von der Lebensfreude der beiden Dargestellten vermitteln. Zustand: Ölgemälde mit altersbedingten Fehlstellen, Abplatzungen und kleineren Übermalungen (Retuschen). Mit kleineren Schab- und Kratzspuren, an den Rändern stärker. Der schmuckvolle und dekorative Rahmen ist berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Dekoratives Gemälde, das vom interessierten Sammler persönlich besichtigt werden sollte.                1.200,00

 

# 161. Conneau, E. (Zechender Musketier). Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen. Oben rechts in rot monogrammiert und datiert "C E 1886". Bildgröße 53 x 67cm. Rahmengröße 70,5 x 85 cm (Hochformat). (33)

* Zum Künstler vergl. Goldstein Monogramm - Lexikon, 1964, S. 166. Er wird hier als Maler, Zeichner und Illustrator geführt, weitere biographische Angaben werden nicht gemacht. Das Gemälde zeigt einen zechenden Musketier, der sich von einer jungen Frau Wein in ein Glas nachschenken läßt. Illustrative Darstellung in hellen und leuchtenden Farben. Zustand: Malerei mit altersbedingten Schab- und Kratzspuren (Abplatzungen), restaurierten Fehlstellen (Ausbrüchen) und Übermalungen, an den Rändern stärker. Die drei restaurierten Fehlstellen sind auf der Rückseite von alter Hand hinterlegt. Der dekorative Rahmen ist stark berieben und bestoßen, mit Ausbrüchen und Fehlstellen, an den Ecken und Kanten stärker. Dekoratives Gemälde, das vom interessierten Sammler besichtigt werden muss.                120,00

 

# 162. Dreyer, W. Braunschweig (Andreaskirche mit dem Wollmarkt). Aquarell (Mischtechnik) auf Papier. Unten links signiert "W. Dreyer". Arbeit um 1900. Bildgröße 33 x 48 cm. Rahmengröße 37,5 x 52 cm (Hochformat). (74)

* Sehr schöne und dokumentarische Ansicht. Blick von der Neustadtmühle auf die linke Häuserzeile, die Kirche und das Gebäude der Alten Waage im Hintergrund. Zustand: Mit altersbedingten kleinen Fehlstellen u. Ausbrüchen in der Malerei. Mit Fehlstellen, Schabspuren und Abplatzungen, an den Rändern zum Teil etwas stärker, rückseitig mit Montageresten. Der schlichte Rahmen ist berieben, bestoßen, mit Ausbrüchen u. Fehlstellen an den Ecken u. Kanten. Schönes Aquarell.                120,00

 

# 163. Gensler, Johann Günther. (Kinderporträt - Zwei Kinder auf einer Gartenbank sitzend). Montierte Pastellzeichnung / Mischtechnik auf dünnem Papier. Unten rechts in der Lehne der Bank undeutlich mit weiß signiert "G G ... pinx ...". Von alter Hand rechts unten im Rand handschriftlich bezeichnet "d. 21 ten April 1844". Blattgröße 30 x 35 cm (Hochformat). (24)

* Zum Künstler vergl. Thieme - Becker, Bd. XIII, Seite 398f. und Alfred Lichtwark, Das Bildnis in Hamburg, Hamburg 1898, Bd. II, Seite 175 - 186. Johann Günther Gensler (1803 - 1884) ist der älteste von drei Brüdern, neben Martin und Jakob Gensler. Alle drei lebten und arbeiteten nach dem Tod des Vaters mit Ihrer Mutter in einem Gartenhaus (am Dragonerstall) in einem weiträumigen Garten mit Laubengang und Pavillon, der bis 1864 unverändert blieb. Er und seine Brüder gehörten dem Hamburger Künstlerverein von 1832 an. Seine Ausbildung erhielt J. G. Gensler durch A. Rachau und G. Hardorff im Hamburg. Seine Bildnisse und Porträts zeichnen sich durch "feines Naturempfinden" und "zwingende Wahrhaftigkeit" aus. Insgesamt erarbeitet sich Gensler eine vollendete Kompositionstechnik mit dezenter Farbgebung und Stoffmalerei, doch seine Porträtköpfe lassen immer etwas Lebendigkeit vermissen. Das vorliegende Kinderporträt zeigt einen Jungen und ein Mädchen auf einer Parkbank in festlicher Kleidung sitzend. Ihre Kleidung ist bis ins Detail exakt wiedergegeben, die Köpfe und ihre Körperhaltungen indessen lassen ein wenig die innewohnende Lebendigkeit vermissen. Darstellung in hellen und leuchtenden Farben, mit dem Park und den Blick auf die Elbe (?) im Hintergrund. Zustand: Das Blatt hat mehrere kleine Löchlein, Fehlstellen und hat kleinere Läsuren am Rand. Im Blatt selbst kleinere Farbausbrüche und Abriebe. Das Pastell ist von alter Hand auf ein weiteres Blatt montiert worden, dabei ist es vom Sammler beschnitten worden, es hat Fehlstellen und Ausrisse sowie kleinere Läsuren an den Rändern. Das montierte Blatt wiederum ist nicht sachgerecht in eine Passepartoutmontage eingesetzt worden. Rückseitig mit Montageresten und Klebestellen. Das eindrucksvolle Blatt und schöne Beispiel für die Bildniskunst in Hamburg sollte vom interessierten Sammler besichtigt werden.                600,00

 

# 164. Hacker, Horst. "Badersee" [Kleiner Bergsee bei Grainau / Garmisch - Partenkirchen). Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen. Unten rechts im Rand undeutlich signiert "Horst Hacker Münch.". Auf dem Keilrahmen handschriftlich bezeichnet "Horst Hacker München ... Badersee". Arbeit um 1900. Bildgröße 48 x 32 cm. Rahmengröße 72 x 55,5 cm (Querformat). (17)

* Zum Künstler vergl. Thieme - Becker Bd. XV, Seite 411. Horst Hacker (1842 - 1906) ist Landschaftsmaler in München gewesen, er erhielt seine Ausbildung bei R. Zimmermann und bildete sich dann eigenständig auf seinen Reisen durch die Alpen, in Italien, Österreich und der Schweiz fort. Seine Bilder zeichnen sich durch eine leichte Farbigkeit aus, die zumeist versucht den Charakter der jeweiligen Landschaft einzufangen. Das vorliegende Gemälde zeigt im Vordergrund den smaragdgrünen Badersee in der Gemarkung Grainau bei Garmisch - Partenkirchen gelegen mit einem kleinen Ruderboot. Im Hintergrund das Zugspitzbergmassiv in hellen und leuchtenden Farben, die den Charme der Landschaft naturgetreu wiedergeben. Zustand: Malerei mit kleinen altersbedingten Fehlstellen und restaurierten Fehlstellen bzw. Abplatzungen. Am Rand mit Schabspuren und Ausbrüchen, insgesamt etwas nachgedunkelt und angestaubt. Der aufwändige Rahmen ist berieben und bestoßen und hat altersbedingte kleine Abplatzungen und Fehlstellen, an den Ecken und Kanten etwas stärker. Dekoratives und ansprechendes Gemälde.                60,00

