Schachraritäten und Besonderheiten





735  Aben Esra, Abraham. Neu - eröffnete Kunststück des Schach - Spiels, darinnen Nicht allein die unterschiedlichen Nahmen und Gebrauch auch Anzahl der Steine dieses Spiels bey allerhand Nationen … Als vornehmlich die Kunst - Griffe dieses Spiels in anmuthigen Gleichnissen … in Hebäischer Sprache geschrieben … ins Teutsche übersetzet von Ludi Magistro. Frankfurt u. Lpz. 1743. 8°. 104 S. Marmorierter Pappbd. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 340; van der Linde I, 160 f.; Schmid S. 91 f. Der spanische Gelehrte und Schriftsteller Abraham Aben Esra (um 1090 - 1167) beschäftigte sich u. a. mit der Bibelauslegung, Grammatik, Astrologie und Philosophie. Die vorliegende Ausgabe enthält sein Gedicht über das Schachspiel. Nach den Vorreden des Übersetzers, des Rabbi Wirmischa, Rabbi Abrahams Reimen über das Schachspiel folgt auf den Seiten 49 - 91 "Das Buch: des Königs Lust".  Am Ende folgt eine Abhandlung von Aben Jachia und ein Schlussgedicht. Das Schachgedicht gilt als eines der ältesten literarischen Belege für das Spiel in Westeuropa. Zustand: Ohne Vorsätze gebunden. Stempel auf Titel. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Einband bestoßen. Seltene Ausgabe.          600,00

 

736  Académie Universelle des Jeux; contenant les règles des jeux de cartes permis; celles du Billard, du Mail, du Trictrac, du Revertier, & &. Avec des instructions faciles pour apprendre à les bien jouer. Nouvelle édition. Augmentée du Jeu des Echecs, par Philidor; du jeu de Whist, par Edmond Hoyle, traduit de l'Anglois; du jeu de Tre - sette; du jeu de domino, & &. 3 Bände. Amsterdam, Changuion & van Harrevelt, 1786. 8°. Mit 8 meist gefalteten Kupfern. VII, 299; 2 Bll. Titel, 300, 2 Bll. Titel, 330 Seiten, 1 Bl. "Table de jeux". Braune Halblederbände mit goldgeprägtem Rückentitel. (Teilweise als aufgeschnittene Broschur gebunden) (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 3438; van der Linde I, 392 (nur 3. Band). Ein populäres Handbuch mit vielen Spielbeschreibungen in französischer Sprache, das seit 1718 viele erweiterte und neu bearbeitete Auflagen erlebte. "Avertissement ...: L'édition ... est beaucoup plus parfaite que celles qui ont paru jusqu'à present ..." Die Abteilung Schach ist im 3. Band auf den Seiten 202 bis 330 dargestellt. Die gefalteten Tafeln zeigen Darstellungen u. a. von Schachfiguren und Trictracstellungen. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Jeweils Stempel auf letztem Vorsatz und Buchschnitt. Die Einbände sind etwas bestoßen, alle Rücken etwas beschabt.          90,00

 

737  Akademisches Monatsheft für Schach. Cartellorgan der deutschen akademischen Schachvereine. Herausgegeben vom Akademischen Schachklub in München. Redaktion: R. Emden. München, Sommer, 1889 - 1893. 8°. Mit vielen Diagrammen. 4 Seiten Titel und Register, zusammen 146 Seiten. Brauner Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel. (LS)

 

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 6057. Vorhanden sind: I. Serie: No. 1 - 3 (Mai - Juli 1889) - No. 37 (März 1893). Seltene und interessante Zeitschrift, die hauptsächlich Partien der Klubmitglieder, Probleme und Berichte zum Klubleben enthält. Zustand: Dazwischengebunden sind 17 kleinere Blätter im Umdruckverfahren nach einer handschriftlichen Abschrift von Heft Nr. 1 – 3. Buchblock gelockert. Innen stärker gebräunt und vereinzelt fleckig. Durch die schlechte Papierqualität haben einige Seiten Defekte. Einband etwas berieben und bestoßen. Rücken mit Etikett und etwas ausgeblichen. Beiliegt: Akademisches Monatsheft für Schach. Herausgegeben vom Akademischen Schachklub in München. Unkomplette Zusammenstellung von 85 Einzelheften dieser Zeitschrift aus der II. bis XII. Serie / Reihe (1893 – 1914) sowie der Jahrgänge 1925 – 1929; die einzelnen Serien / Reihen und Jahrgänge sind nicht komplett. München, Sommer und Müller, 1893 – 1929. 8°. Mit Diagr. Lose ohne Umschlag. Zustand der Hefte: Textseiten gebräunt, teilweise etwas fleckig, mit Knickfalten, handschriftlichen Notizen und teilweise mit Defekten. Nicht einzeln kollationiert. Seltene Zeitschrift.          450,00

 

738  Albertinus, Aegidius. Der Welt Tummel: und Schaw-Platz. Sampt der bitter: süssen Warheit. Darinn mit einführung viler schöner und fürtrefflicher Discursen / nit allein die Natürliche/ sondern auch Moralische und sittliche Eigenschafften und Geheimnussen der fürnembsten Creaturen und Geschöpff Gottes ... erklärt ... werden. Acht Theil begreiffendt ... München, Henricus für Kruger in Augsburg, 1613. 8°. 12 Bll. (inkl. Titel in Rot und Schwarz), 1048 Seiten. Blindgeprägter Lederband, (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD17 23:292030U; Goedeke II, 581, 29. Diese erstmals 1612 erschienene Ausgabe mit einer Kompilation aus verschiedenen Autoren (u. a. Berchorius) umfasst viele naturgeschichtliche, populärwissenschaftliche Beiträge u. a. zur Tierwelt, zur Pflanzenwelt, über Mineralien, Planeten, Engel und Teufel, Lebensmittel, Gebrauchsutensilien. Eine kleine Notiz zum Schach ist auf einer Seite des Vorwortes enthalten. Der aus den Niederlande stammende Schriftsteller und Übersetzer der Gegenreformation Aegidius Albertinus (1560 – 1620) war Hofratssekretär am Münchener Hof und Hofbibliothekar Herzog Maximilians. Zustand: Buchblock gelockert. Innen gebräunt und wenig fleckig. Wenige Seiten mit Defekten oder handschriftlichen Notizen. Paginierung springt. Letzter Vorsatz fehlt. Wappenetikett auf Vorder- und Innendeckel. Einband angestaubt, fleckig und bestoßen. Schließen fehlen.          180,00

 

739  Allgaier, Johann. Neue theoretisch - practische Anweisung zum Schachspiel. 2. verbesserte Auflage. Wien, Rötzl, 1802. 8°. Mit 1 Kupferstichfrontispiz (Bezeichnung des Schachbretts). XLIV, 284 (recte 286) S., 2 unn. Bll. Verbesserungen (1 gefalt. Bl. fehlt). Neuer brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 564; van der Linde I, 420 f.; Schmid S. 102 ff.: "Unter den deutschen Originalwerken gebührt der ... Anweisung zum Schachspiele ... ohne Zweifel der erste Platz ... Allgaier hat das Verdienst, zuerst die Spiele in Tabellen übersichtlich geordnet zu haben, wodurch er das Studium ungemein erleichterte. Die Spiele selbst, welche er aufführt, sind zum Teil aus Philidor, und mitunter auch aus Lolli und Ponziani entlehnt; viele ... Veränderungen rühren aber auch vom Verfasser selbst her. So zeichnet sich unter den Gambitspielen das nach ihm benannte Gambit Allgaier's aus ..." Johann Allgaier (1763 - 1823) war deutscher Meister und Theoretiker. Da er die Ideen Philidors verwandte, nannte man ihn auch "le Philidor d'Allemagne". Seine 'Anweisung zum Schachspiel' bezeichnet van der Linde als das "erste zum Theil selbständige deutsche Schachbuch". Erfolgreiches und häufig aufgelegtes Werk, dessen erster Teil erstmals 1795 erschienen ist. Zustand: Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten kürzer beschnitten oder mit Randdefekten. Seltene Ausgabe.          150,00

 

740  Anderssen, A(dolf). Aufgaben für Schachspieler nebst ihren Lösungen. Breslau, Kern, 1842. 8°. Mit Diagrammen. 64 Seiten. Brauner Halblederband mit Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 2376; van der Linde II, 96 (mit abweichender Kollation); vergl. Kieler Schachkatalog 6593. Der deutsche Meister Adolf Anderssen (1818 - 1879) trat zunächst als Problemkomponist mit seinem Werk "Aufgaben für Schachspieler" an die Öffentlichkeit, bevor er zu einer der führenden Persönlichkeiten im Turnierschach wurde. Er war der Wegbereiter des neuzeitlichen Problems. Die vorliegende Ausgabe enthält 60 Aufgaben mit Lösungen, deren Problemstellung von Matt in 3 Zügen bis Matt in 9 Zügen reicht. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen etwas gebräunt und wenig fleckig. Einband an Ecken und Kanten bestoßen. Rücken etwas ausgeblichen. Seltene Ausgabe.          300,00

 

741  Andrae, H. F. (d.i. Adam Friedrich Geisler) Das Schachspiel mit historischen Bemerkungen erläutert und zum Gebrauch sowol für Anfänger als geübtere Freunde desselben practisch ausgearbeitet. Halle, Hendel, 1796. 8°. 62 Seiten, 1 Bl. Anzeigen. Brauner Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel und Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 182; van der Linde II, 28 f. Inhalt: Kurze Geschichte des Schachspiels, wie auch seines Ursprungs und seiner Schicksale. Versuch einer Darstellung der Ähnlichkeit auf dem Schachbrette mit dem des Militairs im Felde. Das Schach für die ersten Anfänger. Zustand: Name und privater Stempel auf Vorsatz. Innen stärker gebräunt und fleckig und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Einband berieben, etwas bestoßen und teilweise ausgeblichen. Seltene Ausgabe.          180,00

 

742  Aretin, Wilhelm von. Strategonon. Versuch die Kriegführung durch ein Spiel anschaulich darzustellen. Ansbach, Dollfuß, 1830. 8°. Mit 3 kolorierten, gefalteten Kupfertafeln, 1 gestochenen Tabelle und 4 gefalteten Tabellen. XXXV, 145 S., 1 Bl. Marmorierter Pappbd. mit defekten Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Interessante Darstellung mit dem Versuch die Kriegführung in der Form eines Spieles darzustellen. Die dekorativen kolorierten Tafeln zeigen Gebäude, Soldaten, Waffen und Bausteine für die Gestaltung des Areals für Gefechtsszenen. Zustand: Stempel auf Vorsatz. Etikett auf Titel. Innen etwas gebräunt, teilweise stärker. Einband wenig bestoßen, am Rücken stärker. Seltene Ausgabe.          450,00

 

743  (B., C. A. v.) Regeln des Schachspiels, nebst beygefügtem Muster eines regelmäßigen Schachspiels für Anfänger, nebst Anmerkungen des großen Schachspielmeisters A. D. Philidor, und des berühmten Arabers Philipp Stamma … wie auch das Schachmatt des Laufers und des Thurnes gegen einen Thurn. Herausgegeben von C. A. v. B. Wien Hartl, (1784). 12°. 72 Seiten. Marmorierter Pappband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 544; van der Linde I, 397. Aus dem Inhalt: A. D. Philidor Anmerkungen über das edle Schachspiel. Regeln des Schachspiels. Kurzer und leichter Unterricht über das Schachspiel. Muster eines regelmäßigen Schachspiels für Anfänger, mit Anmerkungen … A. D. Philidor. Das Schachmatt des Laufers und des Thurnes gegen einen Thurn. Des Arabers Philipp Stamma Hauptregeln. Zustand: Etikett auf Innendeckel. Handschriftliche Notiz auf Titel und Vorsatz. Stempel auf Titel verso. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit Randdefekten. Einband etwas berieben und bestoßen. Seltene Ausgabe.          150,00

 

744  Balde, Jacob. Lyricorum Libri IV. Epodon Liber I. et Silvarum Libri IX. In commodiorem Studiosae imprimis Juventutis usum, & utilitatem seorsim editi. Köln, Metternich, 1706. 12°. 671 Seiten. Neuer brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD18 1019729X; van der Linde II, 274 f. Auf den Seiten 139 – 142 mit einem Gedicht zum Schach: “Ludus Palamedis, sive Latrunculorum vulgo Scacchus“ mit dem lateinischen Text von allen 26 Versen. Sammlung von lateinischen Dichtungen von Jacob Balde, die er im Stile von Horaz verfasst hat, in einer erweiterten Kölner Ausgabe von 1706. Der deutsche Jesuit Jacob Balde (1604 – 1668) war Hofhistoriograph und vor allem als Dramatiker, hier besonders als neulateinischer Lyriker bekannt. Zustand: Vorsätze erneuert. Name auf Vorsatz. Stempel auf Titel. Innen stärker gebräunt und fleckig, etwas knapp beschnitten. Einband etwas angestaubt und wenig bestoßen.          180,00

 

745   Balde, Jacobi. (Poemata).Complectens Lyricorum /... Heroica / … Satyrica / … Miscellanea. 4 Bände in 2 gebunden. Köln, Busaeus, 1660. 12°. Mit gestochenem Titel von W. Kilian. 671, 311, 252 (recte 254) Seiten, 5 Bll., 700 Seiten, 1 Bl. Pergamentbände mit Rückentitel von alter Hand. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl dazu van der Linde II, 274; VD17 23:331717A, F.du F. II, 992; Lindner, 11.00889,03 mit Hinweis auf S. 307 - 339. (Jagdgedichte). Erste Gesamtausgabe letzter Hand. Auf den Seiten 139 - 141 im 1. Band mit einem Gedicht zum Schach: “Ludus Palamedis, sive Latrunculorum vulgo Scacchus“ mit dem lateinischen Text. Im 4. Band sind auf S. 141 ff. Ausführungen zum Schach. Sammlung von lateinischen Dichtungen von Jacob Balde, der er im Stile von Horaz verfasst hat. Der deutsche Jesuit Jacob Balde (1604 – 1668) war Hofhistoriograph und vor allem als Dramatiker, hier besonders als neulateinischer Lyriker bekannt. Zustand: Buchblöcke gelockert. Innen durchgehend gebräunt, wenig fleckig und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Paginierung springt im 3. Band, Stempel auf Titel. Einbände angestaubt und fleckig          150,00

 

746  Barbeyrac, Jean. Traité du jeu, où l'on examine les principales Questions de droit naturel et de morale qui ont du rapport à cette Matiere. 2 Bände. Amsterdam, Pierre Humbert, 1709. 8°. Mit 1 Kupferstichfrontispiz. Titel in Rot und Schwarz, LXV, 646 Seiten, 12 Bll. Register (28 Bll. Anzeigen fehlen). Braune Lederbände mit Rückenvergoldung und -schildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4148; van der Linde II, 423; Schmid S. 121. Der französisch - schweizerische Jurist und Rechtshistoriker Jean Barbeyrac (1674 - 1744) war Professor in Lausanne und Groningen. Er galt als bedeutender Vertreter des Naturrechts und wurde auch durch die Übersetzungen der naturrechtlichen Werke von Samuel von Pufendorf bekannt. In der vorliegenden Ausgabe mit moralphilosophischen Ausführungen über das Glücksspiel sind an verschiedenen Stellen Anmerkungen über das Schachspiel enthalten: "Origine de ce jeu III. 8. 7. n. 1 ... s'il aiguise l'Esprit. III. 8. 7. s'il porte par lui - même à tromper & à aimer trop la Guerre. III. 5. 8. s'il sert à former ou à nourrir l'Orgueil. Ib. § 9. vrai tems d'y jouer. III. 8. 8. exemples d'un prodigieux attachement de plusieurs pour ce Jeu. Ib. § 7. Echiquier: nom de la Cour de l'Echiquier en Angleterre, d'où vient III. 8.7." (Vergl. Register) "Liv. III, Chap. VIII ... S. 491: Opinion des Jacques I., Roi de la Grande Bretagne, sur le jeu des Echecs ..." (van der Linde) Zustand: Innendeckel und Vorsätze mit Leimschatten. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten oben randig. Einbände bestoßen, beschabt, etwas fleckig und angestaubt. Rücken oben und unten mit Defekten.          120,00

 

747  (Bargagli, G.) Dialogo de Giuochi che nelle vegghie Sanesi si usano di fare. Venedig, Alessandro Gardane, 1581. 8°. Mit 1 Holzschnitt – Titelvignette. 288 Seiten. Flexibler Pergamentband mit Rückentitel von alter Hand. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Van der Linde II, 57: “Kein Schach ist enthalten“. Nur auf Seite 44 ist eine kurze Erwähung des Schachs. Seltene Sammlung mit der Beschreibung von Gesellschaftsspielen der Renaissance, die in Dialogform bei Sieneser Abendgesellschaften als geistreiche Wortspiele präsentiert wurden. Der italienische Dichter und Jurist Girolamo Bargagli (1537 – 1586) trat 1557 der Accademia degli Intronati in Siena bei. Zustand: Ohne Vorsätze gebunden. Exlibris auf Titel verso. Innen etwas gebräunt, teilweise stärker und vereinzelt fleckig. Einige Seiten mit Wurmspuren bzw. Defekten. Einband angestaubt und fleckig.          150,00

 

748  (Bargagli, Girolamo). Dialogo de' giuochi che nelle vegghie sanesi si usano di fare. Del Materiale intronato. All'Illustrissima, et eccellen[tissi]ma Signora Donna Isabella de' Medici Orsina Duchessa di Bracciano. Siena, Luca Bonetti, 1572. 8°. Mit Holzschnitt – Druckermarke auf Titel, Holzschnittschlussvignette und 3 verzierten Holzschnittinitialen. 223 Seiten. Brauner Lederband mit Rückenschildchen, reicher Rückenvergoldung, Steh- und Innenkantenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Van der Linde II, 57; Brunet II, 666. Mit Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Auf Seite (33) ist eine kurze Erwähnung des Schachs. Seltene Sammlung mit der Beschreibung von Gesellschaftsspielen der Renaissance, die in Dialogform bei Sieneser Abendgesellschaften als geistreiche Wortspiele präsentiert wurden und von Bargagli zusammengetragen wurden. Der italienische Dichter und Jurist Girolamo Bargagli (1537 – 1586) war Zivilrichter in Siena, trat 1557 der Academia degl’Intronato in Siena bei. Zustand: Stempel auf Titel verso. Innen gebräunt, wenig fleckig, teilweise stärker und mit einigen Anstreichungen und Notizen von alter Hand. Wenige Seiten falsch paginiert. Einband etwas berieben und bestoßen, am Rücken und den Ecken mit Defekten. Seltene Ausgabe.          180,00

 

749  Baruch, Hirsch. Schach – Tractat. Berlin, Rüdiger, 1747. 8°. Mit 3 Holzschnittvignetten. 16 Seiten (als aufgeschnittene Broschur gebunden). Angebunden: Uflacker, J(ohann) Ch(ristian) B(ernstorf) Ueber den Geist des Schachspiels. Hildesheim, Gerstenberg, 1799. VIII, 142 Seiten (als aufgeschnittene Broschur gebunden). / Wunder. Kurze Darstellung der echten, alten Schachspielregeln zum Behufe sowohl des Erlernens desselben, als auch insbesondere, der Beseitigung kleinlicher, vergnügenstörender Streitigkeiten, beim Spielen. Bayreuth 1813. VIII, 23 (recte 15) Seiten (als aufgeschnittene Broschur gebunden). / Silberschmidt, Hirsch (Hermann). Die neu entdeckten Geheimnisse im Gebiete des Schachspiels, oder Verbesserungen mehrerer Spiele des Selenus, Philidor's, Stamma's, Calabroisen u. s. m.; nebst einer leichten theoretisch - praktischen Anweisung zum Schach und neu verbesserten Kriegesspiel. Braunschweig, Meyer, 1826. 8°. Mit 1 gefalteten Kupfertafel mit 5 Diagrammen. 2 Bll. (inkl. Titel), 192 Seiten, 1 Bl. Druckfehler. Pappband mit handschriftlichem Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Ad I: Vergl. dazu VD18 12941735; Linde – N. 443; van der Linde II, 28: “Nur interessant wegen der grossen Seltenheit. Ein Exemplar findet sich in der Bibliothek zu Weimar, ein zweites aus K. F. Köhler’s antiq. Anzeigeheft 231, Leipzig 1872 Nr. 1103, in meiner Schachbibliothek.“ Seltene Kleinschrift mit 4 Abschnitten: Die Vorrede. Die Conditiones. Das Reglement. Einige Practica des Schach. Zustand: Name  und Bleistiftnotizen auf Vorsatz. Stempel auf Titel. Innen gebräunt und fleckig. Ad II: Linde - N. 596; van der Linde II, 424; Schmid S. 337. Johann Christian Bernstorf Uflacker (gest. 1800) war Pastor in Ohrum. Die vorliegende Ausgabe enthält Kapitel über den Charakter, die Geschichte und die Mechanik (Regeln und Züge der Figuren) des Schachspiels sowie über die Schachspiel - Theorie. Am Ende ist ein praktischer Anhang, der u. a. ein Probespiel von Gustavus Selenus und ein Endspiel von Stamma enthält. Ab Seite 25 ist auch ein kleiner Beitrag über das Dorf Ströbeck. Zustand: Innen gebräunt und etwas fleckig. Ad III: Van der Linde II, 49. Seltene Kleinschrift mit einer Vorrede, Einleitung, in 23 Paragraphen “Das Schachspiel mit seinen Regeln“ und am Ende mit Anmerkungen. Zustand: Paginierung springt. Innen etwas fleckig und gebräunt, Titel stärker. Ad IV: Linde - N. 650; van der Linde II, 3; Kieler Schachkat. 3229. "Silberschmidts Schriften gehören ... zu den vorzüglichsten in der deutschen Schachliteratur." (Schmid) Erste Ausgabe. Der Verfasser (1801 - 1866) war bekannter deutscher Theoretiker seiner Zeit. Bekannt auch das Silberschmidt - Gambit. In der vorliegenden Ausgabe folgt auf den allgemeinen Teil ab S. 163 "Das neu verbesserte Kriegesspiel" und im Anhang ab S. 177 "Die Reise nach Ströbeck". Orig. Umschlag eingebunden. Zustand: Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und etwas knapp beschnitten. Tafel mit Braunflecken und an einer Randseite mit Defekten. Druckfehlerblatt mit Durchstreichung von alter Hand. Einbabnd bestoßen und etwas angestaubt. Rücken mit Etikettrest und Defekten. Seltene Ausgaben in einem Sammelband.          750,00