 

 

# 165. Hacker, Horst. (Norditalienische Seelandschaft - vermutlich der Comersee bei Cadenabbia). Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen. Unten rechts signiert "Horst Hacker seinem Dr. Wahl". Arbeit um 1900. Bildgröße 53 x 72 cm. Rahmengröße 73,5 x 93 cm (Hochformat). (17)

* Zum Künstler vergl. Thieme - Becker Bd. XV, Seite 411. Horst Hacker (1842 - 1906) ist Landschaftsmaler in München gewesen, er erhielt seine Ausbildung bei R. Zimmermann und bildete sich dann eigenständig auf seinen Reisen durch die Alpen, in Italien, Österreich und der Schweiz fort. Seine Bilder zeichnen sich durch eine leichte Farbigkeit aus, die zumeist versucht den Charakter der jeweiligen Landschaft einzufangen. Das Gemälde zeigt eine norditalienische Seelandschaft, vermutlich die Gegend bei Cadenabbia am Comersee. Schöne Darstellung mit dem Blick auf den Comersee in hellen und leuchtenden Farben, die den Charme der Landschaft naturgetreu wiederspiegelt. Zustand: Malerei mit kleinen altersbedingten Fehlstellen und Übermalungen (restaurierte Fehlstellen und Abplatzungen). An Rand mit kleinen, Schabspuren und Ausbrüchen, insgesamt etwas nachgedunkelt und angestaubt. Der aufwändige Rahmen ist etwas berieben und bestoßen und hat altersbedingte kleine Abplatzungen und Fehlstellen, an den Ecken und Kanten stärker. Eindrucksvolles Gemälde.                90,00

 

# 166. (Hausmann, Gustav). "Wetterhorn" von der Rosenlaui aus gesehen. Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen. Nicht signiert und datiert, Arbeit um 1880. Rückseitig von alter Hand bezeichnet. Bildgröße 30 x 27 cm. Rahmengröße 46,5 x 42,5 cm (Querformat). (27)

* Zum Künstler vergl. Allgemeines Künstlerlexikon (AKL); Berlin, de Gruyter, 2011; Band 70, Seite 226f und Wilhelm Rothert; Allgemeine Hannoversche Bibliographie, In alten Königreich Hannover; Hannover, Sponholz 1914; Band 2, Seite 541. Gustav Hausmann (1827 - 1899) wuchs in Barbis am Harz auf und besuchte das Gymnasium in Goslar. Hier ist sein Talent erkannt worden und er erhielt auf Vermittlung des Hannoverschen Kunstvereins ein Stipendium durch den späteren König Georg V. Seine malerische Ausbildung erhielt er zuerst bei Edmund Koken in Hannover, dann wechselte er nach München, wo er seine Studien bei Albert Zimmermann, Christian Morgenstern und August Seidel fortsetzte. Hausmanns Spezialgebiet sind Landschafts- und Gebirgsbilder gewesen. Das Gemälde zeigt den eindrucksvollen Blick in das Reichenbachtal (Berner Oberland / Schweiz) oberhalb von Meiringen mit dem Blick auf das Wetterhorn. Darstellung in hellen und leuchtenden Farben, die eindrucksvoll die Landschaft für den Betrachter "fühlbar" macht. Zustand: Malerei mit altersbedingten und restaurierten Fehlstellen (Ausbrüchen) und Übermalungen. Mit kleinen Fehlstellen, Schabspuren und Abplatzungen, an den Rändern zum Teil etwas stärker. Der dekorative Rahmen ist stark berieben und bestoßen, mit Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Interessantes und dekoratives Gemälde.                120,00

 

# 167. Heinel, Johann Philipp. (Berglandschaft mit Viehauftrieb). Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen. Undeutlich signiert und datiert "P. Heinel 183(5 oder 6)?". Bildgröße 49 x 38 cm. Rahmengröße 62 x 51,5 cm (Querformat). (27)

* Zum Künstler vergl. u. a. ABD; Band 11, Seite 366f. den Beitrag von Hyacinth Holland über Johann Philipp Heinel (1800 -1843). Er studierte zunächst an der Zeichenschule in Nürnberg und ab 1820 nahm er sein Studium an der Münchner Akademie bei Johann Peter von Langer auf. Heinels Spezialgebiet sind Landschafts- und Gebirgsbilder mit figürlicher Staffage. Das Gemälde zeigt dem Betrachter eine sich öffnende Landschaft mit einem Gebirgsbach. Im Vordergrund das felsige Flussbett mit einem kleinen Weg in der rechten äußeren Bildhälfte. Hier werden Kühe durch eine Bergbauernfamilie auf ihre Sommerweide getrieben. Im Mittelgrund das Flussbett des Gebirgsbaches mit einer nicht näher zu bestimmenden Berglandschaft im Hintergrund. Darstellung in hellen und leuchtenden Farben. Zustand: Malerei mit altersbedingten und restaurierten Fehlstellen (Ausbrüchen) und Übermalungen. Mit kleinen Fehlstellen, Schabspuren und Abplatzungen, an den Rändern zum Teil etwas stärker. Der dekorative Rahmen ist stark berieben u. bestoßen, mit Ausbrüchen u. Fehlstellen in den Ecken u. an den Kanten. Dekoratives und ansprechendes Gemälde.                450,00

 

# 168. Huysmans, Cornelis (?). (Große Landschaft mit Hohlweg und Bettlern). Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen, doubliert. Nicht signiert und datiert, Arbeit um 1710. Bildgröße 99 x 88 cm. Rahmengröße 118 x 108 cm (Querformat). (27)