 

750  Beeby, Thomas. An account of the late chess match between Mr. Howard Staunton and Mr. Lowe. London, Gilpin, 1848. 8°. 28 Seiten. Angebunden in größerem Seitenformat: The Chess Player's Chronicle for 1848 containing upwards of three hundred and fifty games and problems ... Edited by Howard Staunton. Volume IX, 1848. London, Hurst, 1849. 8°. Mit wenigen Diagrammen. Farbiger Jahrgangstitel, Titel in Schwarz, VI, 376 Seiten. Brauner Halblederband mit Rückenschildchen und Kopfgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Ad I: Linde – N. 5018; van der Linde II, 79; Betts 27 – 7: „Pages 3 – 21 deal with the correspondence which attended the result of the match (Staunton give odds of pawn and 2 moves and lost 4 – 1, with 2 draws), in a form of a letter ‘To Mr. Staunton, editor of the ‘Chess Player’s Chronicle’. Also contains 7 games, with notes from Bell’s Life in London.” Die Ausgabe enthält auch einige bissige Bemerkungen über Staunton. Im Wettkampf Staunton – Lowe wurden 7 Partien gespielt, nach Vorgabe von Bauer und zwei Zügen gewann Staunton eine, verlor 4 und 2 Partien endeten remis. Der britische Schachmeister und Schachjournalist Howard Staunton (1810 – 1874) galt zwischen 1843 und 1851 als stärkster Spieler der Welt. Der englische Schachspieler Edward Löwe (auch Lowe, 1794 - 1880) nahm 1851 am ersten internationalen Schachturnier teil und gründete das Imperial – Hotel am Strand in London. Hier logierten viele ausländische Schachmeister u. a. auch Morphy. Zustand: Innen etwas gebräunt und am Rand fleckig. Ad II: Linde - N. 6123; van der Linde II, 120; Betts 7 - 1. Die Zeitschrift erschien von in der Zeitspanne von 1841 bis 1902, zu Beginn monatlich, ab dem 5. Jg. 1881 wöchentlich. Enthalten sind Berichte über Endspiele, Partien, Turniere, Eröffnungen, Probleme und kurze Artikeln zu verschiedenen Themen des Schachs. Der Zeitschrift war so eingerichtet, dass sie für alle Klassen von Schachspieler interessant ist. Zustand: Innen gebräunt und vereinzelt fleckig, Vorsätze stärker, letzte Seiten randig. Wenige Seiten kürzer beschnitten. Einband gering bestoßen. Rücken etwas ausgeblichen. Nicht einzeln kollationiert.          180,00

 

751  (Beyer), A. Neue Theorie der Schachspielkunst in Vergleichung gestellt mit der Theorie der Gefechtslehre. Königsberg, Unzer, 1827. 8°. Mit 1 Diagramm im Text. XVI, 135 Seiten, 1 Bl. Verbesserungen. Neuer Halbpergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 651; van der Linde II, 33; Schmid S. 330. Seltene Ausgabe mit einer vergleichenden Darstellung der Theorie der Schachspielkunst mit der Theorie der Gefechtslehre, bei der auch Beispiele aus der Kriegsgeschichte enthalten sind. Am Ende ist ein Anhang mit einer Sammlung von interessanten Spielen. Zustand: Vorsätze neu. Innen etwas gebräunt und fleckig, wenige Seiten randig. Einband etwas angestaubt.          120,00

 

752  Boulenger, Jules César. De Lvdis Privatis, Ac domesticis veterum Liber Vnicvs. Ad Illustrissimum Puerum, Ivstvm Lvdovicvm à Turnone, Comitem Rossilionæum, Illustriss. Herois Henrici à Turnone filium. Lyon, Prost, 1627. 8°. Mit Holzschnitt – Druckermarke auf Titel. 4 Bll., 80 Seiten, 3 Bll. Index, 1 Bl. weiß. Geheftet mit illustriertem Umschlag. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Jöcher I, 1474 f. Seltene Ausgabe, die in 61 Kapiteln verschiedene Spiele beschreibt. In Kapitel 60 (S. 68 – 75): “De Ludo Calculorom“, was mit “latrunculi“ gelichgestellt wird. Auf Seite 9 in Kapitel 1 enthält eine Diskussion über über den Erfinder des ludus calculorum. In Kapitel 58 auf S. 49 wird Schach als “Potuit fuisse ludus hic calculorum qui dicitur Scakia (sic)“ genannt. Der französische Historiker und Schriftsteller Jules César Boulenger (1558 – 1628) war Doktor der Theologie und Gelehrter des Jesuitenordens. Zustand: Innen fleckig und stärker gebräunt, teilweise stark. Wenige Seiten mit Defekten oder Notizen von alter Hand. Umschlag etwas berieben und ausgeblichen.          50,00

 

753  Brack, Wenceslaus. Vocabularius rerum. Straßburg, Martin Flach, 1512. 8°. Mit 1 (leicht kolorierten) Holzschnitt – Druckermarke auf Titel. 2 unn. Bll. Titel und Inhaltsverzeichnis, LIIII num. Bll. Neuer brauner Pappband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD16 B 6886. Auf Bl. XXXIX mit einem Abschnitt über das Spiel mit dem Titel “De Ludis“ und darin eine Notiz zum Schach beginnend mit “Scacus / schachzabelbret …“ Der Humanist und Arzt Wenzeslaus Brack (gest. 1495) war Leibarzt von Kaiser Friedrich III. Sein wichtigstes Werk ist das nach Sachthemen geordnete lateinisch - deutsches Wörterbuch mit dem Titel “Vocabularius rerum“, das 1483 erstmals erschien. Inner halb weniger Jahre erfolgten mehrere Auflagen und es wurde eines der populärsten Bücher dieser Gattung am Ende des 15. Jahrhunderts. Die Bedeutung dieses Werkes liegt in seiner Funktion als wichtige Quelle für den deutschsprachigen Wortschatz des späten Mittelalters. Zustand: Vorsätze neu. Buchblock unbeschnitten. Druckermarke mit Fehlstelle. Innen gebräunt, randig, etwas fleckig, mit einigen Notizen von alter Hand und Wurmspuren. Wenige Seiten mit (teils reparierten) Defekten. Seltene Ausgabe.          300,00

 

754  Braune. White, Alain Campbell. Robert Braune, apôtre de la Symétrie. Etude. Paris, La Stratégie, 1913. 8°. Mit 1 Porträt und vielen Diagrammen. 40 Seiten. Grüner Leinenband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Vorderdeckel und Rücken. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 2627. A. C. Whites "Christmas series" Vol. XVIII. Ohne gedruckten Weihnachtsgruß. Originalausgabe dieses seltensten Werkes aus der "Christmas Series", da der größte Teil der Auflage bei einem Schiffunglück vernichtet wurde. Die Ausgabe enthält Probleme von Robert Braune. Aus dem Inhalt: Introduction - Problèmes sans symétrie. La Symétrie latérale. La Symétrie diagonale. La Symétrie irrégulière. Originaler Umschlag eingebunden. Zustand: Innen gebräunt, an den Rändern stärker. Die orig. Umschlag ist teilweise ausgeblichen. Sehr seltene Originalausgabe.          300,00

 

755  Bry, Johann Theodor de. Proscenium vitae humanae sive Emblematum Secularium, Iucundissima, & artificiosissima varietate Vitae Humanae & seculi huius depravati mores, ac studia peruersissima : Versibus Latinis, Germanicis, Gallicis & Belgicis ita adumbrantium: Et Latinis Versibus, explicatorum, decades septem ... Fragment einer lateinischen Ausgabe. Frankfurt am Main, Fitzer, 1627. 8°. Mit gestochener Titelbordüre, 65 (statt 72) Emblemkupfer und 18 (statt 28) Wappenkupfer auf 72 (statt 80) num. Bll., 18 (statt 28) Bll. Neuer brauner Halblederband mit Rückenschildchen und goldverziertem Rücken. Dreikantgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD17 23:671084E; Brunet I, 1310. Dritte Ausgabe dieses Werkes, dessen schöne Emblemkupfer von Johann Theodor de Bry (1561 – 1623) einen Einblick in die Sittengeschichte des 16. Jahrhunderts geben. Es folgen 18 Wappenkupfer mit leeren Schilden für eventuelle Stammbucheintragungen, teilweise mit Darstellungen aus dem Ritter- und Volksleben. Johann Theodor de Bry (1561 – 1623) war Verleger, Kupferstecher und Zeichner in Frankfurt am Main und später in Oppenheim. De Bry hatte 1616 Matthäus Merian in seinen Betrieb aufgenommen und wurde ein Jahr später dessen Schwiegervater. Eine Kupfertafel (Bl. 16) zeigt in der Darstellung auch ein Schachbrett, eine weitere Tafel (Bl. 75) auch ein Trictracbrett. Zustand: Fragment einer lateinischen Ausgabe, einige Blätter und Kupfer fehlen. Vorsätze erneuert. Titel mit weißem Papier dubliert. Innen gebräunt und teilweise fleckig. Wenige Blätter mit Defekten, die teilweise repariert wurden. Wenige Blätter mit privaten Farbstiftzeichnungen, teilweise mit Farbabklatsch auf dem nächsten Blatt. Paginierung teilweise fehlerhaft. Seltene Ausgabe die vom interessierten Sammler besichtigt werden sollte.          450,00

 

756  Castiglione, Baldessar. Il Cortegiano. Nuovamente stampato, et con somma diligentia reuisto, con la sua tauola di nuouo aggionta. Venedig, Gabriel Gioloto de Ferrari, 1541. 8°. Mit 1 Holzschnittdruckermarke auf Titel und 1 Holzschnittdruckermarke auf der letzten unn. Seite. 10 (statt 11) Bll., 2 Bll. weiß (nach dem Index), CXCV Bll. (Es fehlt ein Titelblatt nach den weißen Blättern). Späterer hellbrauner Lederband mit Rückenschildchen und reicher Goldverzierung auf Rücken, Goldfileten auf den Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung. Dreikantgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu van der Linde II, 293.. Baldessar Castiglione war Dipolmat und Schriftsteller. Das von ihm verfasste „Il Libro del Cortegiano“ (Das Buch vom Hofmann) ist eines der bedeutendsten Werke der italienischen Renaissanceliteratur beschreibt fiktiven Gesprächen berühmter Persönlichkeiten am Hof jener Zeit den perfekten Hofmann mit seiner ritterlichen Tugend und humanistischen Bildung. Die ersten beiden Bücher zeichnen das klassische Bild des „Renaissance - Mannes“ als meisterlichen Rhetoriker und Redner, einer vorsichtigen und besonnenen, aber auch angenehmen und amüsanten Person. Das dritte und vierte Buch widmen sich der idealen „Renaissance-Frau“ bzw. der Schnittstelle von Politik und Philosophie, vor allem der Liebe selbst. Das dritte und vierte Buch beschreibt die ideale „Renaissance - Frau“ und an die Schnittstelle von Politik und Philosophie, vor allem die Liebe selbst. Das Ziel des Höflings war es, ohne sichtbare Anstrengung die Zustimmung eines Publikums zu erlangen. Hinweise zum Schach finden sich an zwei Stellen mit einem Gespräch über Schach und über einen Affen, der Schach spielt. Die Druckermarke zeigt einen Phönix, der mit ausgebreiteten Flügeln aus den Flammen steigt. Zustand: Etikett auf Vorsatz. Es fehlt ein Titelblatt nach den weißen Blättern. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Einbände wenig bestoßen. Seltene Ausgabe im dekorativen Einband.          120,00

 

757  (Champblanc, Franz Dominik) Das Kriegsspiel, oder das Schachspiel im Großen. Nach einer einfachen und leicht faßlichen Methode dargestellt. Wien, Müller, (1824). 8°. Mit 5 kolorierten gefalteten Kupfertafeln. IV, 35 Seiten. Pappband der Zeit. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Holzmann – B. II, 12532; Linde – N. 4840; Schmid S. 141; van der Linde II, 368: “Das Vorwort ist unterschrieben Franz Dominik Champblanc, das Buch erschien 1824. Spielbrett mit 460 Felder und 158 Figuren.“ Das Kriegsspiel, das sich aus dem Schachspiel entwickelt hatte, war als Kriegssimulation für die Ausbildung des Militärnachwuchses konzipiert. Ziel des Spieles ist die Zerstörung der Festung, Erstürmung derselben und Gefangennahme des Königs. Das aus 460 Würfeln bestehende Spielbrett zeigt verschiedene Geländeformen. Die gegenerischen Parteien müssen nun eine langfristige Strategie entwickeln, um den Gegner strategisch und taktisch aus zu lavieren. Die Tafeln zeigen unterschiedliche Spielzüge auf einem Spielbrett, um mehrere Regeln ersichtlich zu machen.Zustand: Innen etwas gebräunt und fleckig. Eine Tafel mit Defekt. Einband angestaubt und bestoßen. Rücken mit Defekt.          120,00

 

758  The Chess Monthly. An American Chess Serial. Edited by Paul Morphy and Daniel Willard Fiske. 5 Bände. New York, Miller und London, Trübner, 1857 - 1861. 8°. Mit 1 Frontispiz (Porträt von Morphy) im Jg. 1859 und einigen Diagrammen. Braune Halblederbände mit goldverziertem Rücken und goldgeprägtem Rückentitel. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Exemplar aus der Bibliothek von Johann Jacob Löwenthal, mit seinem eigenhändig geschriebenen Namenszug “J. Löwenthal“ auf Titel des 1. Bandes. Zwei Bände mit Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Linde - N. 6389; van der Linde II, 133; Betts 7 - 5. Vorhanden sind: Volume I, 1857 - Volume IV, 1860, jeweils Januar - Dezember und Januar - Mai 1861. Mit Titel und Register. Die zuerst von Fiske von 1857 bis 1861 herausgegebene Zeitschrift "The Chess Monthly" war vielleicht eine der besten in englischer Sprache erschienene Schachzeitschrift in jener Zeit. Auch heute noch ist sie eine sehr interessante Quelle für die Schachgeschichte und -literatur. Der britische Schachmeister ungarischer Abstammung Johann Jacob Löwenthal (1810 - 1876) war einer der besten Schachspieler des 19. Jahrhunderts. Er gewann die Turniere in Manchester 1857, Birmingham 1858 und verlor einen Wettkampf mit dem von ihm bewunderten Morphy im selben Jahr. Löwenthal war Redakteur mehrerer Schachzeitungen, Sekretär des St. John Schachklubs in London und entwickelte das Demonstrationsbrett. 1856 führte er ein erstes internationales Kompositionsturnier durch, das er als Redakteur der Wochenzeitschrift "The Era" initiierte. Angebunden im Jg. 1858: Bulletin of the American Chess Association, Number I, Jan. - June 1858. Mit 3 Diagr., 8 Seiten. Zustand: Jeweils privater Stempel auf Vorsatz. Innen gebräunt, teilweise stärker; wenig fleckig, teils stärker und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Wenige Seiten in etwas schwächerem Abdruck oder mit Defekten. Durch den Postversand teilweise mit senkrechter Knickspur. Einband wenig bestoßen. Rücken etwas beschabt. Nicht einzeln kollationiert. Seltene und schön gebundene Ausgabe.          450,00

 

759  (Colombo, Michele = Übersetzer) Il Giuoco degli Scacchi. Renduto facile a'principianti trattatello. Tradotto dall'Inglese con annotazioni ed aggiunte. Parma, Paganino, 1821. 8°. Mit Kupferstichfrontispiz (Schachbrett mit 6 Spielfiguren). 5 Blätter (Titel + Vorwort), V, 130 Seiten, 1 Bl. Inhalt. Aufgeschnittene Broschur im lithographierten Umschlag. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 581; Schmid S. 142; Chicco / Sanvito, Lineamenti ... Nr. 235 mit dem Hinweis, dass der Name des Übersetzers in der Ausgabe von Silvestri 1924 angeführt wird. Eigentlich ist es eine Übersetzung aus der englischen Ausgabe "Chess made easy" von Franklin, London, Symonds, 1797. Zustand: Innen papierbedingt gering gebräunt. Umschlag angestaubt und wenig bestoßen. Seltene Ausgabe.          150,00

 

760  Covarrubias, Pedro de. Institutione de' givocatori, nella quale s'insegna a giuocare senza offesa di Dio, &si reprobano i cattiui giuochi. Et in particolare si ragiona del giuoco de gli scacchi,& della palla. Composta in lingua Spagnuola … et nuovamente tradotta dal S. Alfonso di Vlloa. Venedig, Valgrisi, 1562. 8°. 8 Bll., 195 Seiten, 1 Bl. mit Holzschnittdruckermarke. Dunkelgrüner Halblederband des 19. Jahrhunderts mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Innendeckel: "No ... 1884 Lasa" und seiner eigenhändigen Notiz auf Vorsatz: “Schach pag 15.“ Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde – N. 4124; van der Linde II, 419. Auf den Seiten 15 – 21 mit einem Beitrag zum Schach: “Del giuoco degli Scacchi“. Der Dominikaner Pedro de Covarrubias (1470 - 1530) war Prior des Klosters San Pablo in Burgos, Schriftsteller und galt als exczellenter Redner. Besonders bekannt ist seine erfolgreiche Abhandlung gegen das Glücksspiel; die ins Lateinische und Italienische übersetzt wurde. Zustand: Titel mit Randdefekten. Innen gebräunt, teilweise stärker und wenig fleckig. Einband berieben und bestoßen.          150,00

 

761  Cozio, Carlo. Il giuoco degli scacchi, o sia nuova idea d'attacchi, difese, e partiti del Giuoco degli Scacchi. Opera divisa in quattro libri ... Coll'aggiunta in sine d'altre difese scritte dal medesimo Autore dopo la composizione del Libro ... 2 Bände. Turin, Stamperia Reale, 1766. 8°. 4 Bll. (inkl. Titel), 357 Seiten, 2 Bll.; 382 Seiten, 2 Bll. Neue braune Halblederbände mit Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückentitel. Kopfgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 525; van der Linde I, 412 f.; Chicco / Sanvito, Lineamenti ..., 255; Chicco / Porreca S. 164; Schmid S. 152 f. "Der Autor hat ... vom Anfange bis zum Ende seines Werkes nur praktische Spiele ohne Anmerkungen aufführt. Besonders weitläufig behandelt Cozio das Gambit des Königs, in welches er alle Spiele dieser Art aus dem Calabresen aufgenommen hat; aber daneben hat er auch manche eigenthümliche Neuerung, die sich sonst nirgends befindet, mitgetheilt. Cozio ist dem Greco auch darin gefolgt, daß er ... nur die beschränkte Rochade anwendet ... Die Zahl der von ihm ausgeführten Endspiel übersteigt 200 ... Uebrigens ist Vieles in dem Werk sehr zu loben, und es finden sich, namentlich in den Eröffnungen, einige höchst wichtige Züge, welche aber gewöhnlich zu sehr unwichtigen Spielen führen ..." (vergl. Bilguer bei Schmid zitiert) So hält sich Lob und Kritik in der Literatur die Waage. Der italienische Graf Carlo Cozio (um 1715 - um 1780) war auch als Schachschriftsteller und -spieler tätig. Seltene Ausgabe, da bei einem Brand in der Stamperia Reale viele Exemplare vernichtet wurden. Zustand: Es fehlt die insgesamt 4 Blatt weiß zu Beginn und Ende jeden Bandes. Vorsätze erneuert. Innen gebräunt, teilweise stärker und vereinzelt fleckig. Buchblock an zwei Seiten unbeschnitten. Einbände bestoßen, etwas angestaubt, teilweise ausgeblichen und mit Defekten im Papierbezug. Seltene Ausgabe.          600,00

 

762  Damespiel. (Rica y Fergel, Pablo Cecina.) Medula eutropelica calculatoria, que enseña a jugar a las damas con espada, y broquel. Dividida en tres tratados: En el primero se ponen las salidas mas firmes, asssi de mano ... En el segundo, otras defendidas por un lado, por no ser igualmente firmes por ambos; En el tercero se ponen cinquenta y cinco lances sueltos, moy provechosos para rematat con acierco los juegos. Sacala a Luz un jugador incognito. Corregida, y aumendata en esta ultima impression. Madrid, Francisco Xavier Garcia, 1759. 8°. Mit 1 Diagramm, 1 Holzschnittvignette im Text und wenigen Holzschnitt - Schlussvignetten. 8 Bll. (inkl. Titel), 184 Seiten. Neuer Halbpergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4881; van der Linde II, 402. Seltene Darstellung zum Damespiel, dessen erste Ausgabe 1718 erschienen ist. Zustand: Etikett auf Innendeckel. Vorsätze erneuert. Name auf Vortitel. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Stempel auf letztem Vorsatz und Buchschnitt. Einband angestaubt, etwas bestoßen und mit handschriftlicher Nummer.          150,00

 

763  Damiano de Odemira. Libro da imparare giocare a Scachi: Et de belitissimi Partiti: Reuisti, & Recorretti. Con summa diligetia emedati, da molti famosissimi Giocatori. In lingua Spagnola, & Taliana. Nouamente Stampato. 4. (erste undatierte) Ausgabe. Ohne Ort (1524). 12°. Mit vielen Holzschnittdiagrammen im Text. 64 unnum. Bll. Brauner Lederband mit Rückenschildchen, Goldfileten auf den Deckeln, und Innenkantenvergoldung. Dreikantgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu Linde - N. 350; van der Linde I, 341; Schmid S. 154 ff. Der portugiesische Meister und Autor Damiano (um 1480 - um 1544) wurde in Odemira in Portugal geboren und war von Beruf Apotheker. Sein bedeutendes Schachlehrbuch erschien erstmals 1512 und behandelte die zu jener Zeit veränderten Regeln, Partieanfänge und gibt Ratschläge für das Positionsspiel. Damianos Werk ist besonders wegen der Sammlung von Schachkompositionen geschätzt, bei denen er u. a. das 'erstickte Matt' und das Matt mit doppeltem Turmopfer schuf. Im ersten Kapitel wird jede Schachfigur und die allgemeinen Regeln erklärt. Das zweite Kapitel gibt Andeutungen zu dem Spiel selbst und umfasst drei Spiele. In weiteren Kapiteln werden das Gambit der Königin und Vorgabespiele behandelt und Probleme und Studien skizziert. Damiano war auch der erste, der die Regel für die Anordnung des Bretts festlegte, dass das Feld h1 weiß ist. Zustand: Vorsätze erneuert. Titelblatt restauriert [wahrscheinlich gereinigt, Stockflecken entfernt]. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und mit einigen Bleistiftnotizen. Die Bll. CIIII – DIIII mit größerem Braunfleck. Wenige Blätter mit Defekten oder in etwas schwächerem Abdruck. Einband etwas bestoßen. Rücken unter Verwendung alten Materials erneuert. Seltene Ausgabe.          900,00