* Zum Künstler vergl. Thieme - Becker, Bd. XVIII, Seite 203 (1648 - 1727) ist Schüler von Jasper de Witte in Antwerpen gewesen und hat sein malerisches Talent bei Jacques d'Arthois in Brüssel als dessen Gehilfe weitergebildet. In den 1680er Jahren ist er in Mechelen beheimatet, um 1702 kehrt er nach Antwerpen zurück, wo er 1706 / 07 als Meister in der Lukasgilde aufgenommen wird. Bezeichnet sind die Bilder von Huysmans fast nie. Bei den Landschaftsdarstellungen sind die Einflüsse der Poussin - Schule und der holländischen Landschaftskunst unverkennbar. Das Gemälde zeigt eine eindrucksvolle, großformatige Landschaftsdarstellung mit einem felsigen Hohlweg in warmen Brauntönen gehalten, im dem sich einige Bettler und Wanderer befinden. Von dort öffnet sich der Blick in einen tiefgrün bewachsenen Mittelgrund, der dann in einen blaugrauen Hintergrund mit tiefliegendem Horizont übergeht. Beeindruckende Landschaftsdarstellung in hellen und leuchtenden Farben, bei der die Kompositionslinien im Bild durch geschickt eingesetzte Beleuchtungseffekte im Bild untermauert werden, die die Illusion einer räumlichen Bildtiefe vermitteln. Zustand: Malerei mit vielen altersbedingten und restaurierten Fehlstellen (Ausbrüchen) und Übermalungen im oberen Bilddrittel (Himmel), sowie kleineren überarbeiteten Fehlstellen, Schabspuren und Ausbrüchen, zum Teil an den Rändern etwas stärker. Die Leinwand ist in den 1970er Jahren sachgerecht doubliert und gefestigt worden. Sie hatte kleinere Fehlstellen und Löchlein, die aber bei dieser Maßnahme restauriert worden sind. Insgesamt etwas angestaubt. Der dekorative Rahmen ist etwas berieben und bestoßen, mit kleineren Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Der Versand ist nur als Sperrgut möglich. Großformatiges und sehr dekoratives Gemälde, das vom interessierten Kenner besichtigt werden sollte.                900,00

 

# 169. Ikone. Elias - Feurige Himmelfahrt des Heiligen. Eitemperamalerei auf Holz, Ende des 19. Jahrhunderts. Größe 17,5 x 22 cm (Hochformat). (72)

* Kleinformatige Darstellung des interessanten Themas. Der Prophet Elias sitzt in der linken unteren Bildhälfte und wird auf Geheiß Gottes von einem Raben mit Nahrung versorgt. In der rechten Bildecke sehen wir den Heiligen mit seinem Schüler Elisäus am Jordan, wo er einen Mantel über den Fluss schlägt. In der Bildmitte oben die Himmelfahrt des heiligen, in dem von zwei geflügelten Rossen gezogenen Wagen, der von einer Feuerwolke eingehüllt ist. Rechts darunter sein verzweifelter Schüler Elisäus, dem der Heilige zum Trost seinen Mantel zuwirft. In der linken oberen Ecke Gottvater auf einer Wolkenbank. Der Ikonenrand ist mit eingeritzten ornamentale Randverzierungen versehen. Die Malerei hebt sich wirkungsvoll vor dem Untergrund ab. Zustand: Mit altersbedingten Schab- und Kratzspuren und kleineren Fehlstellen in der Malerei, an den Kanten stärker. Gut erhaltenes Sammlerstück.                240,00

 

# 170. Kasprzycki, Wincenty. (Abendstimmung - Winterlandschaft). Ölmalerei auf Holz. Unten links im Rand undeutlich signiert "Vinz. Kasprz ...(?)", rückseitig von alter Hand auf dem Bildträger beschriftet und zusätzlich mit einer Notiz auf einem aufgeklebten Zettel. Arbeit aus den 1840er Jahren. Bildgröße 26 x 22 cm. Rahmengröße 37 x 33 cm (Querformat). (24)

* Zum Künstler vgl. Thieme - B., Bd. 19, S. 585. Wincenty Kasprzycki (1802 - 1849) war polnischer Landschafts- und Vedutenmaler. Er studierte in Warschau und Wilnius. Sein Oeuvre umfaßt Porträts mit Staffage, Innenansichten von Gebäuden und Landschaftsbilder. Das kleine Ölgemälde zeigt eine abendliche Winterlandschaft mit einem zugefrorenen Flusslauf, einem kleinen Bauernhaus und figürliche Staffage. Malerei in etwas matten Farben, die aber die winterliche Landschaft gut zur Geltung bringt. Zustand: Malerei mit altersbedingten Fehlstellen, Abplatzungen und kleineren Übermalungen (Retuschen). Mit kleineren Schab- und Kratzspuren, an den Rändern stärker, die Signierung ist dadurch schlecht erkennbar. Insgesamt ist die Malerei stark nachgedunkelt. Der dekorative Rahmen ist berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Schönes kleines Landschaftsbild, das vom interessierten Sammler angesehen werden sollte.                3.000,00

 

# 171. Kayser - Eichberg, Carl. (Bauer mit Pferdegespann bei der Feldarbeit) Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen. Signiert unten links "Carl Kayser Eichberg". Arbeit aus den 1910er - 20er Jahren. Bildgröße 79 x 68 cm. Rahmengröße 105 x 92 cm (Querformat). (27)

* Zum Künstler vergl. Informationen des Fördervereins Potsdam - Museum e. V. von 2009. Carl Kayser - Eichberg (1873 - 1964) hat von 1893 - 1899 Malerei an der Berliner Kunstakademie studiert. Ab 1895 ist er Meisterschüler bei Eugen Bracht gewesen. Während des I. Weltkrieges arbeitete er als Kriegsmaler. Danach wendete er sich der Landschaftsmalerei zu, sein Stil wird zunehmend impressionistischer. Von 1932 - 1936 war er Vorsitzender des Potsdamer Künstlervereins. Das großformatige Gemälde zeigt einen Bauer zu Pferde mit seinem Pferdegespann bei der Feldarbeit auf einer Ackerfläche im märkischen Land. Die Konturen der Figurengruppe heben sich deutlich vor der scheinbar flimmernden sommerlichen Landschaft ab. Die Wahl der Farben und die wechselnden helldunkel Effekte zeigen die Auseinandersetzung des Künstlers mit den unterschiedlichen Malstilen seiner Zeit, um für den Betrachter den Reiz und die Schönheit der Landschaft erfahrbar zu machen, wobei die Malerei stark nachgedunkelt und angestaubt scheint. Zustand: Malerei mit altersbedingten, kleinen Fehlstellen und Übermalungen. Mit kleineren Schab- und Kratzspuren, an den Rändern zum Teil etwas stärker. Der Rahmen reich verzierte Rahmen ist berieben und bestoßen, mit Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten, zum Teil nicht sachgerecht repariert. Auf Grund der Abmessungen nur als Sperrgut zu versenden. Reizvolle und großformatige Landschaftsdarstellung, die vom interessierten Sammler besichtigt werden sollte.                300,00

 

# 172. Kayser - Eichberg, Carl. (Märkische Sommerlandschaft). Ölgemälde auf Hartkarton. Unten rechts undeutlich signiert (verwischt) "Carl Kayser Eichberg(?)". Arbeit aus d. 1930er Jahren. Bildgr. 69 x 49,5 cm. Rahmengr. 81 x 62 cm (Querformat). (27)

* Zum Künstler vergl. Informationen des Fördervereins Potsdam - Museum e. V. von 2009. Carl Kayser - Eichberg (1873 - 1964) hat von 1893 - 1899 Malerei an der Berliner Kunstakademie studiert. Das Gemälde zeigt den Blick in eine weite märkische Sommerlandschaft mit ansteigenden Hügeln und Waldrand vor dem Horizont. In Vordergrund Sommerblumen in matthellen und leuchtenden Farben, die dem Betrachter in impressionistischer Manier des Künstlers den Reiz und die Schönheit dieser Landschaft vermitteln. Zustand: Malerei mit altersbedingten, kleinen Fehlstellen und Übermalungen. Mit kleineren Schab- und Kratzspuren, an den Rändern zum Teil etwas stärker. Der schlichte Rahmen ist etwas berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Sehr Dekorative Landschaftsdarstellung, die vom interessierten Sammler besichtigt werden sollte.                240,00

 

# 173. Kayser - Eichberg, Carl. "Mitten im Wald". Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen. Signiert und datiert unten links "Carl Kayser Eichberg [19]06". Rückseitig auf dem Keilrahmen mit altem Galerieaufkleber. Bildgröße 90 x 75 cm. Rahmengröße 99,5 x 84,5 cm (Querformat). (27)

* Zum Künstler vergl. Informationen des Fördervereins Potsdam - Museum e. V. von 2009. Carl Kayser - Eichberg (1873 - 1964) hat von 1893 - 1899 Malerei an der Berliner Kunstakademie studiert. Ab 1895 ist er Meisterschüler bei Eugen Bracht gewesen. Während des I. Weltkrieges arbeitete er als Kriegsmaler. Danach wendete er sich der Landschaftsmalerei zu, sein Stil wird zunehmend impressionistischer. Von 1932 - 1936 war er Vorsitzender des Potsdamer Künstlervereins. Das Gemälde zeigt den Blick in einen sommerlichen märkischen Wald. Darstellung in matthellen braunen und grünen Farbtönen. Die Wahl der Farben und die wechselnden helldunkel Effekte zeigen die Auseinandersetzung des Künstlers mit den unterschiedlichen Malstilen seiner Zeit, um für den Betrachter den Reiz und die Schönheit der Landschaft erfahrbar zu machen. Zustand: Malerei mit altersbedingten, kleinen Fehlstellen und Übermalungen. Mit kleineren Schab- und Kratzspuren, an den Rändern zum Teil etwas stärker. Der Rahmen ist etwas berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Großformatige und dekorative Landschaftsdarstellung, die vom interessierten Sammler besichtigt werden sollte.                180,00

 

# 174. Kother, Paul. (Sommerliche Landschaft). Original Pastell (Mischtechnik) auf dünnem Papier. Untern rechts signiert und datiert "Paul Kother 1924". Bildgröße 52 x 42 cm. Rahmengröße 70 x 60 cm (Querformat). (12)

* Paul Kother (1878 - 1963) war der Freund und Schwager von Otto Mueller. Sie lernten sich beide 1986 in Dresden beim Besuch der Malklasse von Carl Bantzer kennen. Der Malstil und die verwendeten Materialien weisen eine nahe Verwandtschaft zu den Werken von Mueller auf. Kother selbst besuchte ab 1894 die Hochschule für Graphik und Buchgewerbe in Leipzig und ab 1896 die Hochschule der Bildenden Künste in Dresden. Im Winter 1898 / 99 mieten Kother und Mueller gemeinsam eine Atelierwohnung in München. Neben Otto Mueller, mit dem ihn eine intensive Freundschaft und spätere Verwandtschaft verbindet (1909 heiratete er Kother Muellers Schwester Mara) lernte er dort andere Künstler der "Brücke" und deren Umkreis kennen. Es folgen gemeinsame Ausstellungen, ab 1914 ist er in Berlin ansässig und beteiligt sich dort an Ausstellungen in der "Sturm" Galerie und der "Novembergruppe". 1915 besucht er mit Felixmüller das Atelier von E. L. Kirchner in Dresden. Das vorliegende Pastell zeigt eine für den Künstler typische Landschafts- und Parkdarstellung in hellen und leuchtenden Farben. Zustand: Das Papier ist leicht gewellt und hat an den Rändern Fehlstellen, Einrisse und Beschädigungen, die durch das Passepartout verdeckt werden. Der dekorative Rahmen ist angestaubt und leicht bestoßen. Für die Rahmung wurde ein UV 90 Glas verwendet. Sehr dekorative und farbenprächtiges Pastell.                300,00

 

                                                                Aus der Sammlung des Malers Adolf Quensen.

# 175. Landschaftsbild mit Tieren. Ölgemälde auf Holz, Arbeit um 1880. Bildgröße 21 x 30 cm. Rahmengröße 35,5 x 44 cm (Hochformat). (72)

* Nach Angaben des Vorbesitzers stammt das vorliegende Gemälde aus dem früheren Besitz des Malers Adolf Quensen (1851 -1911). Quensen hatte dieses Bild in seinem Atelier. "Das Landschaftsbild mit Tieren" ist eine Kopie nach einem Original, das dem Umkreis der Künstlerfamilie Roos aus dem 17. Jahrhundert zugeschrieben wird. Diese Angaben können wir aber auf Grund der Kürze der Bearbeitungszeit nicht bestätigen, daher erfolgt das Angebot ohne Zuschreibung. Das Landschaftsbild zeigt eine "klassische Ideallandschaft" mit Tieren und einem Hirten. Malerei in matten und dunklen Farben. Zustand: Der Bildträger ist von alter Hand an den Ecken und Kanten restauriert, mit kleineren Fehlstellen, altersbedingten Retuschen, Schabspuren, kleinen Abplatzungen u. Übermalungen. Insgesamt stark nachgedunkelt u. angestaubt. Der schlichte Holzrahmen ist stark berieben u. bestoßen. Schönes Landschaftsbild, das vom interessierten Sammler besichtigt werden sollte.                120,00

 

# 176. Lang, Heinrich. (Kavalleriesoldaten auf einem Feld). Bleistiftstudie auf Papier. Signiert und datiert unten links "M. Lang Lechfeld 1874". Blattgröße 16 x 9 cm (Querformat). (48)

* Das Studienblatt zeigt eine Gruppe Kavalleriesoldaten auf einem Feld, im Hintergrund angedeutet Landschaft und ein Dorf. Zum Künstler vergl. ADB, Bd. 51, S. 547 ff. Der Pferde- und Schlachtenmaler Heinrich Lang (1838 - 1891) war Schüler von Voltz und Adam in München. Er unternahm zahlreiche Reisen nach Württemberg und Ungarn, wo er Pferdegestüte besuchte, um dort Tierstudien anzufertigen. Im Feldzug 1870 / 71 war er Schlachtenmaler im Stab des 2. Bay. Armeekorps, seine Eindrücke schildere Lang in seiner Veröffentlichung "Erinnerungen eines Schlachtenbummlers". Zustand: Das Blatt ist etwas verblasst, leicht gebräunt und fleckig, wahrscheinlich beschnitten. Rückseitig mit Klebe- und Montageresten. Eindrucksvolle und charakteristische Studie.                60,00