 

764  Damiano de Odemira. Libro da imparare a giocar à Scachi, con bellissimi Partiti, & molte Suttilità. Revisto, et Corretto, con summa diligentia, da molti famosissimi Giocatori. In lingua Spagnola, & Taliana, nuouamente Stampato. 8. Ausgabe. Venedig, Steffano Zazzara, 1564. 12°. Mit 1 Holzschnittarabeske auf Titel und vielen Holzschnittdiagrammen im Text. 62 num. Bll. (inkl. Titel). Brauner Halblederband mit neuem Rücken. Dreikantgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu Linde - N. 353 (7. Ausgabe); van der Linde I, 342; Schmid S. 154 ff. Mit  Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Der portugiesische Meister und Autor Damiano (um 1480 - um 1544) wurde in Odemira in Portugal geboren und war von Beruf Apotheker. Sein bedeutendes Schachlehrbuch erschien erstmals 1512 und behandelte die zu jener Zeit veränderten Regeln, Partieanfänge und gibt Ratschläge für das Positionsspiel. Damianos Werk ist besonders wegen der Sammlung von Schachkompositionen geschätzt, bei denen er u. a. das 'erstickte Matt' und das Matt mit doppeltem Turmopfer schuf. Im ersten Kapitel wird jede Schachfigur und die allgemeinen Regeln erklärt. Das zweite Kapitel gibt Andeutungen zu dem Spiel selbst und umfasst drei Spiele. In weiteren Kapiteln werden das Gambit der Königin und Vorgabespiele behandelt und Probleme und Studien skizziert. Damiano war auch der erste, der die Regel für die Anordnung des Bretts festlegte, dass das Feld h1 weiß ist. Zustand: Handschriftlicher Name auf Titel. Innen gebräunt, wenig fleckig, oben knapp beschnitten, teilweise randig und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Einband teilweise angestaubt und gering bestoßen. Teile des alten Rückenmaterials wurden aufgeklebt. Seltene Ausgabe.          3000,00

 

765  Deppen, Otto v. (d.i. Carl Friedrich Heinrich Strass) Schach - Politik, oder Grundzüge zu der Kunst seinen Gegner im Schach bald zu besiegen. Nebst einem Anhange über die Literatur, die Geschichte und Grundgesetze des Schachspiels … Leipzig, Lauffer, (1826). 8°. Mit 1 Frontispiz (mit Schachbrettdarstellung) und 1 Kupfertafel. VI, 78 Seiten. Brauner Halblederband. (Als Broschur gebunden) (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Holzmann - Boh. Pseudonyme S. 63; Linde - N. 649; Kieler Schachkatalog 3291; van der Linde II, 32. Mit Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Der Verfasser (1803 - 1864) war Jurist und Mitglied des Oberlandesgericht von Westpreußén und später von Frankfurt / Oder. Seltene Kleinschrift, die in kurzen Kapiteln u. a. Anzugarten, Manöver mit dem Königsbauern, schwächste Punkte und einige Angriffsarten, Rochade, Wert der Steine, absichtliches Aufopfern, Tauschen, Hinterhalten und Pattsetzen beschreibt. Zustand: Innen gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Stempel auf letztem Vorsatz und Buchschnitt. Einband etwas bestoßen und mit handschriftlicher Nummer. Rücken etwas beschabt.          120,00

 

766  Deutliche Anweisung vom Schach - Spiel / Daraus man selbst alle Vortheile und Hand – Griffe ohne Anführung erlernen, mit sich selbst spielen, und sich perfectioniren kan. Ohne Ort 1740. 8°. Mit 1 Titelvignette (Diagramm) und 1 Holzschnittvignette im Text. 96 Seiten. Brauner Halblederband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 442; van der Linde II, 28; van der Linde (Jartausend) 186; Schmid S. 113: „Ein seltenes, besonders dem Anfänger nützliches Werk.“ Das Werk beginnt in den Eingangskapiteln mit der Darstellung von Ordnung und Stand der Steine, vom Lauf der Steine, vom Schlagen und Schachbieten, vom Rochieren und vom Rang der Steine. Danach folgt eine Darstellung über das Schachspiel selbst mit der Beschreibung verschiedener durch Exempel erläuterte General- und Special – Regeln. Im letzten größeren Abschnitt werden 6 protokollierte Partien mit beigefügten Erläuterungen dargestellt. Am Ende folgt ein kleiner Beitrag mit moralischen Reflexionen über das Schachspiel. Zustand: Innendeckel mit handschriftlichen Notizen. Vorsätze erneuert. Name auf Vorsatz und Titel. Innen stärker gebräunt, vereinzelt fleckig und im weißen Rand mit kleinem Defekt. Einband etwas angestaubt und stärker bestoßen. Rücken stark beschabt. Sehr seltene Ausgabe.          600,00

 

767  Düben, C. G. F. von. (d.i. C. G. Flittner) Talisman des Glücks oder der Selbstlehrer für alle Karten- Schach- Billard- Ball und Kegel-Spiele. Berlin, Societäts – Buchhandlung, 1816. 8°. Mit 1 gestochenen Frontispiz (3 Spielszenen: Kartenspiel, Billard und Schach), 1 gest. Titelvignette, 1 Kupfertafel (Pharaoszene), 12 Tafeln zu einem Kartenspiel im Holzschnitt von F. W. Gubitz und 2 Textholzschnitten (Diagramm und Ballspielplan). Pappband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 3557; vergl. dazu van der Linde II, 69 (mit abweichender Kollation). C. G. F. von Düben ist das Pseudonym von Christian Gottfried Flittner (geb. 1770 in Düben - 1828 in Berlin). Er war als Arzt und Apotheker in Berlin und als Schriftsteller tätig. Neuausgabe des 1810 erschienenen Spielalmanachs, die unter diesem Titel als erste Ausgabe erschien. Enthalten sind Beschreibungen verschiedener Spiele: 8 Bll., XX, 1 Bl. Vorrede und Inhalt. / I. L’Hombre, Quadrille und Cinquillespiels. 143 Seiten. / II. Whistspiel. S. 3 - 32. / III. – V. Boston-, Casino-, Imperialspiel. S. 3 – 56. / VI. - VIII. Tarok,- Piquet-, Trisettspiel. S. 3 – 72. / IX. – XII. Commerce-, Alliance-, Pharaospiel (Mit 1 Tafel), Trictracspiel (Mit 12 Tafeln). S. 3 – 87. / XIII. Das Schachspiel. Mit 1 Diagramm. 47 Seiten. / XIV. – XVI. Billard-, Kegel- Ballspiel. S. 3 – 94. Zustand: Privater Stempel auf Innendeckel. Innen gebräunt, teilweise stärker und vereinzelt fleckig. Tafeln unten kürzer beschnitten. Einband angestaubt und stark bestoßen. Rücken mit Defekten.          120,00

 

768  (Flammhorst, N. N.) Eine Trias neuer Erfindungen im Gebiete der Kriegskunst (Aus Flammhorst’s Imperatorik). Nürnberg, Stein, 1833. 4°. Mit 1 gefalteten Tafel. 48 Seiten. Angebunden: (Flammhorst, N. N.) Grundzüge einer Variation über das Schachspiel im Geiste der europäischen Kriegsführung (Aus Flammhorst’s Imperatorik). Nürnberg, Stein, 1833. 4°. 80 S. Broschiert im lithographierten Umschlag. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Ad I: Van der Linde II, 370; Schmid S. 335. Aus dem Inhalt: Definition der Kriegswissenschaft. Cyklus von Variationen über das Schachspiel. Ein Kriegswagen durch eine Dampfmaschine getrieben. Grundzüge einer neuen Befestigungsmanier. Grundstellungen zur Gefechtslehre eines Reitercorps von fünf Brigaden. Organisation einer Armee von 250000 Mann. Ad II: Van der Linde II, 370; Schmid S. 173. Aus dem Inhalt: Vorerinnerungen und Ideen vom Schachspiel überhaupt. Grundzüge einer neuen Spielweise desselben, im Geiste der europäischen Kriegsführung. Von den Figuren im Allgemeinen. Von den einzelnen Figuren (von dem König, Feldherren, Marschallen, Partisanen etc.). Von den vorzüglichsten Momenten des Spiels (von dem Schachbiethen, von dem Rochiren etc.). Von den Katastrophen des Spiels (von dem Patt, von dem Matt). Besondere Merkmale und allgemeine Grundsätze dieser neuen Spielweise. Interessante Darstellung zu einer Abart des Schachspiels. Zustand: Stempel auf Titel. Innen gebräunt und fleckig, teilweise stärker und mit senkrechter Knickspur. Wenige Seiten mit Defekten. Umschlag fleckig und stärker angestaubt. Rücken defekt. Seltene Ausgabe.          300,00

 

769  (Flammhorst, N. N.) Die Wesenheit des indischen Schachspiels und die diesem Urspiel zunächst verwandte Spielweise. Eine Variation über das alte Schachspiel. Nürnberg 1843. 4°. 20 Seiten, 1 Seite Text auf der Innenseite des Rückumschlages. Brauner Halbleinenband mit eingebundenem originalen Umschlag (LS)

Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. VLinde – N. 4736; an der Linde II, 370. Mit Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorderumschlag.Seltene Darstellung, der ausgewählte Aspekte aus der Schachgeschichte beschreibt, am Ende mit Kapitel über Rösselsprung und 8 Spiele Stammas enthät.Zustand: Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Orig. Umschlag angestaubt und mit Etikett. Einband etwas bestoßen und mit Etikett.          150,00

 

770  Friderici, Johannes. Jesus fortunet! Historia Johannis Friderici I. electoris Saxoniae pii magnanimi constantis inclyti quam in Academia Johan - Fridericiana praeside Caspare Sagittario ... Halle, Christoph A. Zeitler, 1715. 8°. Mit 1 Holzschnitt - Frontispiz, 3 Holzschnitt - Münzabbildungen im Text und 1 Initiale. 62 Seiten. Neuer Halbpergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. van der Linde I, 45. Das Frontispiz zeigt den Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen, während ihm 1547 beim Schachspiel sein "allerdings kaum ernstlich gemeintes Todesurteil" verlesen wird. Dennoch spielt er mit dem Herzog von Braunschweig die Partie weiter. Im Text wird auf Seite 40 auf die Schachspielszene Bezug genommen. Kurfürst Johann Friedrich I. der Großmütige (1503 - 1554) stand an der Spitze der Protestanten und wurde 1547 von kaiserlichen Truppen gefangen genommen. Das Todesurteil wurde nach Fürbitte einflussreicher Fürsten in eine Gefängnisstrafe umgewandelt, aus der er nach 5 Jahren freikam. Er verlor die Kurwürde und einen Großteil seiner Länder. Der aus Plauen stammende Johannes Friderici (1654 - 1726) war Pastor und Superintendent in Frauenprießnitz bei Jena. Caspar Segittarius (1643 - 1694) war Professor, Historiker und Jurist. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen stärker gebräunt und mit zusätzlicher Seitennummerierung von alter Hand.          150,00

 

771  (Garon, L.) Exilium melancholiae, Das ist Unlust – Vertreiber: Oder Zwey Tausendt Lehrreiche / scharffsinnige / kluge Sprüche … lustige Historien / Exempel und Thaten … Auß Ludovici Caron Frantzösischem tractat Le Chasse – Ennuy … übergesetzet [von Chr. Lehmann]. Straßburg, Zetzners Erben, 1643. 8°. Mit 1 Titelvignette. 4 Bll., 563 Seiten, 21 Bll. Register. Marmorierter Pappband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Faber du Faur 61; Goedeke III, 265, 6;  Hayn – Gotendorf I, 549 f. Erste Ausgabe. „Reichhaltige Anekdotensammlung. Enth. u. A.: über Frawenlist, Fresser, Geizhälse, Gelehrte, Kinderzucht … Räuber, Studenten … Träumer … viele ergötzliche Geschichten.“ (Hayn – G.) Die Ausgabe ist nach Sachwörtern, meist mit humorischem Inhalt, alphabetisch geordnet ist. Auf S. 382 ist ein kurzer Beitrag über das „Schachspiel. Zustand: Buchblock gelockert. Innen stark gebräunt und fleckig, mit wenigen handschriftlichen Notizen. Einige Seiten mit Defekten oder oben knapp beschnitten (teilweise mit Buchstabenverlust). S. 227 - 232 verheftet. Einband bestoßen, stark angestaubt. Rücken mit Defekten. Schließbänder fehlen.          150,00

 

772  Gentner, Johannes (gen. Adler /  Aquila, Johannes). Opusculum enchiridion appellatum Ioannis Aquilae ferme de omni ludorum genere. Amatorem ludi litterarum studiosum hexasticho alloquitur Io. Hutichius. Oppenheim, Jakob Köbel, 1516. 8°. Mit 1 ganzseitigen Holzschnitt. 6 unn. Bll., XXXIIII num. Bll. Späterer Halbleinenband. (LS)

* Mit eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Innendeckel: "No ... 1884 Lasa" sowie Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD16 G 1310 Exemplar BNHCat A 469; van der Linde II, 418 f. Johannes Adler (1474 - 1518) mit dem Geburtsnamen Gent(h)ner, mit seinen latinisierten Namensformen: Aquila, Halietus, Doleatoris, war Hochschullehrer und zweimaliger Rektor der Universität Tübingen. Adler war als Professor an der Artisten- und juristischen Fakultät der Universität tätig. Die vorliegende Ausgabe ist ein kleines Handbuch über die Gattungen der Spiele und die rechtliche Zulässigkeit aller Arten von Spielen. "Bl. 3a findet sich eine Regel über das Schachspiel und auf Bl. 14 werden kurz die früheren Gründe zusammengestellt, ob die Geistlichen Schach spielen dürfen oder nicht." (van der Linde) Das Hauptwerk des Autors ist eine 1516 in Latein erschienene Abhandlung zur Geldtheorie über Macht und Nutzen des Geldes unter einem juristischen und praxisbezogenen Blickwinkel. Der prachtvolle Holzschnitt zeigt eine Wappendarstellung. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen gebräunt und wenig fleckig, oben etwas knapp beschnitten. Einband etwas bestoßen. Gesuchte und seltene Ausgabe.          600,00

 

773  Glaser, Philipp Friedrich. Regularum Ac Sententiarum Flores, E’ Divinarum literarum & Utriusque, tam Civilis, quam Canonici Iuris Viridario, sparsim collecti, inque ordinem Alphabeticum, pro Tyronibus Legum digesti … Accesserunt, in calce Libelli, aliquot paradoxa Iuris. Straßburg, Welper, 1629. 12°. 66 Bll. (inkl. Titel). Neuer brauner Halbleinenband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD17 1:013005M. Ein kleinen Notiz zum Schach ist auf Blatt B 12: “Ludis & spectaculis … Ludus vero Scacorum (Schachspiel) est permissus …“ Philipp Friedrich Glaser (1617 – 1632) war Jurist. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen gebräunt, wenige Bll. mit kleinen Defekten. 2 Bll. in schwächerem Abdruck (teilweise mit Textverlust).          50,00

 

774  Graw, Friedrich von. Abhandlung über die Natur und Grundsätze des Schachspiels. Wien, k.k. Taubstummeninstitut, 1787. 8°. Mit 1 Titelvignette und 4 Holzschnittvignetten im Text. 62 Seiten, 1 Bl. Marmorierter Pappband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 546; van der Linde II, 424; Schmid S. 184. Dieses 1787 in Wien herausgebene Buch ist das erste selbständige österreichische Werk zum Schachspiel. Nach einer Vorrede folgt ein Kapitel mit der Darlegung der Grundlagen und Vorkenntnisse des Schachspiels. Danach folgt ein Abriss der Schachspieltheorie in zwei Hauptteilen „Nach welchen Grundsätzen sind Entwürfe zu fassen – ein Werk der Taktik“ und „Wie sind selbe auszuführen – ein Werk der Mathematik.“ Das nächste Kapitel beschreibt die „Anwendung der Grundsätze“ und am Schluss sind drei Spiele. Zustand: Ohne Vorsätze gebunden. Handschriftliche Notizen auf Innendeckel.  Innen gebräunt, wenig fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband an Ecken und Kanten bestoßen. Seltene Ausgabe.          750,00

 

775  Greco, Gioachino. Le iev des eschets, Traduit de l'Italien de ... Paris, Pepingue, 1669. 12°. Mit Titelvignette, wenigen Textvignetten und gestalteten Initialen. 12 Bll. (inkl. Titel), 343 Seiten, 1 Bl. Brauner Lederband mit (verblasstem) goldverziertem Rücken. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 399; van der Linde I, 362f. Erste französische Ausgabe des berühmten Schachwerkes. Zugleich ist dies die erste vollständige Ausgabe, da 1656 nur eine gekürzte englische Ausgabe erschienen ist. "Das königliche Privilegium "de faire imprimer, vendre ... " ist den 19. September 1668 auf zehn Jahre einem J.R.C.O.D.G. verliehen, der seine Rechte am 24. October 1669 an Nicolas Pepingué abtrat." Die Ausgabe enthält im 1. Buch "De jouer aux eschets" ausführlich dokumentierte Spiele und im 2. Buch "diverses manières de jouer le Gambit". Greco war der stärkste Schachmeister des 17. Jahrhunderts, ca. 1600 in Kalabrien geboren und 1634 auf den Antillen verstorben. Er erfand "herrliche" Spielkombinationen, die auch heute noch bekannt sind (Grecos Opfer - Grecos Matt). Zustand: Innendeckel mit Etkett und Leimschatten. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig, mit wenigen handschriftlichen Notizen. Wenige Seiten kürzer beschnitten.Einband bestoßen, beschabt, am Rücken und den Ecken mit Defekten. Seltene Ausgabe.          240,00

 

776  Greco, Gioachino. Le jeu des eschets, Traduit de l'Italien de ... Paris, Robustel, 1714. 8°. Mit Titelvignette, wenigen Textvignetten und gestalteten Initialen. Titel, 10 Bll., 343 Seiten. Brauner Lederband mit verblasster Rückenvergoldung. (81) Brauner Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel und reicher Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde – N. 303; vergl. dazu Schmid, S. 184 ff. Die Ausgabe enthält im 1. Buch ausführlich dokumentierte Spiele, im 2. Buch "diverses manières de jouer le Gambit". Greco war der stärkste Schachmeister des 17. Jahrhunderts, ca. 1600 in Kalabrien geboren und 1634 auf den Antillen verstorben. Er erfand "herrliche" Spielkombinationen, die auch heute noch bekannt sind (Grecos Opfer - Grecos Matt). Durch fehlerhaftes Spiel seiner Kontrahenten konnte Greco seine Kunst oft demonstrieren. Sein Schachbuch war erst nur als Handschrift vorhanden, die erste englische Übersetzung erschien 1656 und wurde in der Folge über die Jahrhunderte hinweg in vielen Sprachen gedruckt. "Dieses Werk gehört unstreitig zu den vorzüglichsten und zugleich belehrendsten Arbeiten über das Schachspiel. Es enthält ungefähr 150 höchst geistreiche ... Partien ohne Anmerkungen ... Den Schluss bilden 6 Endspiele ..." (Schmid) Zustand: Name auf Vorsatz. Innen etwas gebräunt, teilweise stärker und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband bestoßen und beschabt.          240,00

 

777  Greco, Giachino. Le royal jeu des échecs, par G. G. Calabrois. Traduit de Italie ... Londres 1752. 8°. 208 Seiten. Neuer brauner Halblederband mit Rückenschildchen und Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 407; van der Linde I, 365. Greco war der stärkste Schachmeister des 17. Jahrhunderts, ca. 1600 in Kalabrien geboren und 1634 auf den Antillen verstorben. Er erfand "herrliche" Spielkombinationen, die auch heute noch bekannt sind. (Grecos Opfer - Grecos Matt) "Eine Leipziger Titelausgabe nach der Académie univ. des Jeux Amsterdam et Leipzic 1752 … am Schluss steht: Fin, es fehlt aber die "nouvelle Description." (van der Linde) Zustand: Vorsätze erneuert. Name auf Titel. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig, mit wenigen handschriftlichen Notizen. Einband stärker bestoßen und mit Defekten im Papierbezug.          180,00

 

778  Hartley, Mary Anna. The chaturanga; or, game of chess. A persian manuscript. London, Sherwood, Gilbert and Piper, 1841. 12°. 104 Seiten, 1 Bl. Errata dazwischengebunden, 1 Bl. weiß. Leinenband der Zeit mit goldverziertem Vorderdeckel. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4402; van der Linde II, 280. Mit eigenhändiger Widmung der Autorin Mary A. Hartley auf Vorsatz: “For Mrs. Houlston with the Autoress’es nice regards“. Mary A. Hartley’s Werk “Chaturanga…“, das auf einem persischen Manuskript aufbaut, gibt eine Beschreibung des Schachspiels, wie es im Persien des 19. Jahrhunderts gespielt wurde. In verschiedenen Abschnitten, wird jeweils ein anderer Aspekt des Spiels behandelt. Zustand: Exlibris auf Vorsatz. Buchblock etwas gelockert. Innen gebräunt und am oberen weißen Rand randig. Einband berieben, etwas bestoßen und teilweise ausgeblichen. Seltene Ausgabe.          150,00

 