 

# 177. Leitzen, Karl Friedrich Johannes "Hans". Stadtansicht von Bad Kreuznach. Originales Aquarell auf Papier. Signiert unten rechts "Leitzen", Arbeit um 1900. Bildgröße 63 x 48 cm. Rahmengröße 81 x 68 cm. (49)

* Zum Künstler verl. Jark / Scheel, Braunschweigisches Biographisches Lexikon, 1996, Seite 376f. Karl Friedrich Johannes "Hans" Leitzen (1848 - 1920) besuchte für kurze Zeit die Kunstakademie in Wien und studierte danach Architektur in Braunschweig. Von 1872 - 1874 wirkte er am Umbau vom Collegium Carolinum mit und bestand 1878sein Baumeisterexamen. Von 1876 - 1917 ist er Leiter der städtischen Gewerbeschule (Vorläufereinrichtung der heutigen Hochschule für Bildende Kunst) gewesen, 1899 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Das vorliegende Bild zeigt in sommerlich, hellen und leuchtenden Farben die Stadtansicht von Bad Kreuznach mit dem Blick über die Nahe. Am Ufer spielende Kinder, in der linken Bildhälfte die Pauluskirche und in der rechten Bildhälfte auf der Anhöhe die Kauzenburg. Die Szenerie spiegelt sich in der Wasserfläche und verleiht der Darstellung eine künstlerisch gewollte Leichtigkeit. Zustand: Das Aquarell ist altersbedingt etwas lichtrandig und farblich etwas ausgeblichen, hat aber nichts von seiner farblichen Intensität eingebüßt. Der verzierte goldfarbene Rahmen hat einige altersbedingte Fehlstellen und Ausbrüche, er ist an Ecken und Kanten berieben und bestoßen. Schöne und dekorative Ansicht.                450,00

 

# 178. Liesegang, Helmuth. Niederrheinische Flusslandschaft. Ölgemälde auf Holz. Unten rechts undeutlich signiert "H. Liesegang", aus den 1930er Jahren. Bildgröße 30 x 41 cm. Rahmengröße 45 x 55 cm (Hochformat). (41)

* Helmuth Liesegang (1858 - 1945) ist ein deutscher Landschaftsmaler der Düsseldorfer Malerschule gewesen, er hat an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Eugen Dücker studiert. Bei einer Frankreichreise 1885 kam er in Paris mit der Schule von Barbizon in Berührung, später fühlte er sich dann aber doch der Haager Schule und deren Auffassung von Landschaftsmalerei verbunden. Zu seinen Hauptmotiven zählen niederrheinische Landschaften und Veduten, die er in naturalistisch und impressionistischer Auffassung wiedergegeben hat. Das Ölgemälde zeigt eine niederrheinische Flusslandschaft mit Uferböschung und Blick auf eine kleine Burg. Malerei in hellen und leuchtenden Farben. Zustand: Malerei mit altersbedingten kleinen Schab- und Kratzspuren, am Rand etwas stärker und mit kleineren Übermalungen und Retuschen. Insgesamt etwas angestaubt und nachgedunkelt. Der dekorative Rahmen ist etwas berieben und bestoßen. Schöne und dekorative Darstellung.                600,00

 

# 179. Löhr, Emil Ludwig. Böckstein bei Gastein. Aquarell auf Papier [Studienzeichnung]. Rückseitig undeutlich bezeichnet "Bockstein bey Gastayen - Löhr". Signiert unten links "E. Löhr". Darstellung aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Blattgröße 33,5 x 24 cm (Querformat). (43)

* Zum Künstler vergl. ADB Bd. 19, S. 136f. Emil Ludwig Löhr (1809 - 1876) ist deutscher Landschaftsmaler gewesen, der sich durch seine Ausbildung in Wien unter Kupelwieser zuerst der religiösen Kunst widmete und dann bei einer Studienreise in Rom durch Joseph Anton Koch zur Landschaftsmalerei kam. Dort erkrankte er an Malariafieber und später in Deutschaland an Gicht. Linderung fand er in Gastein, wo er auch seine Naturstudien und die Malerei wieder aufnahm. Seine Kunstwerke waren bald sehr beliebt bei den anderen Kurgästen. Das vorliegende Aquarell zeigt in der vorderen rechten Bildecke eine scheinbar übergroße Darstellung einer Kreuzigungsgruppe am Wegesrand, mit figürlicher Staffage. Im Mittel- und Hintergrund Landschaft und ein kleines Dorf, dahinter schließt sich das Tal und ein prachtvolles Alpenpanorama in hellen und leuchtenden Farben vollendet die Ansicht. Zustand: Mit altersbedingten kleinen Fehlstellen (Ausbrüchen) und Übermalungen, Schabspuren und Abplatzungen, an den Rändern zum Teil etwas stärker. Das Blatt ist an den Rändern beschädigt und hat auf der Rückseite Klebespuren und Montagereste. Sehr dekoratives Aquarell.                120,00

 

# 180. Oswin. "Brücke in Asturien". Ölgemälde auf Hartfaserplatte. Unten links signiert "Oswin", vermutlich aus den 1930er Jahren. Rückseitig bezeichnet durch einen alten Klebezettel. Bildgr. 58,5 x 77 cm. Rahmengr. 67,5 x 86,5 cm (Hochformat). (41)

* Zum Künstler konnten keine biographischen Angaben gefunden werden. Das Ölgemälde zeigt den Blick auf eine römische Brücke zwischen zwei Felsvorsprüngen. Ihre schlanke Form und die Zeichnung des Bogens fügt sich harmonisch in die Landschaft Asturiens (im Nordwesten von Spanien) ein. Der Blick des Betrachters wird auf den Flusslauf unterhalb der Brücke mit der dahinterliegenden Landschaft gelenkt. Zustand: Malerei mit altersbedingten Schab- und Kratzspuren, am Rand etwas stärker und mit kleineren Übermalungen und Retuschen. Insgesamt etwas angestaubt und nachgedunkelt. Der schlichte Rahmen ist defekt, berieben und bestoßen. Reizvolle Darstellung.                150,00

 

# 181. Porträt - unbekanntes Ehepaar. Zwei zeitgenössisch gerahmte Ölgemälde. Jeweils Leinwand über Keilrahmen, nicht signiert und datiert. Entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bildgröße 46 x 58 cm. Rahmengröße (Hochformat) 64 x 75 cm. (18)

   

   

* Schöne und künstlerisch ansprechende Darstellung eines unbekannten Ehepaares aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Darstellung in hellen und leuchtenden Farben, vor einem dunkel gehaltenen Hintergrund, der die jeweilige Persönlichkeit in ihren Vorzügen veranschaulicht. Zustand: Malerei mit altersbedingten Fehlstellen, Übermalungen und Restaurierungen. Mit kleineren Schab- und Kratzspuren, an den Rändern zum Teil etwas stärker. Die dekorativen Rahmen sind geklebt und teils nicht sachgerecht restauriert. An den Ecken und Kanten berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen. Eindrucksvolle Darstellungen, die vom interessierten Sammler besichtigt werden sollte.                240,00

 

# 182. Preußen. Wilhelmine von Preußen. "Virgenie" [Virgenie Charlotte von Schlieffen] Kinderporträt. Bleistiftzeichnung auf Papier (Velinpapier mit einem Teil des Wasserzeichens "J. Whatmann / Turkey Mill"). Unten mittig bez. "Virgenie" u. unten rechts sig. "Wilhelmine". Arbeit um ca. 1830. Blattgr. 36 x 50 cm (Hochformat). (24)

* Wilhelmine Frederike Luise Prinzessin von Preußen (1774 - 1837) ist durch die Heirat mit Wilhelm I. Königin der Niederlande gewesen. Sie war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, von ihr sind nur wenige Werke bekannt bzw. überliefert. Vergl. dazu u. a. die Ausstellung "Oranje in de Wieg - Oranje in der Wiege. Over geboorte en doop van Vorstenkinderen - über Geburt und Taufe von Königskindern. Paleis Het Loo - National Museum, Apeldoorn 2004. Ein vom Sammler eingeholtes Schriftvergleichsgutachten kommt zu dem Schluss, dass die Unterschrift "Wilhelmine" mit "hoher Wahrscheinlichkeit [80%] die eigenhändige Unterschrift von Wilhelmine von Preußen bzw. später dann Wilhelmine Erbprinzessin von Oranien - Nassau geschrieben worden ist. Bei dem porträtierten Mädchen handelt es sich wahrscheinlich um Virgenie Charlotte von Schlieffen. Zustand: Zeichnung mit kleineren altersbedingten Ausbrüchen und Fehlstellen. Das Blatt ist teilweise gebräunt und fleckig, hat am unteren Rand Ausrisse, Fehlstellen und Läsuren. Die rechte untere Blattecke ist eingerissen und ist rückseitig nicht sachgerecht geklebt. Schöne und eindrucksvolle Zeichnung, die vom interessierten Sammler besichtigt werden sollte.                1.200,00

 

# 183. Ramberg, Arthur Georg von. (Studienskizze einer jungen Frau). Ölstudie auf Holz(?). Unten links undeutlich monogrammiert "AB"(?), rückseitig von alter Hand beschriftet "A. von Ramberg +1875 in München". Arbeit aus den 1860er Jahren. Bildgröße 12 x 16 cm. Rahmengröße 22 x 26,5 cm (Hochformat). (24)

* Zum Künstler vgl. ADB, Bd. 27, S. 203 ff. Arthur Georg von Ramberg (1818 - 1875) war österreichischer Maler und Zeichner. Er erhielt seinen ersten Zeichenunterricht bei seinem Großonkel Johann Heinrich Ramberg in Hannover. Ab 1840 besucht er die Kunstakademie in Prag und wird anschließend Schüler von Hübner in Dresden. Um 1849 arbeitet er in München als Genre- und Historienmaler. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt aber bei der Graphik. Von 1860 - 65 ist er Professor für Figurenmalerei an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar, ab 1866 übernimmt er eine Professur an der Münchner Kunstakademie. Die Ölskizze zeigt, fast schemenhaft, eine junge Frau mit rotem Gewand vor einem dunklen Hintergrund. Dem Künstler kam es bei dieser Studie auf die Wirkung von hell und dunkel an, zudem ist die Haltung der Figur für die Wirkung des Porträts entscheidend. Dieselbe Körperhaltung findet sich in einigen lithographierten Graphiken des Künstlers. Zustand: Ölstudie mit altersbedingten Fehlstellen, Abplatzungen und kleineren Übermalungen (Retuschen). Mit kleineren Schab- und Kratzspuren, an den Rändern stärker. Der schlicht profilierte Rahmen ist berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Dekoratives kleines Porträt, das vom interessierten Sammler persönlich betrachtet werden sollte.                600,00

 

# 184. Rohrhirsch, Karl. (Pferdegespann mit Bauer). Kleine Ölstudie (Mischtechnik) auf dünnem Sperrholzhell. Unten rechts signiert "K. Rohrhirsch - München". Arbeit aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bildgröße 8 x 6 cm. Rahmengröße 20 x 18 cm (Querformat). (24)

* Zum Künstler vgl. Münchner Maler im 19. und 20. Jahrhundert, München, Bruckmann, 1981 - 1994. Karl Rohrhirsch (1875 - 1954) malte im Stil der Münchner Schule überwiegend kleinfigurige und ländliche Idyllen, deren Detailgenauigkeit den Reiz seiner Bilderminiaturen ausmachen. Die kleine Ölstudie zeigt ein Pferdegespann mit Bauer auf einen Feldweg. Rechts im Mittelgrund ein kleiner Wald, in der linken Bildhälfte öffnet sich die Landschaft und im Hintergrund sin schemenhaft einige Häuser zu erkennen. Malerei in hellen und leuchtenden Farben. Zustand: Malerei mit altersbedingten kleinen Fehlstellen bzw. Schab- und Kratzspuren. Der schlichte Rahmen ist berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Schöne Studie, die vom Sammler besichtigt werden sollte.                180,00

 

# 185. Schladitz, E. "Alt Braunschweig - Hagenmarkt Stadt Leipzig". Aquarell (Mischtechnik) auf Papier. Unten rechts signiert "E. Schladitz" auf dem Passepartout bezeichnet und signiert. Arbeit um 1900. Bildgröße 48 x 36 cm. Rahmengröße 67,5 x 57,5 cm (Querformat). (74)

* Sehr seltene und dokumentarische Hinterhofansicht des Gebäudes Hagenmarkt 14 [Hotel und Gasthaus "Stadt Leipzig"], es wurde 1520 erbaut und um 1760 umgestaltet. Neben dem Hotel befand sich der Eingang zur Markthalle [Hagenmarkt 13]. Zum Künstler können keine biographischen Angaben gemacht werden. Zustand: Mit altersbedingten kleinen Fehlstellen und Ausbrüchen in der Malerei. Mit kleinen Fehlstellen, Schabspuren und Abplatzungen, an den Rändern zum Teil etwas stärker, rückseitig mit Montageresten. Der zeitgenössische Rahmen ist berieben und bestoßen, mit Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Interessantes und dekoratives Aquarell.                150,00

 

# 186. Schmitzbonn, Hermann. (Heugarben am Ammersee). Ölgemälde auf Leinwand über Keilrahmen. Signiert unten rechts "Schmitzbonn D'dorf". Arbeit aus den 1950er Jahren. Bildgröße 80 x 70 cm. Rahmengröße 98 x 88 cm (Querformat). (33)