779  Hartmann, Johann Ludwig. Spielteuffel in 3. Theilen / Von Gewinnsüchtigen Spielens Beschaffenheit / Mannigfaltigkeit und Abscheulichkeit: Wie auch der Abstellung Nothwendigkeit und Entschuldigungen Nichtigkeit ... sampt Theologischem Bedencken Vom Glücks-Topf. Nürnberg, Loschge, 1678. 12°. Mit 1 doppelseitigem gestochenen Frontispiz. 8 Bll. (inkl. Titel), 308 Seiten. Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD17 3:306056T; ADB, 10, 685. Mit Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Frontispiz verso. Auf den Seiten 70 – 79 mit einem Kapitel zum Schach: “Von dem Schachspiel / wie auch ins gemein vom Bretspiel / Würffel und Kartenspiel“. Der lutherische Theologe Johann Ludwig Hartmann (1640 – 1684) war Superintendent in Rotenburg. Er geißelte in seinen Schriften zur praktischen Theologie in einer oft derben Sprache, aber gewaltig packend, das Sündenleben seiner Zeit als einen den verschiedenen Teufeln dargebrachten Dienst. Zustand: Innenspiegel und Vorsatz sind aus einem alten Manuskriptblatt. Das an den Rändern stärker defekte Frontispiz ist auf weißes Papier montiert. Innen stärker gebräunt und vereinzelt fleckig. Stempel auf S. 308 und letzem Vorsatz. Wenige Seiten mit Defekten. Einband angestaubt. Handschriftlicher Kurztitel und Nummerierung auf Rücken.          150,00

 

780  Hirschel, Moses. Das Schach des Herrn Gioachino Greco Calabrois und die Schachspiel - Geheimnisse des Arabers Philipp Stamma, verbessert und nach einer ganz neuen Methode zur Erleichterung der Spielenden umgearbeitet ... 3 Teile in einem Band. Breslau, Löwe, 1784. 8°. Mit 1 Frontispiz (Bezeichnung des Schachbretts). 4 Bll., 221 Seiten. Marmorierter Pappband mit neuem Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Exlibris des dänischen Interntionalen Meisters Jens Enevoldsen (1907 - 1980) auf Innendeckel. Linde - N. 412; van der Linde I, 367; Kieler Schachkatalog 951; Schmid S. 185 + 193. Gioachino Greco "Il Calabrese" war ein bekannter italienischer Schachspieler des 17. Jahrhunderts. Bereits 1619 spielt er in Rom gegen führende Meister und gewann. In diesem Jahr schrieb er auch seine erste Abhandlung über das Schach mit kommentierten Partien. Das Neue an seinen Schachschriften war, dass er intuitiv das Wesen des Kombinationsspiels erfasste. Sein Figurenspiel und seine Taktik mit überraschenden Kombinationen waren bahnbrechend. Der Begriff "Grecos Matt" ist in die Schachgeschichte eingegangen. Sein überarbeitetes Handbuch erschien erst nach seinem Tode; er starb 1634 auf den Antillen. Das Werk des Gioacchino Greco gehört zu den wenigen Schachbüchern, die in viele Sprachen übersetzt wurde. Philipp Stamma war bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1737 gab er eine Sammlung von Endspielstudien heraus. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. "Moses Hirschel hat allerdings, 1784, Stamma's Methode vollendet ..." (van der Linde). Die vorliegende Ausgabe zählte in Deutschland zu den bekanntesten. Die hier angebotene originale Ausgabe ist sehr selten. Zustand: Vorsätze erneuert. Altes Vorsatzblatt mit Notizen von alter Hand auf neuen Vorsatz montiert. Innen papierbedingt gebräunt und vereinzelt fleckig. Einband etwas gebräunt und bestoßen, an den Ecken repariert. Gesuchte Ausgabe.          240,00

 

781  Hoverbeck, C. E. B. v. (Hrsg.) Das preussische National – Schach. Breslau, Stadt- und Universitäts – Buchdruckerey, 1806. 8°. Mit 1 gestochenen Titelvignette und 11 kolorierten Kupfertafeln, davon 1 gefaltet. XVI, VII; 160 Seiten. Angebunden: Stein, E(lias). Nouvel essai sur le jeu des échecs. Avec des réflexions militaires relatives à ce jeu. Den Haag, Selbstverlag, 1789. 8°. Mit einigen typographischen Diagrammen. VIII, X, 254 Seiten. / Deschapelles. Extract from the Gentleman’s Magazine, for the year MDCCCVII, Vol. LXXVII – Part II for July 1807 … Extrait de l’Ambigu, No. 154 Vol. XVIII … 1807. London, Cox, 1809. 8 Seiten (Seiten oben etwas kürzer beschnitten). / Art de bien jouer au Trente – un, traité raisonné des principes du Hazard; suivi d’un appendice contenant plusieurs méthodes de jouer avantageusement avec peu de fonds. Par un amateur. Paris, Bréauté, 1829. VII, 54 Seiten, 1 Bl. Brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Mit Namenszug und eigenhändiger Notiz des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz: “From G. Walkers Chess Library.” Ad I: Linde – N. 4779. C. E. B. Hoverbeck entwickelte eine Abart zum Schach, das Preussische National – Schach. Die einzelnen Spielfiguren bezeichnete er nach zeitgenössischen militärischen Graden: Dame als Leibgarde, Springer als Husaren. Gespielt wird auf einem Brett mit 11 x 11 Feldern. Die Absicht war, mit dem Spiel Scharfsinn, Geist und Entscheidungsfreudigkeit zu fördern. Das einleitende Kapitel des Buches enthält eine Kritik über die Figuren des ordinären Schachspiels. Die Tafeln zeigen das Spielbrett mit der Anfangsaufstellung und die Spielfiguren, die nach militärischen Graden gestaltet wurden. Seltene Ausgabe. Ad II: Mit eigenhändiger Notiz des englischen Schachschriftstellers George Walker (gest. 1879) auf Seite 33. Van der Linde I, 415; Linde - N. 547; Schmid 325. Insbesondere bei van der Linde finden sich umfangreiche biographische und wertende Hinweise. Elias Stein (1748 - 1812) war ein starker holländischer Meister, Schachlehrer und Autor. "Nach einer der Analysen in diesem Buch wurde die Holländische Verteidigung benannt." (Lindörfer) Stein sorgte in Holland für die Aufnahme des Schachspiels. Dort war er als Lehrer der Prinzen von Oranien tätig. Das aufschlussreiche Verzeichnis der 200 Subskribenten ist enthalten. Ad III: Van der Linde II, 74. Der Auszug aus dem „Gentleman’s Magazine“ enthält einen knappen Bericht über die Schachtreffen im Haus von F. H. Egerton in Paris mit Konsultationspartien zwischen zwei Teams, die auf der einen Seite um Deschapelles und auf der anderen Seite um „Monsieur Carlier“ gebildet wurden. Zustand für alle Teile: Buchblock gelockert. Innen papierbedingt gebräunt, teilweise stärker und wenig fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit Defekten oder Notizen von alter Hand. Stempel auf letztem Vorsatz und Buchschnitt. Einband bestoßen und etwas angestaubt. Rücken beschabt, mit handschriftlicher Nummer und unten defekt. Interessanter Sammelband mit seltenen Ausgaben.          900,00

 

782  Huarte (de San Juan), Juan. Essame de gl'Ingegni de gl'hvomini, per apprender le Scienze. Nel quale, scoprendosi la varietà delle nature, si mostra a che professione sia atto ciascuno … Tradotto dalla lingua Spagnuola da M. Camillo Camilli. Venedig, Aldus, 1590. 8°. Mit 1 Holzschnittdruckermarke auf Titel. 8 Bll. (inkl. Titel), 367 Seiten, 8 Bll. Register. Pergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. van der Linde II, 419 ff.; vergl. Garrison - M. 4964; vergl. Schmid S. 199 (jeweils andere Ausgaben). Das erstmals 1575 erschienene Werk "Examen de ingenios ..." der spanischen Arztes Juan Huarte (um 1530 - 1592) gilt als erstes Werk der differenziellen Psychologie. Ausgehend von medizinischen Erkenntnisse, Beispielen und Analyse der klassischen Literatur schuf er ein eigenes Intelligenzmodell und gab Ratschläge für die Praxis. "... the first attempt to show the connexion between psychology and physiology." (Garrison - M.) Gotthold Ephraim Lessing übersetzte das Werk ins Deutsche. Vom Vorbesitzer wegen der an einigen Stellen gemachten Aussagen zum Schach erworben (auf S. 123, 240, 242, 253, 257 und 260). So liest man bei Schmid Zitate aus der deutsche Übersetzung: "Das Schachspiel zeigt am deutlichsten von der Stärke der Einbildungskraft ... Das Schachspiel ist eine Vorstellung der Kriegskunst" und bei van der Linde "Warum es einige besser nüchtern, als nach dem essen und umgekehrt spielen." Die vorliegende Ausgabe ist eine italienische Übersetzung durch Camillo Camilli. Zustand: Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt und wenig fleckig, teilweise stärker und mit wenigen Notizen von alter Hand. Wenige Seiten randig oder mit Defekten. Einband etwas angestaubt und wenig fleckig. Seltene Ausgabe.          150,00

 

783  Huarte, Juan. L' examen des esprits pour les sciences. Ou se monstrent les différences d'esprits qui se trouvent parmy les hommes, & à quel genre de science chacun est propre en particulier. Nouvellement traduit suivant l’ancien Original. Et augmenté suivant la derniere Impression d’Espagne. Paris, Guignard, 1661. 8°. Mit 2 Holzschnitt – Titelvignetten. 28 Bll. (inkl. Titel), 650 (recte 633) Seiten, 1 Bl. Zwischentitel, 11 Bll. Brauner Lederband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. van der Linde II, 420; vergl. Garrison - M. 4964. Das erstmals 1575 erschienene Werk "Examen de ingenios ..." der spanischen Arztes Juan Huarte (um 1530 - 1592) gilt als erstes Werk der differenziellen Psychologie. Ausgehend von medizinischen Erkenntnisse, Beispielen und Analyse der klassischen Literatur schuf er ein eigenes Intelligenzmodell und gab Ratschläge für die Praxis. "... the first attempt to show the connexion between psychology and physiology." (Garrison - M.) An einigen Stellen sind Aussagen zum Schach (so auf den Seiten 239, 419, 420, 429). Bei Schmid liest man Zitate aus der deutsche Übersetzung: "Das Schachspiel zeigt am deutlichsten von der Stärke der Einbildungskraft ... Das Schachspiel ist eine Vorstellung der Kriegskunst". Zustand: Buchblock gelockert. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und mit wenigen handschriftlichen Anmerkungen. Wenige Seiten mit Defekten. Paginierung springt. Einband bestoßen und beschabt. Rücken mit Defekten.          90,00

 

784  (Jaenisch, C. F. von). Découvertes sur le cavalier (aux échecs). St. Petersburg, Wienhoeber, 1837. 8°. Mit 1 gefalteten Tabelle. 67 Seiten. Blauer Leinenband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4072; van der Linde II, 11. Seltene Schrift von Jaenisch mit Entdeckungen über den Läufer im Schachspiel. Der russische Schachmeister Carl Friedrich von Jaenisch (1813 - 1872) galt als bedeutendster Theoretiker des 19. Jahrhunderts, Erfinder des Jaenisch - Gambits und Begründer der russischen Schachschule. Von Beruf war er Professor der Mechanik in St. Petersburg. Sein Werk wurde wegen der Genauigkeit und vielen neuen Eröffnungsvarianten und der "besten Vertheidigung der Springerpartie" gelobt. (Vergl. Schmid) Zustand: Vorsätze erneuert. Innen gebräunt, und etwas fleckig, Titel stärker und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Letzte weiße Seite und Vorsatz mit handschriftlichen Notationen von Endspielen.          120,00

 

785  Kempelen. (Wekhrlin, Wilhelm Ludwig.) Denkwürdigkeiten von Wien. Aus dem Französischen übersetzt. 3 Partien in einem Band. Gedruckt für Henrich Lyonel, Herrn von Visp, [Nördlingen, Beck], 1777. 8°. Mit 1 gefalteten Tabelle und wenigen Holzschnittvignetten im Text. Zusammen 6 Bll. (Titel und Inhaltsverzeichnisse zu den 3 Partien), 217 Seiten, 1 Bl. Druckfehler. Brauner Lederband mit neuem Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD18 11398086; Goedeke IV, 1, 836, 2; Hayn - G. VIII, 435; Slg. Borst 349; Kieler Schachkatalog 8170. Die Ausgabe enthält in Beiträgen zu verschiedenen Bereichen kritische Anmerkungen über die Wiener Verhältnisse jener Zeit. Auf den Seiten 130 - 135 befindet sich unter § 10 (im Inhaltsverzeichnis als 'Der Schachspieler' vermerkt) ein kurzer Beitrag über den Schachautomaten von Kempelen. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und mit einigen Anstreichungen. Einband gering bestoßen.          150,00

 

786  Kieseritzky, (Lionel). Cinquante parties jouées au cercle des échecs et au Café de la Régence. Paris, Café de la Régence u. a., und London, Witcomb u. a., 1846. 4°. Mit 2 Diagr. 2 Bll. (=Titel + Dedikation), IV (=Préambule), 51 S. Rotbrauner Halbleinenband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Mit kurzer eigenhändiger Widmung von Lionel Kieseritzky (?) auf eingebundenem Vorderumschlag. Linde - N. 3148; van der Linde II, 18; Schmid S. 212 f. Seltene Schrift des lettischen Schachspielers (1806 - 1853). Die überwiegende Zahl der aufgenommenen Partien enthält Spiele unter Beteiligung von Kieseritzky. Der deutschbaltische Schachmeister Lionel Kieseritzky (1805 - 1853) verließ 1839 Russland, wurde in Paris Berufsschachspieler. Er war häufig im Café de la Régence und war einer der führenden französischen Meister. 1851 spielte er gegen Anderssen die legendäre “Unsterbliche Partie“.Zustand: Privater Stempel auf Vorsatz. Der unten etwas kürzer beschnittene originale Vorderumschlag ist eingebunden. Titel und letzte weiße Seite mit Abklatsch von alten Umschlag. Innen gebräunt und etwas fleckig. Ein unn. Blatt mit hinterlegtem Einriss. Einband bestoßen.          120,00

 

787  Kindermann, Joseph Karl. Vollständige Anweisung, das Schachspiel durch einen vorhergehenden allgemeinen Unterricht, dann durch die nachfolgenden Erläuterungen der von den besten Meistern aufgestellten Musterspiele, ohne fernere mündliche Unterweisung, selbst ohne einen Mitspieler, gründlich zu erlernen. 2. verbesserte Auflage. Graz, Ferstl, 1801. 8°. Mit 1 (statt 2) gefalteten Kupfertafel und 1 Titelvignette. 8 Bll., 255 Seiten. Neuer brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 573; van der Linde I, 399 mit ausführlicher Inhaltsangabe; Schmid S. 213 mit Angabe von nur 1 Kupfertafel. Der Historiker und Geograf Joseph Karl Kindermann (1744 - 1801) machte sich einen Namen durch seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Geographie und Kartographie. Unter seiner publizistischen Leitung erlangte die "Grätzer Zeitung" (Graz) eine bedeutende Stellung unter den österreichischen Zeitungen. Aus dem Inhalt: Geschichte und Apologie des Schachspiels. Vom Schachbrette. Philidors erläuterte Musterspiele. Stamma's Schachspielkunststücke. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen gebräunt und erste Blätter randig, oben etwas knapp beschnitten. Wenige Seiten unbeschnitten. Seltene Ausgabe.          90,00

 

788  Koch, Johann Friedrich Wilhelm. Codex der Schachspielkunst, nach den Musterspielen und Regeln der größten Meister, in einer für die Erleichterung des Selbstunterrichts bequemen Bezeichnungsart und Anordnung entworfen ... / Sechshundert Schachspielaufgaben für geübtere Spieler, im Druck vollendet von C. F. Koch. 3 Bände. 2., gänzlich umgearbeitete und stark vermehrte Ausgabe. Magdeburg, Heinrichshofen, 1813 – 1914 und 1834. 8°. Mit 1 Kupfertafel "Das Schachbrett". VIII, 390; IV, 412 Seiten (1 Bl. Druckfehler fehlt); 3 Bll. (inkl. Titel), 1 Bl. Druckfehler, 192 Seiten. Braune Halblederbände mit goldgeprägtem Rückentitel. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 598 und 2372; van der Linde I, 355 / 356 und II, 95 f.; Schmid, S. 214 f. Seltenes Schachbuch des Magdeburger Superintendenten und Dompredigers F. W. Koch (1759 - 1833), das er u. a. nach Selenus, Philidor und dem Pariser Club bearbeitete. Der 2. Band "Nebst einem Anhang, enthaltend das Schachspiel unter Drey und Vier Spielern - und des Hieronymus Vida (d. i. Marco Giramolo Vida) Scachias (Scachia Ludus), lateinisch und deutsch." Aus dem Inhalt: Elementarischer Unterricht über die Wirksamkeit und den Gebrauch der Schachsteine, Spielanfänge, Spiele mit Vorgaben, Gemeine Spiele, Gambitspiele, Spielendungen, die vornehmsten Regeln des Schachspiels. Im Jahr 1834 brachte der Sohn des Herausgebers C. F. Koch einen dritten Teil unter dem Titel "Sechshundert Schachspielaufgaben für geübtere Spieler" heraus, der hier enthalten ist und "in welchem sich eine bedeutende Sammlung von künstlichen Endspielen befindet". (Schmid). Zustand: Innendeckel und Vorsätze mit Leimschatten. Vorsatz im 1. Band fehlt. Jeweils Name und privater Stempel auf Titel. Innen papierbedingt gebräunt, etwas fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit Defekten. Einband bestoßen. Rücken etwas ausgeblichen. Seltene und gesuchte Ausgabe.          90,00

 

789  Koch, Johann Friedrich Wilhelm. Elementarbuch der Schachspielkunst. Magdeburg, Creutz, 1828. 8°. VIII, 191 Seiten, der orig. lithographierte Umschlag ist eingebunden. Marmorierter Pappband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 655; Kieler Schachkat. 2763; Schmid S. 216. "Endlich hat Koch noch ein sehr brauchbares Elementarbuch ... verfasst oder vielmehr ausgezogen ..." (Schmid S. 215) Johann Wilhelm Friedrich Koch war Prediger in Magdeburg und später Konsistorial- und Schulrat. "Das letztere, ein besonders merkwürdiges Spiel, welches einen bisher ungebräuchlichen, und von keinem Meister mitgetheilten, Anfangszug enthält, hat seine Entstehung dem ... K. Preuß. Oberst. Lieut. von Donop zu danken." (Koch S. 72) Zustand: Privater Stempel auf Vorsatz. Der lithographierte Umschlag ist verblasst und het einen Defekt. Innen papierbedingt gebräunt und vereinzelt fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten randig. Einband berieben und bestoßen. Seltene und gesuchte Ausgabe.          240,00

 

790  Königstedt, C. W. v. Afhandling om schack - spel. Tredje Uplagan, förbättrad [3. Auflage]. Stockholm, Nordström, 1806. 16°. 56 Seiten, 1 Bl. weiß. Blauer Halbleinenband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. Linde – N. 545 (Ausgabe 1784); van der Linde II, 28: “Das Ganze ist wörtlich gleich dem Kort Afhandling 1784; das „förbättradt“ besteht nur in den S. 8 – 10 zugesetzten Notizen über Carrera, Gioachino Greco, Shesa (Sissa) und Vida.“ Frühes schwedisches Schachbuch, in der Ausgabe von 1784 behauptet der Verfasser Königstedt, dass große Spieler niemals bis zum Ende des Spiels rochieren. In der überarbeiteten Ausgabe von 1806 korrigiert er seine Aussage, indem er schreibt, dass große Spieler selten rochieren. (Vergl. dazu Ausführungen von Calle Erlandsson in Ed. Winters “Chess Notes“ 3119). Zustand: Vorsätze erneuert. Innen stärker gebräunt. Einband etwas angestaubt, wenig bestoßen und mit Etikett.          120,00

 

791  Das neue Königliche L'Hombre, auch wie Quadrille nebst dem Mediateur und der Couleur favorité, Espadille forcé, l'Hombre selb Ander, selb Viere, und selb Fünfen, Casque Obscurité und Force par tout nach jetziger Art zu spielen; Wobey nebst noch andern Kartenspielen das Pielkentafel, oder Billiard, Schach, Ballspiel, das Verkehren im Bret und Trictrac oder Toccategli, samt denen Wörtern, deren man sich beym Spielen gebrauchet, genau beschrieben und sorgfältig erkläret werden. Hamburg 1757. 8°. Mit 1 Frontispiz und 3 Textabbildungen. 3 Bll. (inkl. Titel), 352 Seiten. Pappband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 3476; van der Linde II, 52. Diese erstmals 1715 erschienene, beliebte Sammlung mit Darstellungen verschiedener Spiele erlebte bis 1846 insgesamt 18 Auflagen. Die Darstellung über das Schachspiel steht in der vorliegenden Ausgabe auf den S. 234 - 246. Das Frontispiz zeigt mehrere Personen bei verschiedenen Spielen. Zustand: Vorsatz mit Defekt. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und teilweise randig. S. 55 – 64 verheftet. Einband angestaubt und bestoßen. Rücken mit Defekten.          120,00

 

792  La Placette, Jean. Traité des Jeux – de – Hazard. Défendu contre les objéctions de Mr. de Joncourt, et de quelques autres. Den Haag, Scheurleer, 1714. 8°. Mit Holzschnitt – Titelvignette. 18 Bll., 320 Seiten. Angebunden: La Placette, Jean. Nouvelles réflexions sur la prémotion physique et sur les jeux de hazard. Pour servir de derniére réponse d'un côté aux invectives de Mr. Naudé et de l'autre à Monsieur de Joncourt. Den Haag, Scheurleer, 1714. 8°. Mit Holzschnitt – Titelvignette. 4 Bll. (inkl. Titel), 133 Seiten. Brauner Lederband mit reicher Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Ad I: Linde – N. 4153. Mit Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Innendeckel. Ein Beitrag zum Thema Schach ist auf den Seiten 267 – 274 und kurze Notizen zum Schach auf S. 98 und 102. Die vorliegende Ausgabe des französischen Theologen Jean la Placette (1639 – 1718) enthält eine Abhandlung über Glückspiele mit einer Verteidigung gegen die Einwände von de Joncourt und anderen. Im Rahmen der moralischen Kontroverse unter protestantischen Theologen untersuchte la Placette in seinen Abhandlungen die Legalität von Glücks- und Geldspielen. Er kam zu dem Schluss, dass diese wegen des Missbrauchs, den sie mit sich bringen, verboten werden sollte. S. 288 – 320 mit einem Bücherkatalog von Schurleer. Ad II: Theologisch – moralische Betrachtungen u. a. über Glücksspiele. Zustand für beide Teile: Exlibris auf Innendeckel. Buchblock gelockert. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig, teilweise stärker, mit wenigen Anstreichungen, teilweise randig und Ecken gestaucht. Einband etwas bestoßen, fleckig und mit Defekten.          80,00