* Hermann Schmitzbonn (1903 - 1960) studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf und in München. Er war Meisterschüler bei Max Clarenbach. Seine nuancenreiche Malerei ist zum Teil durch den französischen Impressionismus beeinflusst worden. Das großformatige Gemälde zeigt Heugarben auf einer Weide oberhalb des Ammersees in Bayern. Die hellen und leuchtenden Farben vermitteln die atmosphärische Stimmung dieser sommerlichen Landschaft in dem für den Künstler so typischen Sujet. Zustand: Malerei mit kleinen altersbedingten Fehlstellen und Ausbrüchen. Mit kleineren Schab- und Kratzspuren, an den Rändern. Der Rahmen reich verzierte Rahmen ist etwas berieben und bestoßen, an den Ecken und Kantenetwas stärker. Auf Grund der Abmessungen nur als Sperrgut zu versenden. Reizvolle und großformatige Landschaftsdarstellung.                180,00

 

# 187. Serneels, Clément. "Vue d'Ishangi (Rwanda) sur Lac Kivu et Kahuzi". Ölgemälde auf Sperrholzplatte. Signiert und datiert (am Rand unten links) "Serneels [19]44". Bildgröße 35 x 26,5cm. Rahmengröße 45,5 x 37 cm (Querformat). (70)

* Clément Serneels (1912 - 1991) lebte ab 1936 abwechselnd in Belgisch - Kongo und Südafrika. Das Gemälde zeigt den eindrucksvollen Blick auf den Kiwusee in Afrika, er ist die Grenze zwischen Ruanda und der Republik Kongo. Darstellung in hellen und leuchtenden Farben, die eindrucksvoll die afrikanische Landschaft für den Betrachter "fühlbar" macht. Zustand: Malerei mit altersbedingten kleinen Fehlstellen, Schabspuren und Abplatzungen, an den Rändern zum Teil etwas stärker. Der schlichte Rahmen ist stark berieben und bestoßen, mit kleinen Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Interessantes und dekoratives Gemälde.                300,00

 

# 188. Steinnusspalme. Polychrome Zeichnung (Mischtechnik) auf getöntem Papier, durch ein Passepartoutpapier oval eingefaßt. Unten in der Mitte, in der Zeichnung, unleserlich beschriftet, am unteren Rand bezeichnet "Steinnusspalme (Phytelephas macrocarpa)". Arbeit aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bildgröße 22 x 26 cm. Rahmengröße 27 x 31 cm (Hochformat). (24)

* Zum Künstler konnten keine biographischen Angaben ermittelt werden. Die Zeichnung zeigt eine mittelgroße Steinnusspalme mit gefiedertem Blattwerk. Die Früchte besitzen ein Endokarp, das nach der Trocknung etwa so hart wie Knochen wird, ein elfenbeinähnlicher Werkstoff, der oftmals auch bei der Herstellung von Schachfiguren verwendet worden ist. Zustand: Zeichnung mit altersbedingten Fehlstellen und mit kleineren Wisch- und Schabspuren. Insgesamt etwas nachgedunkelt. Der schlichte Rahmen ist berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Eindrucksvolle Studienzeichnung, die vom interessierten Sammler in Augenschein genommen werden sollte.                180,00

 

# 189. Stöhr, Hans. "Bad Harzburg". Öl- und Aquarelltechnik (Mischtechnik) auf Papier. Signiert und datiert unten links "Stöhr [19]46". Rückseitig mit schwer lesbarer Notiz: "Bad Harzburg 1946. Schneelandschaft. Blick(?) v.d. Elfen ...(?), wo Stöhr damals wohnte". Bildgröße 34 x 49 cm. Rahmengröße 54 x 69,5 cm (Hochformat). (70)

* Hans Stöhr (1906 - 1999). Deutscher Maler und Graphiker, er studierte in den 1920er Jahren in Berlin und war nach dem Ersten Weltkrieg als Kunsterzieher in Bad Harzburg tätig. In seinem Oeuvre zeigt sich deutlich die Nähe zu den französischen Avantgardisten. Das Blatt zeigt den Blick auf das winterliche Bad Harzburg, Darstellung in hellen und leuchtenden Farben. Die Wahl der Farben und die Gestaltung des Bildes zeigen die Auseinandersetzung des Künstlers mit den unterschiedlichen Malstilen seiner Zeit. Er nutzt diese, um für den Betrachter den Reiz und die Schönheit der Landschaft erfahrbar zu machen. Zustand: Das Blatt ist leicht gebräunt. Malerei mit altersbedingten, kleinen Fehlstellen und kleineren Schab- und Kratzspuren. Rückseitig mit Montageresten. Der schlichte Rahmen ist etwas berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Dekorative Landschaftsdarstellung, die vom interessierten Sammler besichtigt werden sollte.                50,00

 

# 190. Tietz, L. (Blumenstilleben mit Früchten). Ölmalerei auf Leinwand über Keilrahmen. Unten rechts signiert "L. Tietz". Arbeit um 1930. Bildgröße 39 x 52 cm. Rahmengröße 56,5 x 69,5 cm. (Hochformat) (74)

* Zum Künstler können keine biographischen Angaben gemacht werden. Akademisches Blumenstillleben mit Früchten, Darstellung in hellen u. leuchtenden Farben. Zustand: Mit altersbedingten kleinen Fehlstellen u. Ausbrüchen in der Malerei. Mit kleinen Fehlstellen (Löchern) in der Leinwand, Schabspuren u. Abplatzungen. Der Rahmen ist berieben u. bestoßen, mit kleinen Ausbrüchen u. Fehlstellen.                50,00

 

                                                                Aus der Sammlung des Malers Adolf Quensen.

# 191. Triumph des Bacchus / Bildausschnitt nach dem Original. Ölgemälde auf Leinwand, Arbeit um 1900. Bildgröße 99 x 79 cm. Rahmengröße 111 x 90 cm (Querformat). (72)

* Nach Angaben des Vorbesitzers stammt das vorliegende Gemälde aus dem früheren Besitz des Malers Adolf Quensen (1851 - 1911). Quensen hatte dieses Bild in seinem Atelier. Das Bild zeigt einen Bildausschnitt nach dem Original von D. Velazquez in Madrid. Malerei in matten und dunklen Farben, die etwas von der meisterlichen Vorlage erahnen läßt, insgesamt eher "kühle" und flache Malerei. Zustand: Der Bildträger ist von alter Hand an den Ecken und Kanten restauriert, mit kleineren Fehlstellen, altersbedingten Retuschen, Schabspuren, kleinen Abplatzungen und Übermalungen. In den Ecken etwas wellig, die Leinwand muss nachgespannt, bzw. gerichtet werden. Insgesamt stark nachgedunkelt und angestaubt. Der schlichte Holzrahmen ist stark berieben und bestoßen.                120,00

 

                                                                Aus der Sammlung des Malers Adolf Quensen.