 

793  (Lambe, Robert) The history of chess, together with short and plain Instructions by which any one may easily play at it without the help of a Teacher. London, Printed in the Year, 1764. 8°. Mit 1 gefalteten Tafel. 148 Seiten. Brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl.: Linde - N. 177; Schmid S. 221; van der Linde I, 90. Robert Lambe (1712 - 1795) war Vikar in Norham upon Tweed. Die Seiten 3 - 84 enthalten die Ausführungen zur Geschichte des Schachspiels, wie die Anfänge des Schachspiels, Namen und Figuren des Schachs, berühmte Schachspieler, Autoren und Bücher über das Schachspiel und Chinesisches Schach. Es folgt eine Anleitung zum Erlernen des Schachs ohne die die Hilfe eines Lehrers. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker. Einband bestoßen und etwas angestaubt. Rücken beschabt und oben defekt. Seltene und frühe englischsprachige Ausgabe.          180,00

 

794  (Lopez de Segura, Ruy) Le royal et nouveau jeu des eschets avec son invention, science et practique. Où par un tres - docte & intelligible discours, sont amplement déscrits les moyens d'ordonner son ieu tant pour l'offensive que la defensive. Revue, corrigé & augmentée de nouveau. Paris, Antoine de Rafflé, 1674. 8°. 152 Seiten, 2 Bll. Inhaltsverzeichnis. Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 371; van der Linde I, 349; Schmid S. 239. Lopez de Segura war Geistlicher, spanischer Meister und berühmter Autor des 16. Jahrhunderts. Er galt als stärkster Spieler der Welt, nachdem er am Hofe des spanischen Königs Philipp II. den Italiener Leonardo da Cutri besiegt hatte. Sein 1561 in spanischer Sprache erschienenes Lehrbuch beinhaltet die Spielregeln, Strategien und Eröffnungen. Dabei bevorzugte er das Läuferspiel, besonders "das Gambit des Lopez" und das Königsgambit. Lopez gilt als der "Vater der Schachtheorie", da er der erste war, der seine Züge begründete. Eine wichtige und ausführliche Würdigung findet sich bei Schmid auf den Seiten 231 bis 240. Zustand: Innenspiegel fehlt. Buchblock gelockert. Vorsatz mit Exlibrisstempel und Defekten. Innen gebräunt, wenig fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten. Der Einband angestaubt und fleckig, am Rücken stärker und wenig bestoßen. Seltene Ausgabe.          450,00

 

795  (Marinelli, Philipp) Das dreyseitige Schachbrett, Oder Art und Weise, auf demselben sich Selbdritte zu unterhalten. Aus dem Italiänischen. Mit verschiedenen Hauptsätzen, auch selbander zu spielen, und sowohl den Ursprung als die Geschichte dieses Welt - berühmten Zeitvertreibes einzusehen. An Cheremone ... Regensburg & Wien, Bader, 1765. 8°. Mit einem Kupferstichfrontispiz (Drei Schachspieler am Spieltisch) und 2 Diagrammen. 9 Bll., 59 Seiten. Pappband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD18 10153659; Linde - N. 4851; van der Linde II, 172; Kieler Schachkatalog 1383. Der unbekannte Übersetzer hat 1728 eine Ausgabe des 1722 erschienen Werkes erhalten. Ab Seite 31 mit interessanten Anmerkungen zu Thema "Schach in Afrika" und in weiteren Fußnoten Hinweise zur Schachgeschichte etc. Zustand: Ohne Vorsätze gebunden. Innen papierbedingt gebräunt und vereinzelt fleckig. Der Einband ist bestoßen. Rücken mit Etikett und Defekten im Papierbezug. Seltenes Büchlein.          300,00

 

796  (Marinière, E. de la) La maison academiques, contenant les ieux du Picquet, du Hoc, du Tric – trac … de la Paulme, du Billard, du Palle –mail, divers Ieux des cartes … des Eschets … & autres Ieux facessieux & divertissans. Paris, Loyson, 1659. 8°. 1 Frontispiz. 5 Bll. (inkl. Titel), 452 (recte 472) S. Pergamentbd. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 3458; van der Linde II. 51. “ Der Beitrag über das Schachspiel steht auf den Seiten 385 – 395: “Le royal iev des eschets … Enthält 29 Spielregeln; die XIV. erlaubt den vereinzelten Königssprung …“ (van der Linde) Das Frontispiz zeigt einen Blick durch ein Portal auf Personen bei verschiedenen Spielen, u. a. bei Karten- und Würfelspiel, Billard und links vorne hält ein Herr ein Schachbrett. Zustand: Ohne Vorsätze gebunden. Name auf Titel. Innen stärker gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit Randdefekten. Paginierung springt. Einband stärker angestaubt und etwas fleckig. Vorderdeckel mit Defekt.          150,00

 

797  Marino, Giambattista. L'Adone, poema del Cavalier Marino. Alla Maesta Christianissima di Ludovico il Decimoterzo, Ré di Francia … Paris, Oliviero di Varano, 1623. Mit 1 gestochenen Titelvignette, einigen Kopf- und Schlussvignetten in Holzschnitt. 9 Bll. (inkl. Titel), 575 (recte 577) Seiten, 2 Bll. Errata, 1 Bl. Privileg. Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4431; vergl. Aumüller, Schachspiel, S. 185 ff. Druck im Jahr der Erstausgabe. "In diesem berühmten Gedichte handeln die Stanzen 119 - 173 des fünfzehnten Gesanges von dem Schachspiele, und es sind diese 55 Stanzen oder 440 Verse eine Nachahmung der Scacchia von Vida." (Schmid S. 247) Marino inszeniert das Schachspiel als Zeitvertreib der Liebenden und beginnt mit der Beschreibung der Aufstellung, der Regeln und Figuren. Es folgt die Schachpartie zwischen Venus und Merkur, während Adonis erstmals zuschaut. Es folgt eine Beschreibung der Schachpartie in deren Verlauf Merkur seinen Platz als Spieler an Adonis übergibt. Das Spiel wird mit einem gewaltsamen Spielabbruch beendet. Der italienische Dichter Giambattista Marino (auch Giovanni Battista Marino, 1569 - 1629) wurde an den Hof von Maria de' Medici nach Paris berufen. Das 1623 zuerst in Paris erschienene mythologische Gedicht "L'Adone" beschreibt in eleganten Versen die Liebesgeschichte von Adonis und Venus. Marinos, mit kunstvollen Bildern und Metaphern versehene Dichtung hat auf antike Quellen zurückgegriffen und Anregungen von Tassos und Ariosts Werken verarbeitet. Zustand: Innen gebräunt, teilweise stärker, vereinzelt fleckig und untere Ecke teilweise gestaucht. Wenige Seiten mit Defekten, randig oder kürzer beschnitten. Einband angestaubt, wenig fleckig und bestoßen. Schließbänder fehlen. Seltene Ausgabe.          300,00

 

798  (Marino, Giambattista. L'Adone, poema del Cavalier Marino. Con gli Argomenti del conte fortuniano sanvitale, Et l'Allegorie di Don Lorenzo Scoto.) [2. Auflage] (Venedig, Giacomo Sarzina, 1623). 8°. Titel mit Titelvignette fehlt, dafür wurde der gestochene Titel der Ausgabe Venedig 1626 eingebunden. 3 (statt 4) Bll., 577 (recte 581) Seiten. Pergamentband mit neuem Leinenrücken. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4432; vergl. Aumüller, Schachspiel, S. 185 ff. Druck im Jahr der Erstausgabe. "In diesem berühmten Gedichte handeln die Stanzen 119 - 173 des fünfzehnten Gesanges von dem Schachspiele, und es sind diese 55 Stanzen oder 440 Verse eine Nachahmung der Scacchia von Vida." (Schmid S. 247) Marino inszeniert das Schachspiel als Zeitvertreib der Liebdenen und  beginnt mit der Beschreibung der Aufstellung, der Regeln und Figuren. Es folgt die Schachpartie zwischen Venus und Merkur, während Adonis erstmals zuschaut. Es folgt eine Beschreibung der Schachpartie in deren Verlauf Merkur seinen Platz als Spieler an Adonis übergibt. Das Spiel wird mit einem gewaltsamen Spielabbruch beendet. Der italienische Dichter Giambattista Marino (auch Giovanni Battista Marino, 1569 - 1629) wurde an den Hof von Maria de' Medici nach Paris berufen. Das 1623 zuerst in Paris erschienene mythologische Gedicht "L'Adone" beschreibt in eleganten Versen die Liebesgeschichte von Adonis und Venus. Marinos, mit kunstvollen Bildern und Metaphern versehene Dichtung hat auf antike Quellen zurückgegriffen und Anregungen von Tassos und Ariosts Werken verarbeitet. Zustand: Innenspiegel mit Defekten. Vorsätze fehlen. Buchblock unsachmäß mit Leinenstreifen neu eingehängt. Titel der Ausgabe 1623 fehlt, für wurde der gestochene Titel der Ausgabe 1626 eingebunden. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten oder notizen von alter Hand. Der alte Rücken fehlt und wurde durch einen neuen Leinenrücken ersetzt. Einband stark angestaubt, etwas bestoßen und fleckig. Seltene Ausgabe.          300,00

 

 

 

799  (Mehler, J.) Le jeu de la guerre, ou raffinement du jeu des échecs. Par M. M. Neues Kriegsspiel, oder verbessertes Schachspiel. Prag, Höchenberger, 1770. 8°. 1 Kupfertafel. 75 S. Aufgeschnittene Broschur. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD18 10571868; Linde – N. 4825; van der Linde II, 363. Seltene Darstellung über eine Abart des Schachspiel, ein Kriegsspiel, das mit 50 Figuren und einem Schachbrett mit 11 x 11 Feldern gespielt wird. Die Figuren sind nach militärischen Graden benannt. Die Kupfertafel zeigt das Spielbrett. Zustand: Innen stärker gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Umschlag angestaubt, etwas fleckig u. bestoßen. Rücken defekt. Seltene Ausgabe.          300,00

 

800  Mendheim, Julius. Aufgaben für Schachspieler nebst Auflösungen. Als Fortsetzung des Taschenbuchs für Schachfreunde. Mit einem Anhange, die Korrespondenz - Partie, die zwischen dem Berliner und Breslauer Schachklubb vom 15. Januar 1829 bis zum 20. Oktober 1831 gespielt worden, mit Anmerkungen und Varianten versehen, enthaltend. Berlin, Trautwein, 1832. 8°. VI, 73 Seiten. Brauner Halblederband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Mit eigenhändigem Namenszug des deutschen Schachmeisters Paul Lipke (1870 – 1955) auf Innendeckel. Linde - N. 2370; van der Linde II, 94; Schmid S. 251 f.; Kieler Schachkatalog 7320. Die Ausgabe enthält 82 Aufgaben mit Lösungen. In der Korrespondenz - Partie zwischen dem Berliner und dem Breslauer Schachklub haben die Breslauer nach dem 59. Zug die Partie als verloren aufgegeben. Der deutsche Schachspieler und Problemkomponist August Julius Mendheim (um 1781 - 1836) gilt als der erste namhafte deutsche Schachmeister und Wegbereiter der Berliner Schachschule. Seine Schachprobleme veröffentlichte er 1814 und 1832 in zwei Werken. Von dem 1814 erschienenen "Taschenbuch für Schachfreunde" existieren nur noch einige Exemplare. Zustand: Privater Stempel auf Vorsatz. Innendeckel und Vorsätze mit Leimschatten. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Einband etwas bestoßen. Rücken stärker beschabt. Seltene Ausgabe.          450,00

 

801  (Mendheim, Julius) Taschenbuch für Schachfreunde. Berlin, Mosar, 1814. 12°. (Schachtafel fehlt, liegt als Kopie bei) 60 Seiten. Original geheftet. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde – N. 2163; Schmid S. 251; van der Linde II, 94: “Mit 51 Aufgaben von Mendheim“. 1814 veröffentlichte Mendheim ein kleines, bedeutendes ‘Taschenbuch für Schachfreunde‘ mit einer Aufgabensammlung von 51 Bedingungs-Problemen (20 mit Bauernmatts und 31 mit anderen Bedingungen). Der deutsche Schachspieler und Problemkomponist August Julius Mendheim (um 1781 - 1836) gilt als der erste namhafte deutsche Schachmeister und Wegbereiter der Berliner Schachschule. Seine Schachprobleme veröffentlichte er 1814 und 1832 in zwei Werken. Von dem 1814 erschienenen "Taschenbuch für Schachfreunde" existieren nur noch einige Exemplare. Zustand: Die Schachtafel fehlt. Innen gebräunt, teilweise stärker und vereinzelt fleckig. Buchblock unten unbeschnitten. Name auf Vorderumschlag un Titel. Umschlag angestaubt, bestoßen und fleckig. Rücken defekt.          300,00

 

802  (Mennes, John und James Smith) Musarum deliciæ: or, The Muses recreation. Conteining severall pieces of poetique wit. By Sr J.M. and Ja: S. The second edition. London, Printed by J.G. for Henry Herringman, 1656. 12°. 3 Bll. (inkl. Titel), 101 Seiten. Dunkelbrauner Lederband mit reicher Rückenvergoldung, Goldfileten auf den Deckeln, Steh- u. Innenkantenvergoldung-. Dreikantgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Auf den Seiten 41 – 45 mit einem Schachgedicht unter dem Titel: “Upon Chesse play. To Dr. Budden.“ Der englische Marineoffizier und Vizeadmiral Sir John Mennes (1599 – 1671) war Comptroller der Marine und galt als geistreich. Mennes' Verse erschienen in einer Sammlung mit dem Titel “Musarum Deliciæ“. Diese komischen und satirischen Verse wurden in Unterhaltung, Korrespondenz und Antwort mit James Smith (1605 – 1667) geschrieben. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen gebräunt. Wenige Seiten mit Randdefekten. Vorderdeckel lose          50,00

 

803  Mnemonik. Kästner, Christian August Leberecht. Mnemonik oder die Gedächtnißkunst der Alten systematisch bearbeitet 2., ganz umgearbeitete Auflage. Leipzig, Kummer, 1805. 8°. Mit wenigen Textskizzen. XXIV, 272 Seiten. Marmorierter Pappband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Der Theologe Christian August Lebrecht Kästner (1776-1832) war in Gollme bei Halle tätig und (laut Titelblatt) Pfarrer in Behlitz bei Eilenburg. Anfang des 19. Jahrhunderts erneuerte er das Interesse an der Mnemotechnik, indem er in seinem Werk ”Mnemonik” die Mnemotechnik von ihren Grundlagen her aufbauen wollte. Diese Basis waren für ihn die „berühmten drey Stellen bei den Alten“, nämlich bei Cicero, Quintilian und dem Auctor ad Herennium. Auch Kästners moderne Sprache lieferte einen Beitrag zur Erweckung des Interessees am Thema.Zustand: Name auf Innendeckel. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig, Vorsätze stärker. Einband bestoßen und etwas angestaubt.           120,00

 

804  (Montmort, Pierre – Remond de) Essay d’Analyse sur les Jeux de Hazard. Paris, Quillau, 1708. 4°. Mit 3 gefalteten Tabellen u. 4 Textkupfern. XXIV, 189 Seiten, 1 Bl. Brauner Lederband mit goldverziertem (verblasstem) Rücken. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Erste Ausgabe. Barbier II, 202; Brunet III, 1870; Poggendorff II, 197 f.; vergl. dazu van der Linde II, 103. “Professor Volpicelli vermuthet nach dieser Angabe, daß also der erste Rösselsprung über das ganze Schachbrett in de Montmort‘s Essai 1708 zu finden sei.“ (van der Linde) Montmort beschäftigte sich auch mit dem Springerproblem im Schach, das später von Euler beschrieben wurde. Der französische Mathematiker Pierre – Remond de Montmort (1678 – 1719), ein Wegbereiter der Wahrscheinlichkeitstheorie, erlangte durch sein 1708 erschienenes Werk “Essay d’Analyse sur les Jeux de Hazard“ große Bekanntheit. Darin beschreibt er die Anwendung kombinatorischer Überlegungen, die in der elementaren Wahrscheinlichkeitstheorie vorkommen, auf das Glücksspiel und im Speziellen auf das Kartenspiel treize. Die schönen Textkupfer zeigen verschiedene Szenen in Räumen mit Damen und Herren an Spieltischen. Zustand: Titel mit Namen, Defekt und hinterlegten Einrissen. Innen gebräunt, teilweise stärker und wenig fleckig, teilweise unten randig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband stärker bestoßen und beschabt. Rücken mit Defekten.          300,00

 

805  Natürliches Zauber - Buch Oder Neuer Spiel - Platz der Künste / In welchen über die tausend Zauber – Stücke /so wohl aus der Gauckel – Tasche als den karten – Spiel / zusammt vielen andern Mathematischen und Physikalischen Künsten anzutreffn … Nürnberg, Hoffmanns Witwe und Streck, 1707. 8°. Mit einigen Textholzschnitten. 4 Bll. (inkl. Titel), 863 Seiten, 28 Bll. Register, 18 Bll. weiß zusätzlich eingebunden. Pappband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Van der Linde I, 353. Die Ausgabe enthält an drei Stellen Beiträge zum Schach: “S. 261: Von dem Damm- und Schacht – Spiel. S. 264: Ein Schach- und Damm – Spiel mit lebendigen Personen zu spielen. S. 364 – 76: Gründliche Ausführung das künstliche unter allen Spielen, nemlich das Königs – Spiel zu erlernen [Auszug aus dem kleinen Selenus] Ludus latrunculorum …“ (van der Linde) In vielen Auflagen erschienenes Zauberbuch mit Anleitungen u. a. für mathematische, physikalische und technische Zaubereien, Taschenspielertricks, Karten- und Brettspiele gibt. Daneben sind auch viele nützliche Ratschläge für Alltag, Landwirtschaft und Gesundheit enthalten. Deutsche Übersetzung von Simon Witgeest niederländischem Werk. Zustand: Vorsätze erneuert. Buchblock gelockert. Titel wurde auf festes Papier aufgezogen. Innen gebräunt, teilweise stärker, wenig fleckig, teilweise randig u. teilweise mit Wurmspuren. Papinierung springt. Ein weißes Blatt mit handschriftlichen Notizen. Wenige Seiten kürzer beschnitten. Einband bestoßen. Rücken defekt.          180,00

 

806  Natürliches Zauber - Buch oder Neueröfneter Spielplatz rarer Künste. Band 1 (von 2). Neue und verbesserte Auflage. Nürnberg, Johann Adam Stein, 1781. 8°. Mit gestochenem Frontispiz, 5 teils gefalteten Holzschnitttafeln und vielen Textholzschnitten. Titel in Rot und Schwarz, 3 Bll., 752 Seiten, 20 Bll. Register. Brauner Pappband mit goldverziertem Rücken. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. van der Linde I, 354; vergl. dazu Ackermann I, 782. Ein Kapitel zum Schachspiel ist im ersten Band auf den Seiten 293 bis 300. In vielen Auflagen erschienenes Zauberbuch mit Anleitungen u. a. für mathematische, physikalische Künste, Dame, Billard, Karten- und Würfelspiele gibt. Daneben sind auch viele nützliche Ratschläge für Alltag, Landwirtschaft und Gesundheit enthalten. Deutsche Übersetzung von Simon Witgeest niederländischem Werk. Zustand: Vorsätze erneuert, mit Namen. Buchblock gelockert. Titel mit Defekt. Innen gebräunt und wenig fleckig. 2 Lagen verheftet. Einband etwas angestaubt, bestoßen und ausgeblichen.          120,00

 

807  Olearius, Adam. Persianische Rosenthal. In welchem viel lustige Historien / scharffsinnige Reden / und nützliche Politische Regeln und Sprichwörter von einem gelehrten Persianer Schich Saadi in Persianischer Sprache beschrieben. Jetzo aber von Adamo Oleario in hochdeutscher Sprache zum andern mahle mit etlichen Historien / vielen Notis und Figuren vermehret und verbessert heraus gegeben. Hamburg, Nauman, gedruckt durch Johan Holwein Schleswig, 1660. Quer - 8°. Mit 1 gestochenen Titel und 35 Textkupfer. 43 Bll. (inkl. Titel), 359 Seiten, 12 Bll. Register. Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD17 39:119905P; Graesse VI, 212; Linde - N. 162; vergl. van der Linde I, 114 ff.; Linde 1899. Einer von zwei Drucken, die im Jahr 1660 erschienen sind. Adam Olearius (1603 - 1671) war unter dem Namen "Der Vielbemühte" Mitglied der fruchtbringenden Gesellschaft und schaffte es das Interesse an der persisch - islamischen Literatur in größeren Kreisen der Gesellschaft zu wecken. Der persische Dichter Saadi, eigentlich Scheich Muslih ed - Din (1184 - 1291) schrieb in seinen Gedichten einen Schatz von Lebensweisheiten auf und schuf mit Golistan, dem Rosengarten, ein moralisches Werk in Prosa. Die Kupfertafeln zeigen schöne, kulturgeschichtlich interessante Illustrationen zu den einzelnen Kapiteln, meist mit orientalischen Szenen und sind vom Husumer Künstler C. Rothgiesser. Die Seiten 247 – 249 und 262 - 263 enthalten kurze Ausführungen über das Schachspiel. Zustand: Name auf Vorsatz. Gestochener Titel, Titel und wenige Seiten mit reparierten Defekten. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten randig oder mit Defekten. Einband angestaubt und wenig fleckig. Etikett auf Rücken. Seltene Ausgabe.          450,00

 

808  Olearius, Adam. Perssiaansche Roosengaard: Beplant met vermaaklijke Historiën, scharp - zinnige Redenen, nutte Regelen, en leerrijke Sin – spreuken. Voor omtrent vierhonderd jaaren in't Perssiaans beschreeven, door ... Schich Saadi ... onlangs ... in't Hoogduyts overgeset, en ... met ... uyt-leggingen verrijkt, door Mr. Adamum Olearium ... daar by ... Fabelen of Verdigtselen van Lokman ... Alles vertaalt door J: V: Duisberg ... Amsterdam: Rieuwertsz und Hendricksz, 1654. 12°. Mit 1 gestochenen Titel und 12 Kupfertafeln. 11 Bll. (inkl. Titel), 432 Seiten. Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. vergl. van der Linde I, 114 ff. Die Seiten 304 – 305, 324 und 329 enthalten kurze Ausführungen über das Schachspiel. Adam Olearius (1603 - 1671) war unter dem Namen "Der Vielbemühte" Mitglied der fruchtbringenden Gesellschaft und schaffte es das Interesse an der persisch - islamischen Literatur in größeren Kreisen der Gesellschaft zu wecken. Der persische Dichter Saadi, eigentlich Scheich Muslih ed - Din (1184 - 1291) schrieb in seinen Gedichten einen Schatz von Lebensweisheiten auf und schuf mit Golistan, dem Rosengarten, ein moralisches Werk in Prosa. Die Kupfertafeln zeigen schöne, kulturgeschichtlich interessante Illustrationen zu einzelnen Kapiteln, meist mit orientalischen Szenen. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Name auf Vorsatz. Buchblock locker. Innen gebräunt, durchgehend randig und vereinzelt fleckig, mit wenigen handschriftlichen Notizen. Wenige Seiten mit Defekten. Einband angestaubt, etwas fleckig und wenig bestoßen.          180,00

 

809  Palamedes Redivivus, Das ist: Nothwendiger Unterricht wie heutiges Tages gebräuchliche Spiele, als das Stein- oder Schach – Spiel, das Picquet - Hoick - Thurn – Spiel , samt dem L'Ombre - Spiel, nach künstlicher Wissenschafft recht und wohl zu spielen … auch Rümpffer - Ordnung und Linquiren, Regles pour le jeu du Pilliard, Abhandlung des beliebten Ball - Spiels, Unterricht vom Bogel - Spiel, Von zwey und dreyßig Karten, Vom Scheffel - und bösen - Sieben - Spiel, Beschreibung des Piribi - Spiels und der Tabelle … und dem Trisett - und Mariage - Spiel ingleichen Reglement, wie es bey dem lang Kegelschieben zu halten. Leipzig, Johann Gottfried Dyck, 1749. 8°. Mit 1 Kupferstichfrontispiz, 1 gefalteten Tabelle und 2 Diagrammen. 152 Seiten, 2 Bll. Inhalt. Marmorierter Pappband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 3490; van der Linde I, 352; vergl. Schmid S. 265. Auf Seite 3 - 46 wird das Stein- oder Schachspiel beschrieben. Das schöne Kupferstichfrontispiz von Krügner jun. zeigt vier Szenen mit Personen bei verschiedenen Spielen, u. a. beim Brettspiel, Billard und Kartenspiel. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Vorsätze erneuert. Name auf Titel. Innen papierbedingt stärker gebräunt und etwas knapp beschnitten. S. 96 und 97 mit Braunfleck. Einband ausgeblichen, an Ecken und Kanten bestoßen.          240,00

 

810  (Perenyi, Ladislaus von). Mnemonik des Schachspieles, oder: Versinnlichung des Bretes und der Züge ... 2 Bände. Wien, Ueberreuter, 1842. Quer-12°. Mit 108 Diagrammtafeln. XVII Seiten, 1 Bl. Text. Schwarze Halblederbände mit Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 3400; van der Linde II, 83; Schmid S. 267: "Dieses Buch ist allen denen zu empfehlen, welche sich durch eine gründliche Anleitung die Fertigkeit aneignen wollen, die Anfangszüge der Musterspiele, ohne Hülfe eines Schachbrettes zu lesen, oder ein ganzes Spiel aus dem Gedächtnisse zu führen." Der Wiener Schachspieler Baron Ladislaus von Perenyi gibt mit der vorliegenden Ausgabe eine Anleitung, um die Zusammenhänge im Schachspiel besser im Gedächtnis zu behalten, indem Assoziationen ("Eselsbrücken") im Schachspiel gebildet werden. 1. Band: Allgemeine Darstellungen der Linien- und Feldverhältnisse, der Figuren - Wirkungen und der Züge über alle 64 Felder. 2. Band: Einzelne Beispiele jener Damenzüge und Rößlsprünge, welche in den Erklärungen ... des ersten Bandes im Allgemeinen angedeutet worden sind. Zu jeder Tafel steht auf der gegenüberliegenden Seite eine Erklärung. Zustand: Vorsätze erneuert und mit privatem Stempel. Innen gebräunt, teilweise stärker und vereinzelt fleckig, oben etwas knapp beschnitten. Wenige Seiten mit Randdefekten. Einbände bestoßen. Seltene Ausgabe.          300,00

 

811  Philidor, A. D. (François André Danican) L'Analyze des Echecs: Contenant Une Nouvelle Methode Pour apprendre en peu de tems à se Perfectioner dans ce Noble Jeu ... London, 1749. 8°. Mit 1 Titel- und 1 Schlussvignette. XIV, 162 Seiten. Brauner Lederband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Van der Linde I, 391. Nachdruck im Jahr der ersten Ausgabe. (Vergl. van der Linde) Zu identifizieren nach den Vignetten (Titelvignette mit zwei nach Früchten pickenden Vögeln und Schlussvignette mit einem Topf mit Blumen) und verschiedenen unterschiedlichen Schreibweisen einzelner Worte, der Seitenzahl und der bei dieser Ausgabe natürlich nicht enthaltenen Liste der Subskribenten. Ein zeitgenössischer Nachdruck, der die große Nachfrage nach diesem Werk verdeutlicht, die bereits kurz nach dem Erscheinen einsetzte. Philidor (1726 - 1795) war der größte Meister des 18. Jahrhunderts und stärkster Spieler der Welt nach seinen Wettkampfsiegen gegen Stamma. Sein Buch enthält seine Erkenntnisse über die Schachstrategie, mit der er seinen Zeitgenossen weit voraus war. Er verfasste sie mit 22 Jahren und ließ sie dann in London drucken. Sein Satz "Die Bauern sind die Seele des Schachspiels ..." wurde zur Legende. Von Beruf war er eigentlich Musiker und Opernkomponist. Die Inhalte sind auch heute noch von großer Bedeutung, es war eben ein bahnbrechendes Werk. "Mit der Erläuterung seiner Grundsätze in seinem Buch "L'Analyse du Jeu des Echecs" legte Philidor den Grundstein des modernen Schachs. Zustand: Name auf Vorsatz und Titel. Innen gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker und mit einigen Notizen von alter Hand. Einband bestoßen, beschabt und randig. Rücken mit Defekten. Bekanntes und gesuchtes Werk.          240,00

 

812  Philidor, A. D. (François André Danican.) Chess analysed: Or instructions by which a perfect knowledge of this noble game may in a short time be acquir'd. London, Nourse and Vaillant, 1750. 8°. Mit Kopf- und Schlussvignetten. XI, 146 (recte 144) Seiten. Brauner Lederband mit goldverzierten Deckeln. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Van der Linde I, 394; Linde - N. 486. Erste englische Ausgabe. Philidor (1726 - 1795) war der größte Meister des 18. Jahrhunderts und stärkster Spieler der Welt nach seinen Wettkampfsiegen gegen Stamma. Sein Buch enthält seine Erkenntnisse über die Schachstrategie, mit der er seinen Zeitgenossen weit voraus war. Die Inhalte sind auch heute noch von großer Bedeutung, es war eben ein bahnbrechendes Werk. Zustand: Die Paginierung springt von S. 77 auf S. 80. Vorsatz mit Leimschatten und Exlibris. Innen gebräunt und fleckig. Einband bestoßen und beschabt. Rücken erneuert.          180,00

 

813  Philidor, (André Danican). Analysis of the game of chess. A new edition, improved and greatly enlarged. To which is added, several parties, played by the author blindfold, against three adversaries. 2 Teile in einem Band. London, Elmsly, 1790. 8°. IX, 1 Bl., 223, 2 Bll., 183 S. Neuer grüner Halblederbd. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 491; van der Linde I, 404; Schmid, S. 272. Philidor (1726 - 1795) war der größte Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1749 erschien sein Werk "L'Analyse du jeu des Echecs" mit seiner Schachstrategie. Seine Inhalte sind auch heute noch von großer Bedeutung, es war eben ein bahnbrechendes Werk. Philidors Satz "Die Bauern sind die Seele des Schachspiels ..." wurde zur Legende. Der erste Teil der vorliegenden Ausgabe ist eine Neuauflage der Ausgaben von 1749 und 1777. Der 2. Teil enthält neue Eröffnungen und Endspiele sowie Anweisungen für das Blindspiel. Zustand: Vorsätze erneuert. Jeweils Name auf Titel. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig, Titel stärker.          180,00

 

814  Piacenza, Francesco. I campeggiamenti degli scacchi, o sia nuova disciplina d’attachi, difese, e partiti del givoco degli scacchi, si nello stile antico, che nel nuovo archischacchiere: Stratagemme, & Inuentioni ... Turin, Antonio Beltrandi, 1683. 8°. Mit 1 ganzseitigen Holzschnittporträt, 2 Holzschnitten im Text und 3 Diagrammen (davon 1 als Blankoschema). 132 Seiten, 2 Bll. (Die Seiten 7 und sind korrekt als weiße Seiten eingebunden.) Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde – N. 4735; van der Linde II, 362 f.; Schmid S. 275; Chicco / Sanvito, Lineamenti ..., 671. Seltene Darstellung über eine Variante des Schachs mit einem 10 x 10 Felder großen Schachbrett mit 40 Figuren. Eingeführt wurden zwei neue Figuren: Centurion und Decurion. Die Holzschnitte zeigen ein Diagramm mit 64 Feldern, ein Diagramm „Forma del Arciscacchiere“ mit 100 Feldern, eine Figur des „Zenurione“ und eine Figur des „Decurione“. Francesco Piacenza (1637 – 1687) war italienischer Schachspieler, Doktor des Zivil- und Kanonischen Rechts, Professor für Geographie. Er war auch als Sekretär für die katholische Kirche tätig und unternahm viele Reisen. Zustand: Buchblock gelockert, mit Papierstreifen gefestigt. Innen leicht gebräunt, vereinzelt fleckig und teilweise randig. Einband stärker angestaubt, etwas fleckig und wenig bestoßen. Vorderdeckel mit handschriftlicher Notiz. Seltene Ausgabe.          900,00

 

815   Polignac, Melchior de. L‘Anti – Lucrece, Poëme sur la religion naturelle. De la Traduction de M. de Bougainville. Lyon, Perisse, 1780. 8°. C, 375 Seiten. Brauner Lederband mit reicher Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu Graesse V, 388 (frühere Ausgabe); Jöcher III, 1660f. Polignac schrieb mit diesem lateinischen Gedicht eine Widerlegung der antiken Philosophie aus der christlich - theistischen Sicht heraus. Ein Schachbezug findet sich nach van der Linde im dritten Buch, da "vergleicht der Verfasser die Verbindungen der Atome mit den Figuren im Schachspiel." (vergl. van der Linde II, 281 zur italienischen Ausgabe) In der vorliegenden Ausgabe findet sich die Schachnotiz auf Seite 82. Der französische Kardinal, Diplomat und Dichter Melchior de Polignac (1661 - 1741) war Botschafter in Polen beim missglückten Versuch Conti als König einzusetzen und Bevollmächtigter beim Kongress von Utrecht. Er war Mitglied in der Académie Française und Akademie der Wissenschaften. Zustand: Innen gebräunt und wenig fleckig, teilweise stärker. Einbände stärker bestoßen und etwas beschabt. Rücken oben defekt.          90,00

 

816  Rabelais, François. Les oeuvres. Contenant cinq livres, de la vie, faicts et dits héroïques de Gargantua et de son fils Pantagruel ... Lyon, Martin, 1558. 8°. 321, 4 Bll., 428 Seiten, 5 Bll., 154 S., 15 Bll. Brauner Lederband mit Goldfileten auf den Deckeln und reicher Rückenvergoldung. Dreikantgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Brunet IV, 1055; vergl. zu Rabelais: van der Linde II, 330 f. Der Humanist, Mediziner und Ordensbruder François Rabelais (gest. 1553) war französischer Schriftsteller der Renaissance und einer der bedeutendsten Prosadichter der französischen Literatur. In der vorliegenden frühen Werksausgabe ist im 5. Buch in den Kapietel XXIV und XXV ein Schachbezug. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Vorsätze erneuert. Innen stärker gebräunt, etwas fleckig und oben etwas knapp beschnitten. Wenige Seiten mit Defekten (ein Blatt mit Textverlust). Einband wenig bestoßen und berieben.          120,00

 

817  Ringhieri, Innocenzo. Cento giuochi liberali, et d'ingegno, nvovamente da ... [2. Ausgabe] Venedig, Giovanni Maria Bonelli, 1553. 8°. Mit vielen teils größeren Initialen und einer großen Druckermarke auf dem Titel. 122 nummerierte Blätter, 1 Bl. Inhaltsverzeichnis mit Druckermarke verso. Neuer flexibler Pergamentband mit Schließbändern. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Van der Linde II, 331; Schmid S. 292. “Das Werk ist der Catarina de Medici, Königin von Frankreich, zugeeignet und enthält … Bl. 118 b – 119a der zweiten Ausgabe, die Anweisung eine Partie Schach mittelst Personen auszuführen.“  (van der Linde) Eine seltene Sammlung von kuriosen Gesellschaftsspielen der Renaissance, darunter Giuoco della Fortuna, dell'Amante et dell amato, del Corpo humano, del Chiromante, della Bellazza, della Musica etc. Zustand: Innen gebräunt, vereinzelt fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Wenige Blätter mit Knickspur. Seltener Druck.          600,00

 

818  (Rio, Ercole del.) Sopra il giuoco degli scacchi. Osservazioni pratiche d'Anonimo Autore Modenese. Modena, Torri, 1750. 8°. Mit 1 gestochenen Titelvignette und 1 gestochenen Textvignette (Schachspielszene). 5 Bll. (inkl. Titel), 108 Seiten, 2 Bll. Index, 1 Bl. Errata. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) Angebunden: (Ponziani, Domenico Lorenzo) Il Giuoco incomparabile degli Scacchi, sviluppato con nuovo metodo, per condurre chiunque colla maggiore facilità dai primi elementi sino alle finezze più magistrali. Opera d'Autore Modenese, divisa in tre parti. Seconda Edizione purgata, ed arricchita di nuovi moltissimi lumi, e scoperte. Modena, Bartolomeo Soliani, 1782. 8°. Mit 3 Abbildungen und einigen Holzschnittvignetten im Text. VIII, 242 Seiten, 1 Bl. weiß, 1 Bl. Errata. Brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Ad I: Linde - N. 515; van der Linde I, 372; Chicco - Sanvito, Lineamenti ..., 284; Schmidt S. 293. Erste Ausgabe. Der italienische Schachspieler Ercole del Rio (um 1718 - 1802) war Stadtrat in Modena und Begründer der sogenannten italienischen Schule, die die Bedeutung einer schnellen Entwicklung der Figuren in der Eröffnung hervorhebt. Sein Werk "Sopra il giuoco degli scacchi ..." (deutsch: Praktische Beobachtungen über das Schachspiel) wurde unter dem Pseudonym Anonimo Modenese veröffentlicht und diente später zur Grundlage von Lollis ausführlichem Werk. „Das Buch enthält, ausser einer Reihe nützlicher und belehrender Endspiele, viele vortreffliche Anfangsspiele …“ (Schmidt) Ad II: Linde - N. 527; van der Linde I, 375; Schmid, S. 276 f. Domenico Ponziani (1719 - 1796) war Professor für Zivilrecht, einer der führenden italienischen Autoren des 18. Jahrhunderts und der bekannteste Vertreter der Schachschule von Modena. Ponziani propagierte das freie Figurenspiel, die Bauern waren Wegbereiter für die Figuren. Nach ihm ist die "Ponziani - Eröffnung" benannt. Die hier vorliegende 2. Auflage wurde von ihm gegenüber der 1. Auflage vermehrt und bedeutend verbessert. In der neuen Vorrede wird auch der Autor genannt. "Das Ganze zerfällt in drei Theile, deren erster allgemeine Regeln und eine schätzenswerte Kritik der bekannten Autoren jener Zeit enthält. Im zweiten Theile, welcher wieder nach den Eröffnungen abgetheilt ist, folgen dann das Giuoco piano …, das Läuferspiel und die Veränderungen der Springerpartie, die unregelmäßigen Anfänge, das Königsgambit, und … das Damengambit ... Den letzten Theil nehmen die regelmäßigen Spielendungen und 50 künstliche Endspiele ein, welche sich, eben so wie die Anfänge, durch eine überaus grosse Genauigkeit, mit der sie gearbeitet sind, vortheilhaft auszeichnen ... Diese zweite Modeneser Auflage gilt als die beste." (Schmid, S. 276) Zustand für beide Teile: Etikett auf Innendeckel. Innen etwas gebräunt, teilweise stärker und gering fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband etwas bestoßen. Rücken beschabt. Seltene und gesuchte Ausgaben.          900,00

 

819  (Rosinus, Johannes) Antiqvitatvm Romanarvm Corpvs Absolvtissimvm In Quo Praeter Ea Quae Ioannes Rosinvs delineaverat, Infinita supplentur, mutantur, adduntur: Ex Criticis, Et Omnibus utriusque linguae auctoribus collectum: Poetis, Oratoribus, Historicis, Iurisconsultis, qui laudati, explicati, correctiq[ue]: Thoma Dempstero … Editio Postrema, prioribus emendatior, & accuratior. Genf, Chouet 1559 (i.e. 1659). 4°. Mit 2 gefalteten Holzschnittkarten und einigen Textholzschnitten. 16 Bll., 1063 S. (recte 1055), 69 Bll. . Brauner Lederband mit (verblasster) Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Das Schach wird auf Seite 427 erwähnt, als Teil des 5. Buches mit dem Titel “De ludis, mensis, sive conviviis“. Johannes Rosinus (1551 - 1626) war Pfarrer zu Wickerstädt und später Dom - Prediger in Naumburg. Besondere Erfahrungen hatte er auf dem Gebiet der Altertumsforschung. Rosinus’ Hauptwerk “Antiquitates romanae“ beschreibt verschiedene Aspekte wie Topograhie, Sakralbauten, Spiele, Rechts-, Staats- und Kriegewesen und verfasste somit ein Handbuch zur römischen Kultur und den römischen Altertümern. Die Abbildungen zeigen u. a. Münzen, Kunstgegenstände, römische Gewänder, Bauten und einen schönen Plan von Rom. Zustand: Buchblock gelockert. Stempel auf Titel. Innen gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Einige Seiten mit Defekten. Eine Tafel mit hinterlegtem Einriss. Einband bestoßen und beschabt. Rücken mit Defekten und Etikett.          90,00

 

820  Le Royal Jeu de l'Ombre et du Piquet, Augmentés de divers Jeux de Carte, nouvellement inventés … Le Jeu des Eschets, Le Reversy, L’Homme, La Triomphe, Le Brelan, Le Vingtquatre, Le Lansquenet, Le Here, L’Emprunt, Le Hoc. Den Haag, Jacob van Ellinckhuysen, 1690. 16°. 96 Seiten. Blindgeprägter Leinenband mit leichter Rückenvergoldung. (LS)

* Mit eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Innendeckel: "No ... 1884 Lasa" sowie Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 3467; van der Linde II, 52. Die Ausführungen zum Schach sind auf den Seiten 58 bis 67. Das Werk beschreibt verschiedene Spiele wie l'Hombre, Piquet, Reversy und Billard. Zustand: Titel auf festes Papier montiert. Innen gebräunt, mit wenigen handschriftlichen Notizen und oben knapp beschnitten (teilweise mit Verlust der Seitennummerierung und Kopfzeile). Wenige Seiten mit kleinen Defekten. Einband wenig bestoßen. Rücken ausgeblichen.          120,00

 

821  Le Royal Jeu de l'Ombre et du Piquet, augmentez du Jeu des Eschets, et d'un nouveau Jeu de L'Ombre, comme on le joue presentement à la Cour & à Paris, & autres nouvellement inventez. 2 Teile in einem Band. Den Haag, Jacob van Ellinckhuysen, 1703. 12°. 96, 73 Seiten, 3 Bll. Geheftet. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 3468; van der Linde II, 51; vergl. Kieler Schachkat. 1131. Die Ausführungen zum Schach sind auf den Seiten 58 bis 67. Der zweite Teil mit dem Titel "Nouveau jeu de l'Hombre ... à Paris, Où l'on voit comment se joue espadille force, l'hombre à deux, à trois & à cinq." Das Werk erschien erstmals im Jahr 1690 und beschreibt verschiedene Spiele wie l'Hombre, Piquet, Reversy und Billard. Zustand: Innen gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker. Umschlag angestaubt, bestoßen und mit Defekten.          90,00

 

822  Le Royal Jeu de l'Ombre et du Piquet, augmentez du Jeu des Eschets, et d'un nouveau Jeu de L'Ombre, comme on le joue presentement à la Cour & à Paris, & autres nouvellement inventez. 2 Teile in einem Band. Den Haag, Jacob van Ellinckhuysen, 1712. 12°. 96, 73 Seiten, 3 Bll. Brauner Lederband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 3470; vergl. van der Linde II, 51 (Ausgabe von 1703). Die Ausführungen zum Schach sind auf den Seiten 58 bis 67. Der zweite Teil mit dem Titel "Nouveau jeu de l'Hombre ... à Paris, Où l'on voit comment se joue espadille force, l'Hombre à deux, à trois & à cinq." Das Werk erschien erstmals im Jahr 1690 und beschreibt verschiedene Spiele wie l'Hombre, Piquet, Reversy und Billard. Zustand: Innendeckel und Vorsätze mit Leimschatten. Buchblock gelockert. Innen gebräunt, teilweise stärker und teilweise etwas fleckig. Einband bestoßen, etwas fleckig und mit Defekten im Lederbezug. Rücken mit Defekten.          90,00