# 192. Weil, Otto. (Selbstbildnis). Ölgemälde auf Malkarton. Signiert oben links "O. Weil". Arbeit um 1910. Bildgr. 48 x 58 cm. Rahmengr. 52 x 62 cm (Hochformat). (72)

* Nach Angaben des Vorbesitzers stammt das vorliegende Gemälde aus dem früheren Besitz des Malers Adolf Quensen (1851 -1911). Quensen hat den saarländischen Künstler Otto Weil (1884 - 1929) vermutlich in Worpswede kennen gelernt - näheres ist nicht bekannt. Otto Weil studierte zuerst an der Kunstakademie in Karlsruhe und wechselte dann nach München, dort war er Schüler bei von Herterich, von Marr und Franz von Stuck. Um 1911 hielt er sich einige Zeit in Worpswede auf. 1922 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Bundes Bildender Künstler an der Saar, seine Bilder verkaufte er zu dieser Zeit in der Buchhandlung Lorenz Raber in Neunkirchen. Das Selbstbildnis zeigt Otto Weil in jungen Jahren. Die Darstellung in matten Farben und braunen Farbtönen zeigt den lebenslustigen Künstler mit einem Bierglas seiner rechten Hand. Zustand: Der Malkarton ist von alter Hand in den Ecken restauriert, mit kleineren Fehlstellen, altersbedingten Retuschen, Schabspuren, kleinen Abplatzungen u. Übermalungen. Insgesamt nachgedunkelt u. angestaubt. Der schlichte Holzrahmen ist berieben und bestoßen. Schönes Selbstporträt.                120,00

 

# 193. Werner, Anton von. (Weibliche Kopfstudie). Bleistiftzeichnungen auf Papier. Signiert u. datiert unten links "A. v. W. 1872". Bildgr. 15 x 21 cm (Hochformat). (48)

* Das Studienblatt zeigt das seitliche Kopfprofil einer jungen Frau. Zum Künstler vergl. Bartmann, D., Anton von Werner - Zur Kunst und Kunstpolitik im Deutschen Kaiserreich, Berlin 1985. Der Maler Anton von Werner (1843 - 1915) studierte 1860 an der Berliner Akademie der Künste und wechselte von dort 1861 nach Karlsruhe. Dort lernte er unter anderem J. Victor Scheffel kennen, der ihn mit dem Großherzog Friedrich von Baden bekannt machte. Es folgen mehrere Parisaufenthalte bei denen er u. a. Ingres, Delacroix und Messonier kennen lernte. Es entstehen die ersten Historienbilder, die einen Wendepunkt in seinem künstlerischen Schaffen darstellen und ihn zum Hauptvertreter des Wilhelminismus werden lassen. Zustand: Das Blatt ist leicht gebräunt und fleckig, an den Rändern stärker. Rückseitig mit Klebe- und Montageresten. Eindrucksvolle und charakteristische Studie.                90,00

 

# 194. Zerillo [Zerilli], Francesco. (Ansicht von Palermo - "Presco della Selva di S.ta maria del Gesu"). Aquarell auf Papier (Mischtechnik). Im Bild monogrammiert "FZ", am unteren Rand von alter Hand auf dem Klebepapier undeutlich bezeichnet und datiert "Zerillo ... 1833". Arbeit aus den 1830er Jahren. Bildgröße 45 x 30 cm. Gerahmt 50 x 37 cm (Querformat). (24)

* Zum Künstler vergl. die Ausstellung bzw. die Dokumentation in der Fondazione Sicilia: Francesco Zerilli. Vedute e paesaggi, im Palazzo Branciforte, Palermo 2016 und Thieme - B., Bd. 36, S. 464. Francesco Zerillo oder Zerilli (1793 - 1839) ist Schüler von Giuseppe Patania gewesen, er zeichnete und malte vor allen Dingen Ansichten von Palermo und andere klassische Ansichten von Sizilien im Stile Hackerts. Seine Kunstwerke sind größtenteils für den Verkauf an adelige und großbürgerliche Europäer bestimmt gewesen, die auf ihrer "Grand Tour" einen Abstecher nach Sizilien gemacht hatten, deshalb werden am Markt oftmals identische Sujets mit kleinen Variationen angeboten. Das vorliegende Blatt hat wohl nach der Widmung auf der Rückseite des Rahmens eine ähnliche Reise hinter sich: "Hochzeitsgeschenk an August U. und (?)örchen von der alten Großmama, die das Bild ihrerseits zur Hochzeit erhielt von Grossmama Mariechen Rohdewald". Die Darstellung zeigt den Blick auf Palermo in detailgenauer Darstellung. Im Vordergrund eine mit Agaven bewachsene Wiese mit zwei Mönchen. In den Agavenblättern in der Mitte des Bildes, fast nicht zu erkennen; befindet sich das lingierte Monogramm "FZ" des Künstlers. Im Mittelgrund, in der Senke gelegen, die Stadt Palermo, Landschaftsdarstellung in hellen und leuchtenden Farben, die auf Grund des Alters etwas verblasst sind. Zustand: Aquarell mit altersbedingten Fehlstellen und kleineren Übermalungen (Retuschen). Mit kleineren Schab- und Kratzspuren bzw. kleinen hinterlegten (?) Einrissen, am Rand knapp beschnitten und auf einen alten Karton aufgelegt, bzw. montiert. Der schlichte Rahmen ist berieben und bestoßen, mit kleineren Ausbrüchen und Fehlstellen an den Ecken und Kanten. Dekorative Ansicht, die vom interessierten Sammler persönlich begutachtet werden sollte.                4.500,00

 

# 195. Zille, Heinrich. (Studie eines Herren mit Schnauzbart). Bleistift / Kohlezeichnungen (Mischtechnik) auf Papier. Signiert unten rechts "H. Zille". Arbeit aus der ersten Hälfte des 20. Jhrdts. Bildgr. 12 x 17 cm. Rahmengr. 20 x 26 cm (Hochformat). (48)

* Das Studienblatt zeigt die Darstellungen eines Mannes mit Schnauzbart im Halbprofil. Der Maler, Graphiker und Fotograph Heinrich Zille (1858 - 1929) ist berühmt durch seine sozialkritischen und mit viel Lokalkolorit versehenen Darstellungen aus dem Berliner Volksleben und dem proletarischen Milieu. Er studierte bei Professor Hosemann an der Königlichen Kunstschule, wurde später durch tätige Mithilfe von Max Liebermann in die Secession aufgenommen. Zille war für den "Simplicissimus", die "Lustigen Blätter" und den "Ulk" tätig. Zustand: Das Blatt ist gebräunt und fleckig, an den Rändern beschnitten. Im unteren Bilddrittel mit Knick- und Faltspuren. Rückseitig mit Klebe- und Montageresten. Der Rahmen ist berieben und bestoßen. Eindrucksvolle Studie.                60,00

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