 

823  Salvio, Alessandro. Trattato dell'inventione et arte liberale del gioco di scacchi del Dottor Alessandro Salvio Napolitano. Diviso in Discorsi, Sbaratti, e Partiti. Neapel, Gio. Battista Sottile, 1604. 8°. Mit 1 Titelholzschnitt, 1 Diagramm im Text und einigen Holzschnittinitialen im Text. 4 Bll. (inkl. Titel), 186 Seiten, 1 Bl. Neuer Pergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 382; van der Linde I, 369; Chicco / Sanvito, Lineamenti Nr. 753; Kieler Schachkatalog 1138; Schmid S. 301 f. Der starke italienische Schachspieler Alessandro Salvio (um 1570 - um 1640) beschreibt in seinem Schachbuch die Veränderungen des Königsgambits und des Giuochi piani. "Salvio's geschätztes Werk besteht aus zwei Theilen, deren einer jedoch meist geschichtliche Notizen enthält." (Schmid) Zu Beginn der Ausgabe sind drei Sonette auf zwei unnumm. Blättern. Seite 27 - 35: Vero modo del giocare di memoria, per li prouetti, & per li principianti da impararsi il gioco. Seite 35 - 160: folgen Spiele. S. 161 - 178 sind Aufgaben (u. a. von Polerio). Zustand: Vorsätze erneuert. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit reparierten Defekten oder in etwas schwächerem Abdruck. Einband etwas angestaubt und wenig fleckig. Rücken etwas ausgeblichen. Sehr seltene Ausgabe.          600,00

 

824  Schmidt, Karl Friedrich. Hundert und zwanzig Schach-Räthsel. Verfaßt und allen Schachfreunden gewidmet. Breslau, Eduard Philipp, ca. 1829. Mit 1 Diagramm. 36 Seiten, 1 Bl. Verbesserungen (S. 25 – 36 sind in größerem Format und wurden als gefaltete Blätter eingebunden). Schwarzer Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde – N. 2368; van der Linde II, 94. Mit Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Titel. Seltene Kleinschrift von Karl Friedrich Schmidt mit Problemen, um “manchem Schachspieler Unterhaltung” zu gewähren und “durch ungewöhnliche, überraschende und nicht zu nahe liegende Züge Interesse zu geben”. Zustand: Vorsätze neu. Innen etwas gebräunt und stärker fleckig. Nummernstempel auf S. 36. Stempel auf letztem Vorsatz. Sehr seltene Ausgabe.          240,00

 

825  [Selenus, Gustavus; Kryptonym für Herzog August d. J. von Braunschweig und Lüneburg, 1579 - 1666] Ludus latrunculorum. Stein oder Schachspiel vermehrt und verbessert. Frankfurt, Johann Hüttner, 1650. 12°. Mit 1 gestochenen Titel. 77 Seiten. Brauner Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 367; van der Linde I, 351. Namenszug von J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Diese anonym erschienene, kleinformatige Ausgabe ist ein Auszug aus der umfangreichen großen Publikation "Das Schach - oder König - Spiel" von Herzog August. Das umfangreiche Werk entstand nach gründlichen Literaturrecherchen, wobei besonders die Ausgabe von Ruy Lopez de Sigura, Libro de la invención liberal y arte del juego del Axedrez ... Grundlage der Darstellung war. Abraham Aben - Esza schreibt in seinem Werk hierzu: Ein "Epitome [des Gustavus Selenus] darbey doch der Autor eigene Observationes darzu gethan hat". In einem Beitrag der Deutschen Schachzeitung von 1860, Seite 322 über den "Ludi Magister" wird erwähnt: "Augustus Selenus, in Opere, de Ludo Latrunculorum. Darinnen besonders die Historia und Praxis dieses Spiels gezeiget wird." Die Abbildung auf dem Titel hat Philipp Harpff in Anlehnung an die Darstellung aus dem Schachwerk von Selenus nachgestochen. Sie wurde im Erscheinungsbild und in einigen Details jedoch verändert. Dargestellt ist Herzog August beim Schachspiel mit einem unbekannten Herren und im Hintergrund drei weitere Personen. Zustand: Innen gebräunt und teilweise randig. Wenige Seiten mit Randdefekten. Einband etwas angestaubt und bestoßen. Seltene kleinformatige Ausgabe.          450,00

 

826  Silberschmidt, Hirsch (Hermann). Das Gambit, oder Angriff und Vertheidigung gegen Gambitzüge. Nebst einer systematischen Anleitung zum gewöhnlichen Schach-, dem kleinen Krieges- und sinesischen Schach - Spiele. Mit einem Anhange über die Geschichte des Schachs. Braunschweig, Waisenhaus, 1829. 8°. Mit 2 gefalteten Kupfertafeln mit 6 Diagrammen. VI, 1 Bl., 222 Seiten, 1 Bl. Verbesserung. Neuer Halbpergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 657; van der Linde II, 3 f.; Schmidt 316. "Silberschmidts Schriften gehören ... zu den vorzüglichsten in der deutschen Schachliteratur." (Schmidt) Der Verfasser (1801 - 1866) war bekannter deutscher Theoretiker seiner Zeit. Die umfangreichen Überlegungen des Verfassers über das Gambit waren gegen die Ausführungen von A. Reinganum gerichtet. Die Ausgabe enthält auf den Seiten 197 - 219 einen guten Teil zur Geschichte des Schachs. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen stärker gebräunt und etwas fleckig. Tafel 1 mit hinterlegtem Riss. Seltene Ausgabe.          240,00

 

827  (Sorel, Charles) La maison des jeux. Où se trouvent les divertissemens d'une compagnie, par des narrations agreables, & par des jeux d'esprit, & autres entretiens d'une honneste conversation. Derniere edition. Reveuë, corrigée & augmentée. 2 Bände. Paris, Antoine de Sommaville, 1657. 8°. 16 Bll., 700 (recte 690) Seiten; Titel, 588 Seiten, 8 Bll. Braune Lederbände mit verblasster Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Barbier III, 17. Der Roman „La Maison des jeux“ ist ein Werk, wo Unterhaltung durch angenehmes Geschichtenerzählen, geistreiche Spiele und andere Formen ehrlicher Konversation geboten wird. Es ist ein Buch der Erholung, das weit davon entfernt ist, eine einfache Anthologie von Spielen und Unterhaltungen zu sein. Es soll eine wahre Schule der gesellschaftlichen Anmut aufzeigen, die sich mit ehrlichen Menschen befasst und letztlich das Ziel hat, ein Bild des Welttheaters zu zeichnen. Ein Abschnitt mit Bezug zum Schach ist auf den Seiten 265 – 270 im 2. Band. Zustand: Vorsatz fehlt. Innen gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker und teilweise randig oder Ecken gestaucht. Wenige Seiten mit Defekten. Paginierung springt. Einbände stärker bestoßen und mit Randdefekten.          90,00

 

828  Souteri, Daniel. Palamedes; siue de tabula lusoria, alea, et variis ludis, libri tres. Quorum I, Philologicus; II, Historicum; III, Ethicus; seu Moralis. Leiden, Elzevier, 1622. 16 Bll. (inkl. Titel), 248 Seiten. Pergamentband mit Rückentitel von alter Hand. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Van der Linde I, 40 f.; vergl. Kieler Schachkatalog 2135 (Ausgabe von 1625). Vom Vorbesitzer wurde die Ausgabe wegen des Bezuges zum Schach auf den Seiten 13 - 15 und 21 - 27 erworben. "Der Autor, ein Harlemer Pastor leitet p. 15 Schach vom scheuchen ab ..." (v.d. Linde) Zustand: Buchblock gelockert. Innen gebräunt, teilweise stark, etwas fleckig, teilweise randig und ab S. 233 unten mit Wurmsour. Mit wenigen Notizen von alter Hand. Einband etwas angestaubt und fleckig. Seltene Ausgabe.          150,00

 

829  Kartenspiele. Zwey Frantzösische kurtzweilige Spiel: mit Namen/ Das Pickquet und Hoick-Spiel: Sampt dem lustigen Mund- oder Thurn-Spiel: Wie solche nach künstlicher Wissenschafft recht-und wol zu spielen/ auß den übgründlichen Spiel-Gesezen herfür gesucht/ und außführlich beschrieben. Frankfurt, Hermsdorff, 1655. 12°. 64 Seiten. Neuer heller Leinenband. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD17 12:652542P; Zollinger, M. Bibliographie der Spielbücher, 105. Seltene Ausgabe mit der Beschreibung von drei Kartenspielen: dem Piquetspiel, dem Hoickspiel und dem Mund- oder Thurn – Spiel. Zustand: Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband etwas berieben.          80,00

 

830  Spiele.L'Hombre. (Méré, Antoine Gombaud de) Le Jev de L’Hombre. Paris, Barbin, 1675. 8°. Mit 2 wiederholten Holzschnittvignetten. 68 Seiten. Brauner Lederband mit reicher Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Zollinger, M. Bibliographie der Spielbücher, 142. “Erste französische l’Hombre – Regel, die zahlreiche Auflagen erlebte und vor allem als Vorbild für deutsche Drucke diente … Chevalier de Méré (1607 – 1684), selbst ein Spieler, wurde besonders bekannt durch seine Beziehungen zu Pascal (Wahrscheinlichkeitsrechnung!) und Fermat.“ (Zollinger 139, zur Ausgabe von 1674) Zustand: Innenspiegel und Vorsatz mit Leimschatten. Name auf Titel. Innen gebräunt, teilweise stärker. Einband an Ecken und Kanten bestoßen. Rücken mit Defekten.          80,00

 

831  Spiele. Longin, C. G. v. (Hrsg.) Die vollständigen Regeln und Gesetze des l'Hombre- Quadrille- und Cinquillespiels. Nach der leichtesten und neuesten Art zu erlernen. Berlin, Oehigke, 1797. 8°. 109 Seiten. Broschiert ohne Umschlag. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Seltene Ausgabe zum l'Hombre-, Quadrille- und Cinquillespiel. Zustand: Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Umschlag fehlt.          80,00

 

832  Spiele. L’Hombre. (Luca, Gio. Batt. de ?) Del Giuoco Dell'Ombre. Bologna, Recaldini, 1675. 16°. 141 (recte 143) Seiten. Flexibler Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu Zollinger, M. Bibliographie der Spielbücher, 162 (Ausgabe von 1688). Anonym erschienene Ausgabe zum l’Hombre – Spiel. Zustand: Buchblock gelockert. Innen gebräunt, wenig fleckig und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten.Einband angestaubt und etwas bestoßen.          50,00

 

833  Spiele. Ottonelli, Giovanni Domenico. Parenesi prima à giucatori di Carte, ò di Dadi, e contiene Conclusioni Morali, e Casi seguiti circa il Giuoco, à fine di muouere ogni Christiano à lasciarlo, ò seruirsene moderatamente senza peccati. Operetta raccomandata a' zelanti predicatori dal p. Gio. Domenico Ottonelli ... Con due indici, vno delle conclusioni, e de' casi, l'altro delle materie. Fiorenza, Landi, 1659. 8°. 4 Bll. (inkl. Vortitel und Titel), 127 Seiten. Flexibler Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Zollinger, M. Bibliographie der Spielbücher, 822; Jöcher III, 1144. Moralische Schrift des Jesuiten Giovanni Domenico Ottonelli (1583 – 1670) gegen das Spiel mit Anmerkungen für Karten- oder Würfelspieler, moralische Schlussfolgerungen und Fallbeispiele bezüglich des Spiels, mit dem Ziel, jeden Christen zu ermutigen, es zu meiden oder maßvoll zu nutzen und die schweren Schäden zu erkennen. “Den theoretischen Ausführungen folgen Greuelgeschichten, in denen Spieler in der Regel ums Leben kommen.“ (Zollinger) Zustand: Etikett und Exlibrisrest auf Innendeckel. 2 Stempel und Notiz auf Titel. Innen gebräunt, teilweise etwas fleckig und teilweise mit Wurmspur. Einband angestaubt, wenig fleckig und Rückdeckel mit Wurmspur. Rücken mit Defekten.          150,00

 

834  Spiele. Rithmomachia. Boissière, Claude de. Le tresexcellent et ancien jeu Pythagorique, dict Rythmomachie, fort propre & très util à la recreation des esprits vertueux pour obtenir vraye & prompte habitude en tout nombre & proportion … nouuellement amplifié … Paris, Guillaume Cavellat, 1556. 8°. Mit 1 Holzschnitt – Titelvignette und 13, teils ganzseitigen Textholzschnitten. 52 Bll. Defekter brauner Halblederband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Mit Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Vergl. dazu: van der Linde II, 373; Schmid S. 131 und Maßman S. 153. Das Zahlenkampfspiel (lateinisch numerorum conflictus oder griechisch-lateinisch rithmomachia, arithmomachia oder Rithmomachie, später auch Philosophenspiel) war ein mittelalterliches Brettspiel, basierend auf den Harmonietheorien des Boëthius (welche sich an der Einführung in die Arithmetik des Nikomachos von Gerasa orientierten) es stand durchaus in Konkurrenz zum Schachspiel. Anfänglich im frühen 11. Jhrdt. als Wettstreit zwischen zwei mathematisch geschulten Meistern gedacht, erlangte es schnell Verbreitung in ganz Europa, besonders in Frankreich, England und im Heiligen Römischen Reich. Besonders beliebt war der Gebrauch zu didaktischen Zwecken in den europäischen Domschulen, um Arithmetik, Proportionenlehre und Musiktheorie spielerisch zu erlernen. Zustand: Widmung auf Vorsatz. Innen gebräunt, etwas fleckig, oben etwas knapp beschnitten. 4 Blätter mit Abbildungen sind an der äußeren Seite so beschnitten, dass leichter Bildverlust entstanden ist. Am Ende sind 70 weiße Blätter zusätzlich eingebunden. Einband bestoßen. Die Deckel sind lose und der Rücken fehlt.          300,00

 

835  Spiele. Rocca, Angelo. Commentarius pro re domestica et nummaria saluteque animarum in primis. Conservanda ad Christiani Orbis Universitatem a Fr. Angelo Roccha … Directus Contra Ludum. Alearum Chartarum scilicet ac taxillorum ... Quae ex Ludis illis abominandis suboriuntur. Ludo tandem ingenioso … Rom, Facciottus, 1616. 8°. Mit 1 breiten Holzschnitt – Titelbordüre, 1 Holzschnitt – Druckermarke und wenigen verzierten Holzschnittinitianlen. 4 Bll. (inkl. Titel), 84 Seiten, 6 Bll. Index. Neuer Halbpergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Christlich – moralische Abhandlung mit Kommentar zu häuslichen und finanziellen Angelegenheiten, insbesondere zum Seelenheil, die sich u. a. gegen Glücks- und Kartenspiele wendet. Der italienische Gelehrter und Schriftsteller Angelo Rocca (1545 – 1620) war Leiter der Vatikanischen Druckerei, ab 1605 Titularbischof von Thagaste und gründete in Rom eine öffentliche Bibliothek, die Biblioteca Angelica. Zustand: Vorsätze neu. Innen gebräunt, teilweise stark und etwas fleckig, teilweise stärker.          90,00

 

836  Spiele. Trictrac. (Jollivet, Euverts de) L’Excellent Iev dv Triqvetrac. Tres – dovx esbat és Nobles Compagnies. Paris, Pierre Guillemot, 1635. 8°. 4 Bll., 86 Seiten, 1 Bl. Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Zollinger, M. Bibliographie der Spielbücher, 84: “Zu Namen, Alter und Herkunft des Spiels, Beschaffenheit des Spielbretts und der Würfel, Spielregeln. Der Name des Autors (1601 – 1662, Advocat au Parlement de Paris …) wird erst in der Ausgabe 1656 genannt …“ Die Erstausgabe erschien 1634. Auf den Seiten, 7, 9 und 14 wird der Begriff des Schachs erwähnt. Zustand: Innen gebräunt und etwas fleckig teilweise stärker. Wenige Seiten mit Defekten. Einband angestaubt und fleckig. Zwei Etikette auf Rücken.          90,00

 

837  Spiele. Trictrac. Jollivet, Euverts de. L’Excellent Iev dv Triqve Trac. Tres – dovx esbat és Nobles Compagnies. Augmenté de nouveau. Paris, Promé, 1651. 8°. 63 Seiten. Pappband. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu Zollinger, M. Bibliographie der Spielbücher, 84 (Ausgabe 1635): “Zu Namen, Alter und Herkunft des Spiels, Beschaffenheit des Spielbretts und der Würfel, Spielregeln …“ Die Erstausgabe erschien 1634. Auf den Seiten 8, 9 und 11 wird der Begriff des Schachs erwähnt. Zustand: Innen stärker gebräunt, vereinzelt fleckig und oben etwas knapp beschnitten teilweise stärker. Wenige Seiten mit Defekten. 2 Bll. verheftet. Einband angestaubt und bestoßen.          80,00

 

838  Spiele. Voltarete. (Oliveira, Antonio Rodrigues Veloso de) Tratado do jogo do Voltarete, com as leis geraes do jogo. Lissabon, Simão Tadeu Ferreira, 1794. 12°. VII, 304 Seiten. Halblederband mit goldverziertem Rücken. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Borba de Moraes II, 628. Seltenes Werk über Voltarete, eine brasilianische Variante des Kartenspiels L‘Ombre. Das erste Buch über Kartenspiele eines brasilianischen Autors und auch das erste zu diesem Thema in portugiesischer Sprache. Antônio Rodrigues Veloso de Oliveira (ca. 1750 – 1824) war brasilianischer Staatsmann, Jurist und Politiker. Zustand: Seiten III – VII wurden nach dem Titel und nicht am Ende eingebunden. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und mit wenigen Anstreichungen. Einband etwas bestoßen, an Ecken und Kanten stärker. Vorderdeckel lose. Rücken mit Defekten.          50,00

 

839  Stamma, Philippe. Nouvelle manière de jouer aux échecs selon la méthode du Sr. Philippe Stamma natif d'Alep. Utrecht, Schoonhoven, 1777. Kl. - 8°. Mit gestochenem Titel und 2 Textkupfern als Zierstücke. XXXI, 163 Seiten, 1 Bl. weiß. Brauner Lederband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Van der Linde I, 380; Linde - N. 425; Kieler Schachkat. 3243. Philipp Stamma war bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1737 gab er eine Sammlung von Endspielstudien heraus. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. Die vorliegende Ausgabe enthält eine Texteinführung über das Schachspiel und seine Regeln, danach Beschreibung von Partien in verschiedenen Fassungen. Zustand: Innen etwas gebräunt und wenig fleckig. Einband bestoßen und stärker beschabt. Gesuchte Ausgabe.          240,00

 

840  Stamma. (Schlesinger, W.) Des Arabers Philipp Stamma Schachspiel - Geheimnisse. Das ist dessen hundert Spiel - Endungen. Neu herausgegeben und mit Anmerkungen, Verbesserungen, und Zusätzen zum Unterricht für minder geübte Schachspieler versehen von W. S., einem Oesterreicher. Wien, Georg Binz, 1806. 8°. 211 Seiten, 1 Bl. Errata. Orig. geheftet mit lithographiertem Umschlag. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 431; van der Linde I, 380; Schmid S. 322. Philipp Stamma war bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1737 gab er seine Sammlung von Endspielstudien heraus, die danach in vielen weiteren Auflagen und Übersetzungen verbreitet wurden. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. Vergl. zu Stamma und den verschiedenen Ausgaben umfassend van der Linde I, 377 ff. Zustand: Exlibris und Name auf Innenumschlag. Innen stärker gebräunt und fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Umschlag angestaubt, etwas fleckig und mit Defekten. Rücken mit braunem Papierstreifen repariert.          120,00

 

841  Theoretisch - praktischer Unterricht im Schachspiel unter Vieren von einer Gesellschaft Liebhaber. Nebst einem Anhange zu den Anweisungen im Schachspiel. Von K. E. G. Dessau, Verlagskasse für Gelehrte und Künstler, 1784. 8°. Mit 2 gefalteten Tafeln. 95 Seiten. Brauner Halblederband mit Rückenvergoldung und Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4854; van der Linde II, 357; Kieler Schachkatalog 1399, nicht bei Holzmann - Boh. Den Namen des Herausgebers bzw. Verfassers konnten wir nicht ermitteln. Seltene Darstellung zu dieser Abart des Schachspiels. Aus dem Inhalt: Regeln des Spiels. Bemerkungen über den Gebrauch der Steine. Bemerkungen für Spieler und Gegenspieler über die Dessins. Von Spielanfängen und Endigungen. Vorschläge zur Erlernung dieses Spiels. Anhang für die Liebhaber des einfachen Schachspiels. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Vorsätze mit Leimschatten. Name auf Titel. Durchschossenes Exemplar. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig, teilweise stärker. Einband etwas angestaubt und bestoßen. Sehr seltene Ausgabe.          240,00

 

842  Theoretisch - praktischer Unterricht im Schachspiele von einer Gesellschaft von Liebhabern. Aus dem Französischen übersetzt und mit den hundert Spielen des Philipp Stamma vermehrt. [Übersetzt von K. F. Trost] Berlin, Nicolai, 1780. 8°. Titel, 4 Bll. Vorrede, 430 Seiten. Geheftet. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD18 10289615; van der Linde I, 414; Linde - N. 542; vergl. Schmid S. 337 und 108 f. Erste Ausgabe. Die französische Erstausgabe datiert aus dem Jahre 1775; sie wurde von einigen Spielern des Café de la Régence mit dem Titel "Traité Théorique et Practique du Jeu des Echecs, par une Société d'Amateurs" in kleinem Format ediert. Der Fachverleger Nicolai hebt in seinem Vorwort hervor, dass eine Menge lehrreicher Anmerkungen … enthalten seien. "Die in dem Werke befolgte Theorie ist die, damals ausser Italien allgemein angenommenen, und nach dem grossen Meister jener Zeit benannte Theorie des Philidor." (Schmid) Seiten 377 - 427 im Anhang enthalten die hundert Spiele des Philipp Stamma. Zustand: Exlibris auf Innenumschlag. Innen papierbedingt gebräunt, fleckig und teilweise randig. Umschlag bestoßen. Seltene Ausgabe.          120,00

 

843  Twiss, Richard. Miscellanies. 2 Bände. London, Egerton, Booth und Murray, 1805. 8°. Mit 1 doppelseitigen Notenbeispiel und wenigen Textzeichnungen. 2 Bll. (Titel und Inhaltsverzeichnis), IX Seiten Subskribenten, IV S. Vorwort, 1 Bl. Errata, 347 Seiten; 2 Bll. (Titel und Inhaltsverzeichnis), 391 Seiten. Neue braune Halblederbände mit verblasstem Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachhistorikers Harold J. R. Murray (1868 - 1955) auf Vorsatz des 2. Bandes. Van der Linde II, 428; Linde - N. 4544. "The following trifle … is offered to chess - players, as a compilation of all the anecdotes and quotations that could be found relative to the game of chess; with an account of all the chess - books which could be procured ..." Richard Twiss (1747 - 1821) brachte auch umfangreiche Zitate aus "ancient books". 1805 erschienen in London wiederum zweibändig gleichsam als Ergänzung [zum zweibändigen Werk Chess] die Miscellanies, die im 2. Band auf Seite (1) den Vermerk “Miscellanies. Additions to the two volumes of Chess, published in 1787 and 1789“ haben. (vergl. Schachpartie durch Zeiten und Welten, S. 364 B106). Zustand: Vorsätze neu. Handschriftliche Notiz auf Vorsatz. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Einbände etwas angestaubt. Seltene Ausgabe.          150,00

 

844  Venturini, Georg. Beschreibung und Regeln eines neuen Krieges - Spiels, zum Nutzen und Vergnügen, besonders aber zum Gebrauch in Militair - Schulen. Schleswig, Röhß, 1797. 8°. Mit 3 gefalteten, kolorierten Kupfertafeln. XXVIII, 230 Seiten, 2 Bll. Druckfehler. Brauner Halblederband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Vergl. dazu VD18 10249540; Linde - N. 4830; van der Linde II, 365 (mit abweichender Kollation); Jähns III, 2146 und 2493. Der in Braunschweig geborene Joh. Georg Jul. Venturini (1772 - 1802) machte als Genieoffizier alle Feldzüge der Revolutionskriege mit und wurde 1799 Hauptmann. Die vorliegende Ausgabe beschreibt das von ihm erfundene Kriegsspiel, mit dem er den Spieler an das schwierige Gebiet der Feldherrnwissenschaft heranführen möchte und bei dessen Konzeption er Gedanken des Schachspiels berücksichtigt hat. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Innendeckel und Vorsätze mit Leimschatten. Innen gebräunt und teilweise etwas fleckig. Einband etwas bestoßen. Rücken stärker beschabt. Seltene Ausgabe.          180,00

 

845  (Vida). Heroicae Poeseos deliciae ad unius Virgilii imitationem. Ex summis Poetis Sannazario, Buchanano, Vida, Bembo ... Selegit recentsuit, emendanuit Philippus Labbe. Paris, Gaspardum Meturas, 1646. 8°. 6 Bll., 384 Seiten. Brauner Lederband mit reicher (verblasster) Goldverzierung auf Deckeln und Rücken. (LS)

 * Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Di Cesare 38. Auf den Seiten 346 - 365 ist das Schachgedicht von Vida "Scacchia Ludus" enthalten. Es schildert mit Mitteln des heroischen Epos die Geschehnisse einer Schachpartie zwischen Apollo und Merkur, erklärt Figurenaufstellung, Zug- und Schlagweise und Zweck des Spiels. Marco Girolamo Vida (geboren um 1490) stammte aus Cremona. Seine bedeutendsten Dichtungen dieser Zeit sind neben dem Schachgedicht ein Lehrgedicht über die Seidenraupenzucht und die Ars Poetica. Zum Lohn für seine Dichtkunst erhielt Vida von Papst Clemens VII. den Episkopat von Alba bei Turin. Zustand: Etikett auf Innendeckel. Vorsatz fehlt. Notizen von alter Hand auf Titel verso. Innen gebräunt, randig und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband bestoßen, beschabt, mit Defekten und etwas angestaubt.          90,00

 

846  Vida, Marcus Hieronymus. Opera, quae quidem extant, omnia. Nempe, Christiados ... De Poetica, Lib. III, De Bombycum cura acusu, Lib. II, De Scacchorum ludo, Lib. I. Item eiusdem Hymni, Odae, Bucolica ... Basel, Balthasar Lasius und Thomas Platter, 1537. 8°. Mit wenigen Holzschnitt - Initialen. 24 Bll. (inkl. Titel), 403 Seiten, 5 Bll. (1 Bl. mit Holzschnitt - Druckermarke fehlt). Dunkelbrauner Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel und reicher Rückenvergoldung. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4552; van der Linde II, 259; di Cesare 4; vergl. dazu VD16 V 992. Das Gedicht "De Scacchorum ludo" handelt vom Schachspiel (hier auf den Seiten 344 - 369) und erfreute sich in Italien zu Beginn des Cinquecento besonderer Beliebtheit. Es schildert mit Mitteln des heroischen Epos die Geschehnisse einer Schachpartie zwischen Apollo und Merkur, erklärt Figurenaufstellung, Zug- und Schlagweise und Zweck des Spiels. Marco Girolamo Vida (geboren um 1490) war junger Priester und stammte aus Cremona. Seine bedeutendsten Dichtungen dieser Zeit sind neben dem Schachgedicht ein Lehrgedicht über die Seidenraupenzucht und die Ars Poetica. Zum Lohn für seine Dichtkunst und besonders das Schachgedicht erhielt Vida von Papst Clemens VII. den Episkopat von Alba bei Turin, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1566 wirkte. Das Schachgedicht war vermutlich Vidas poetisches Erstlingswerk. Nymphen sollen ihm in seiner Jugend die folgende Geschichte erzählt haben: Einst trafen sich die Götter bei der Hochzeit des Oceanus mit Tellus. Nach dem Festmahl bringt Oceanus ein gemustertes Brett mit 64 quadratisch angeordneten Feldern sowie je 16 weiße und schwarze Figuren aus Buchsbaum herbei und beschreibt den Anwesenden Brett und Spielsteine, Aufstellung, Zug- und Schlagweise und die Matt - Regel. Als Spieler werden Apollo (weiß) und Merkur (schwarz) bestimmt, als Schiedsrichter der Göttervater Jupiter. Zustand: Buchblock gelockert. Vorsätze und Titel mit Notizen von alter Hand und Defekten. Innen gebräunt, wenig fleckig, teilweise stärker und teilweise randig oder obere Ecke gestaucht. Wenige Seiten mit kleinen Defekten. Einband etwas bestoßen und beschabt. Rücken oben und unten etwas defekt. Seltene Ausgabe.          240,00

 

847  Vida, Marcus Hieronymus. Opera, quae quidem extant, omnia: nempe, Christiados ... De poetica ... De Bombycum ... De Scacchorum ... Item, eiusdem Hymni, Odae, Bucolica … Venedig, Melchior Sessam, 1538. 8°. Mit 2 (wiederholten) Holzschnittvignetten (Titel- und Schlussvignette). 335 Seiten, 15 Bll. Register, 1 Bl. weiß. Heller Lederband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4554; di Cesare 5. Das Schachgedicht "Scacchia Ludus" in lateinischer Sprache ist in dieser Ausgabe auf den Seiten 285 - 306 abgedruckt ist. Es schildert mit Mitteln des heroischen Epos die Geschehnisse einer Schachpartie zwischen Apollo und Merkur, erklärt Figurenaufstellung, Zug- und Schlagweise und Zweck des Spiels. Marco Girolamo Vida (geboren um 1490) war junger Priester und stammte aus Cremona. Seine bedeutendsten Dichtungen dieser Zeit sind neben dem Schachgedicht ein Lehrgedicht über die Seidenraupenzucht und die Ars Poetica. Zum Lohn für seine Dichtkunst und besonders das Schachgedicht erhielt Vida von Papst Clemens VII. den Episkopat von Alba bei Turin, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1566 wirkte. Die vorliegende Ausgabe enthält: Christiados, Poeticorum, Bombycum, Scacchia ludus (S. 285 - 306), Hymni, Bucolica. Zustand: Titel in schwächerem Abdruck. Innen gebräunt, wenig fleckig, teilweise stärker und durchgehend randig, mit wenigen Notizen von alter Hand. Wenige Seiten mit Defekten oder kürzer beschnitten. Letzter Vorsatz fehlt. Einband angestaubt, fleckig und etwas bestoßen. Seltene Ausgabe.          240,00

 

848  Vida, Marcus Hieronymus. Poemata omnia tam quae ad Christi veritatem pertinent ... Primo loco continentur Hymni de Reb. divinis nunc primum editi Christiados Lib. VI. Secondo autem volumine de arte poetica Lib. III. De Bombyce Lib. II. Scacchia Lib I. Bucolica eclogae III. Carmina diversi ... Cremona, Mutius und Locheta, 1550. 8°. Holzschnitt – Frontispiz (Druckermarke), 2 unn. Bll., Bl. 4 - 216, 76 Bll. Neuer Pergamentband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4558; Kieler Schachkatalog 8139; Brunet V, 1181. Marco Girolamo Vida (geboren um 1490) war junger Priester, stammte aus Cremona und unterstützte Giovanni de' Medici, den späteren Papst Leo X. Er widmete sich lateinischen Gedichte und behandelte gegen Ende seines Lebens religiöse Themen. Zum Lohn für seine Dichtkunst und besonders das Schachgedicht erhielt Vida von Papst Clemens VII. den Episkopat von Alba bei Turin. Die Ausgabe enthält u. a. sein Schachgedicht "Scacchia ludus", die "älteste poetische Darstellung des neuen Schach". (van der Linde II, 201) Es schildert mit Mitteln des heroischen Epos die Geschehnisse einer Schachpartie zwischen Apollo und Merkur, erklärt Figurenaufstellung, Zug- und Schlagweise und Zweck des Spiels. Daneben ist "Christias", ein Werk über das Leben Christi mit der Vida das religiöse neulateinische Barockepos einleitete; die theoretische Lehre von der Dichtkunst "De arte poetica" und sein Gedicht über den Seidenraupenbau "De bombyce" enthalten. Zustand: Fontispiz in etwas schwächerem Abdruck. Innendeckel und Vorsätze mit Leimschatten. Innen gebräunt, wenig fleckig und teilweise randig. Wenige Seiten mit kleinen Defekten. Einband etwas berieben und vereinzelt fleckig.          240,00

 

849  Vida, Marcus Hieronymus. Poematum, quae haud plane disjunxit a Fabula .... Edidit Thomas Tristram. 2 Bände in einem gebunden. Oxford, Clarendon, 1722 - 1723. 8°. Mit 1 Kupferstich - Frontispiz, 13 Textkupfern und wenigen gestochenen Initialen. 9 Bll. (inkl. Titel und Subskiribentenverzeichnis), IX, 145 Seiten; 2 Bll., 116 Seiten. Brauner Lederband mit etwas verblasster Goldverzierung auf den Deckeln und Rücken. Dreikantgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4577; vergl. van der Linde II, 262; vergl. Kieler Schachkatalog 8138. Enthalten sind in Band 1: De Arte Poetica, Bucolica, et Epistolam ad J. M. Gibertum. Band 2: Bombycum, Scacchiam Ludum und Carmina diversi generis. Das Gedicht "Scacchia ludus" handelt vom Schachspiel (hier auf den Seiten 45 – 76 des 2. Bandes) und erfreute sich in Italien zu Beginn des Cinquecento besonderer Beliebtheit. Es schildert mit Mitteln des heroischen Epos die Geschehnisse einer Schachpartie zwischen Apollo und Merkur, erklärt die Figurenaufstellung, Zug- und Schlagweise und Zweck des Spiels. Marco Girolamo Vida (geboren um 1490) war junger Priester und stammte aus Cremona. Seine bedeutendsten Dichtungen dieser Zeit sind neben dem Schachgedicht ein Lehrgedicht über die Seidenraupenzucht und die Ars Poetica. Zum Lohn für seine Dichtkunst und besonders für das Schachgedicht erhielt Vida von Papst Clemens VII. den Episkopat von Alba bei Turin, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1566 wirkte. Das Textkupfer am Beginn des Gedichtes zeigt eine schöne Illustration zu der Schachspielszene der Götter; das Frontispiz zeigt ein Porträt von Vida. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Nummer von alter Hand auf Vorsatz. Innen etwas gebräunt und vereinzelt flekkig. Einbände bestoßen und etwas beschabt. Rücken mit Defekten. Rückenschildchen fehlt. Schöne Ausgabe des Schachgedichtes.          150,00

 

850  Vida, Marcus Hieronymus. Schachia. Ludus ingenii, virtvtis et honestae voluptatis, apprimeq; cum heroicae tum literariae cohorti conveniens, otis quibusda & certis illustratus ... commodè exerceripoßit opera & studio Lucae Wielii Ligio - Silesii. Straßburg, Ledertz, (1604). 8°. Mit 2 gefalteten Tafeln. 39 unn. Bll. (inkl. Titel), 1 Bl. weiß. Brauner Halblederband. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4574; van der Linde II, 261; di Cesare 197. Die Ausgabe enthält neben dem lateinischen Text des Schachgedichtes "Schachia ludus", Kommentare und am Ende kleinen Verse und Sinngedichte. Es schildert mit Mitteln des heroischen Epos die Geschehnisse einer Schachpartie zwischen Apollo und Merkur, erklärt Figurenaufstellung, Zug- und Schlagweise und Zweck des Spiels. Marco Girolamo Vida (geboren um 1490) war junger Priester und stammte aus Cremona. Zum Lohn für seine Dichtkunst und besonders das Schachgedicht erhielt Vida von Papst Clemens VII. den Episkopat von Alba bei Turin. Eine Tafel gibt eine Übersicht unter dem Titel "... In schachiam ludum, totum continens artificium", die andere Darstellung zeigt ein Schachbrett. Zustand: Blatt mit gezeichneter Abbildung eingeklebt. Handschriftliche Notizen auf Vorsatz. Innen stärker gebräunt und vereinzelt fleckig. Einband etwas angestaubt. Etikett auf Rücken.          90,00

 

851  Vierschach. Complete rules for playing the new game of chess, for four persons, with two sets of men, on one board. London, Sherwin, 1837. 12°. Mit 1 Diagramm zum Vierschach. 11 Seiten. Schwarzer Leinenband mit goldgeprägtem Titel auf Vorderdeckel. Dreikantgoldschnitt. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Van der Linde II, 358. Mit eigenhändig geschriebener Provenienzangabe des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz: „From G. Walkers Chess Library brought at his sale …“ Seltene Kleinschrift mit Regeln zum Vierschach. Siehe Abbildung im Internet. Zustand: Innen gebräunt. Stempel auf letztem Vorsatz und hinterem Innendeckel.          180,00

 

852  Waidder, S. Das Schachspiel in seinem ganzen Umfange nach allen Schriftstellern auf eine leicht faßliche Weise dargestellt. 2 Bände mit 4 Abteilungen. Wien, Lechner, 1837. 8°. Mit 3 gestochenen Frontispizen und 1 gefalteten Holzschnitttafel. XVI, 223 Seiten; Titel, 1 Bl., 338 S.; XIV, 1 Bl., 236; XVI, 208 Seiten. Schwarze Leinenbände mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 690; Schmid S. 354. Die auf festes Papier montierten originalen, lithographierten Umschläge sind eingebunden. Das Werk besteht aus zwei Bänden in vier Abteilungen: Anleitung zum Schachspiele unter Zweien. / Uebungen im Schachspiele unter Zweien … Sammlung aller Musterspiele der größten Meister. / Nachtrag zum 1. Bande. Das Schachspiel unter Dreien und Vieren. / Das Königspiel. Das Kriegschach. Das arithmetische Schachspiel. „Im Anhange des ersten Bandes findet man eine kurze Geschichte des Schachspiels; im zweiten Bande aber nebst den 100 Schachspielgeheimnissen von Ph. Stamma die Scacchias von Vida mit einer deutschen Uebersetzung, und Höck’s Literatur des Schachspiels am Schlusse.“ (Schmid) Die Abbildungen zeigen jeweils das entsprechende Brett zu den Schachspielvarianten. Zustand: Innen gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit Defekten. 2 Tafeln etwas kürzer beschnitten. Jeweils Stempel auf letztem Vorsatz und Buchschnitt, Nummernstempel auf letzter Seiten. Einbände etwas bestoßen. Seltene Ausgabe.          450,00

 

853  Walker, Georg. Anweisung zum Schachspielen. Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen begleitet von J. F. Schiereck. 2 Teile in einem Band. Frankfurt / M., Sauerländer, (1833 - 1836). Kl. - 8°. Mit 1 Frontispiz. VI, 1 Bl., 189, III; IV, 139 Seiten. Leinenband mit Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 671; Kieler Schachkat. 3361. "Diese Uebersetzung umfasst die erste Ausgabe des Urtextes, und die Zusätze der zweiten, welche vorzüglich in Evans - Muzio - und im Läufergambit bestehen." (Schmid S. 358) 1. Teil: Die vorzüglichsten Spieleröffnungen und Endspiele ... und fünfzig ausgewählten Aufgaben … 2. Teil: Die Spieleröffnungen des Capitain Evans, das Gambit des Muzio, Endspiele, eigenthümliche Stellungen und ausgewählte Aufgaben ... Zustand: Innen gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Einband stärker angestaubt, fleckig und bestoßen. Seltene Ausgabe.          90,00

 

854  (Zuylen van Nyevelt, Philippe Jules van.) La supériorité aux échecs mise à la portée de tout le monde, et particulierement des dames qui aiment cet amusement. Ou méthode nouvelle au moyen de laquelle on pourra en peu de tems et sans beaucoup d'application acquerir une très grande force à ce jeu ... Campen, Chalmot, 1792. 8°. Mit 1 gefalteten Frontispiz und 10 gefalteten Kupfertafeln. 14, 1 Bl., 166 Seiten, 1 Bl., 1 unn. Bl. Anweisung an den Buchbinder liegt lose bei. Brauner Halblederband mit etwas defektem Rückenschildchen. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 559; van der Linde I, 417 f. Zweiter Abdruck. "Dieses anonym erschienene Werk enthält nur solche praktische Endspiele, in denen Bauern vorkommen, welche gegen feindliche Bauern oder Figuren wirken." (Schmid S. 362) Der niederländische Schachtheoretiker Philippe Jules van Zuylen van Nyevelt (1743 - 1826) war Ratgeber im Staatsdienst, General und veröffentlichte 1792 "La supériorité aux échecs ..." (Das großartige Schachspiel ...). "Das auf dem Titel erwähnte "Volume de Planche" bildet die zweite Partie, denn eine andere existirt nicht." (van der Linde) Zur Unterscheidung des ersten und zweiten Abdrucks siehe ausführlich van der Linde I, 417 f. Die Ausgabe wird wegen der lehrreichen Beispiele über die Führung der Bauern im Endspiel geschätzt. Die Tafeln zeigen: ein schön gedrucktes, großes Schachbrett mit vier Diagrammen in den Ecken (als Frontispiz); die mit I - VIII nummerierten Tabellen zeigen 320 Diagramme und zwei Tafeln mit gedruckten Schachfiguren. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Handschriftliche Notizen auf Vorsatz. Innen etwas gebräunt, Tafeln stärker und vereinzelt fleckig. Einband angestaubt und wenig bestoßen. Rücken unten defekt. Seltene und gesuchte Ausgabe.          600,00

 

855  Zweig, Stefan. As Três Paixốes. Três Novelas. Tradução de Odilon Gallotti e Elias Davidovich. [Schachnovelle. Die spät bezahlte Schuld. War er es ?] Rio de Janeiro, Guanabara, 1942. 8°. 213 Seiten, 1 Bl. Originler Leinenband mit (verblasstem) goldverziertem Rücken und goldgeprägtem Verlagssignet “EG“ auf Vorderdeckel. (LS)

* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Wilpert – G. 145. Enthalten sind die drei Werke; A Partida de Xadrez. Divida Tardiamente Paga. Seria Ele?. [Schachnovelle. Die spät bezahlte Schuld. War er es ?] Die Schachnovelle erschien erstmalig im September 1942 als portugiesischsprachige Ausgabe, die von Abrahão Koogan in der Editora Guanabara zusammen mit den beiden Novellen Divida Tardiamente Paga und Seria Ele? zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Im Dezember 1942 erfolgte bei J. P. Kramer und Pigmalion in Buenos Aires eine auf 300 Exemplare limitierte deutschsprachige Ausgabe. In Europa erschien im Frühjahr 1943 die deutschsprachige Ausgabe im Verlag Bermann – Fischer in Stockholm. Im Zentrum der Novelle stehen die Passagiere eines Dampfers von New York nach Buenos Aires um das Jahr 1940. Unter ihnen befindet sich auch der Schachweltmeister Czentovic, der Partien gegen Mitreisende gewinnt. Erst als ein Dr. B. gegen ihn antritt, wendet sich das Blatt. Die Schachkünste von Dr. B. haben jedoch eine dunkle Vorgeschichte, die in das von den Nazis besetzte Österreich und Dr. B.‘s Gefangenschaft zurückführt und im Lauf der Novelle aufgedeckt wird. Am Ende werden die Figuren erneut aufgestellt, und eine letzte dramatische Partie nimmt ihren Lauf. Etikett von Susan Bach auf Innendeckel. Die Lebenswege von Stefan Zweig und Susan Bach kreuzten sich in Rio de Janeiro. Susan (Susanne) Bach (1909 – 1997) floh 1941 aus dem besetzten Frankreich nach Rio de Janeiro, wo sie mit ihrer Firma "Susan Bach Comercio de Livros" ein bedeutendes Antiquariat und einen zentralen Anlaufpunkt für europäische Flüchtlinge schuf. Stefan Zweig (1881 – 1942) kam 1940/41 nach Brasilien und lebte in Petrópolis (nahe Rio). Susan Bachs Buchhandlung in Rio de Janeiro war in der engen Gemeinschaft der "Hitlerflüchtlinge" das intellektuelle Bindeglied, das die Werke von Autoren wie Zweig sammelte und bewahrte. Zustand: Vorsätze mit Leimschatten. Innen gebräunt und wenig fleckig, Vorsätze und Buchschnitt stärker. Mit Anstreichungen auf Seite 3 (Werksübersicht). Einband angestaubt, fleckig, etwas bestoßen und teilweise ausgeblichen.          900,00


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