Schachautographen und siegnierte Ausgaben
aus der Sammlung Lothar Schmid



#440
Alfons der Weise. The Alphonsine Manuscript Chess Problems with additional solutions and remarks. Copied for William Coates, and presented by John G. Belden. Handschriftliche Abschrift aus der Zeit um 1880. 8°. 2 Bll. Titel und Vorrede, 9 Bll. mit 103 Diagrammen, 1 Bl. weiß, 7 Bll. Lösungen. Brauner Halblederband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Vorderdeckel. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Mit eigenhändigen Anmerkungen des britischen Schachkomponisten und Schachhistorikers John Keeble (1855 - 1939) über die Abschrift auf Vorsatz. Zur Bedeutung der Handschrift von Alfons dem Weisen vergl. van der Linde I, 137 ff. und 278 ff. Das Schachzabelbuch des Königs Alfons des Weisen vom Jahr 1283 ist die "älteste europäische Urkunde des Schachspiels ... eine kostbare Pergamenthandschrift" die auf Anordnung Alfons X. d. Weisen bearbeitet wurde und neben dem Schachspiel auch das Trictrac- und Mühlespiel behandelt. Es enthielt auch eine Schachproblemsammlung, deren 103 Probleme in der vorliegenden Ausgabe in einer kalligraphisch schönen handschriftlichen Abschrift wiedergegeben sind. Zustand: Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig, wenige Seiten stärker und mit wenigen handschriftlichen Randnotizen. Einband etwas berieben und bestoßen, am Rücken und den Ecken beschabt.      €      180,00

 

#441 Bone, William. Private Ausgabe mit einem Manuskript von William Bone mit eigenhändig aufgemalten Diagrammen mit Figurenpositionen in Rot und Schwarz, handschriftlichen Notationen und kurzen textlichen Notizen. Ohne Ort, aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Folio. 3 eigenhändig geschriebene Seiten mit Anmerkungen, 1 Seite mit eigenhändig von Rimington Wilson geschriebene Anmerkung zu diesem Manuskript, 19 Bll. mit 110 Diagrammen, 11 Bll. Notationen “Extracts from Silberschmidt“, 1 Bl. Abkürzungserklärung. Pergamentband. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Mit Namenszug und eigenhändiger Notiz des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Innenspiegel: “W. Bone’s autograph copy from his Chess Library May 1875”.  Die schön ausgeführte Handschrift enthält Entwurfsskizzen für Diagramme, die als Vorlage für die Zeichnungen in der Reinschrift der Lolli - Übersetzung dienten und Auszüge mit Notationen aus Silberschmidt. William Bone (1810 - 1874) war ein britischer Problemkomponist. Zustand: Buchblock gelockert. Innen gebräunt, an den Rändern stärker und vereinzelt fleckig. Einband stark angestaubt, etwas bestoßen und fleckig. Rücken mit Defekten. Seltenes Manuskript.        €      120,00

 

#442 Falkbeer, Ernst Karl und Johann Jacob Löwenthal. 2 eigenhändig geschriebene Beiträge in einem Band: I. Hampe’sche Eröffnung. Eigenhändig von Ernst Karl Falkbeer geschriebenes Manuskript auf 54 unn. Bll. / II. Hampe’s games of chess. Eigenhändig von J. J. Löwenthal geschriebene Notationen mit Partien von Hampe und wenige Anmerkungen aus der Zeit um 1870. 8 montierte, getöntem Bll. Neuer schwarzer Leinenband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken und Kopfgoldschnitt. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Ad I: Nach den Hinweisen von Lothar Schmid; eigenhändig von Ernst Falkbeer geschriebene Abhandlung über die Hamppe’sche Eröffnung, die auch Partien von Hamppe enthält (u. a. gegen Löwenthal und Falkbeer). Der österreichische Schachmeister Ernst Karl Falkbeer (1819 – 1885) war einer der starken Schachmeister seiner Zeit, gründete 1855 die Wiener Schachzeitung und führte das Falkbeer – Gegengambit in die Praxis ein. Ad II: Enthalten sind die eigenhändig von Löwenthal geschriebenen Notationen mit wenigen Anmerkungen von Partien von Hampe. Der britische Schachmeister ungarischer Abstammung Johann Jacob Löwenthal (1810 - 1876) war einer der besten Schachspieler des 19. Jahrhunderts. Er gewann die Turniere in Manchester 1857, Birmingham 1858 und verlor einen Wettkampf mit dem von ihm bewunderten Morphy im selbem Jahr. Löwenthal war Redakteur mehrerer Schachzeitungen. - Der schweizerisch - österreichische Schachmeister Carl Hamppe (1814 – 1876) gilt als Begründer der Wiener Partie, die zeitweise unter dem Namen Hamppe‘s Eröffnung bekannt war. Berühmt wurde er auch durch das Hamppe – Allgaier - Gambit und seine 1870 gespielte "Unsterbliche Remispartie" gegen Philipp Meitner. Zustand: Am Ende sind 36 weiße Bll. zusätzlich eingebunden. Blätter des ersten Teils etwas fleckig. Die Blätter des zweiten Teils sind gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker und teilweise mit Knickspuren, an zwei Seiten unbeschnitten. Stempel auf letztem Vorsatz. Interessanter Beitrag zur Schachgeschichte.      €      450,00

 

#443 Kotow. Löwenfisch, G. Sowremennyj debjut. Tom perwyj. Otkrytyje debjuty. Moskau und Leningrad, Fiskultura i Sport, 1940. 8°. 389 Seiten, 1 Bl. Originaler Leinenband. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Sacharow 654. Mit eigenhändiger Widmung des sowjetischen Großmeisters Alexander Kotow (1913 – 1981) in russischer Sprache auf Vorsatz. Der vorliegende 1. Band von "Die moderne Eröffnung" behandelt die offenen Spiele. Der größte Teil der Auflage fiel im Herbst 1941 einem Angriff auf das Auslieferungslager südlich von Leningrad zum Opfer. Zustand: Innen stärker gebräunt und oben teilweise randig. Einband angestaubt und etwas bestoßen. Rücken oben mit Defekt.      €      30,00

 

#444 Baruch, Hirsch. Schach – Tractat. Eigenhändige Abschrift von Antonius van der Linde aus dem Jahr 1873 von: Baruch, Hirsch. Schach – Tractat. Berlin, Rüdiger, 1747. 8°. 16 Seiten, 1 Bl. Brauner Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel. (LS)
* Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Mit eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Innendeckel: "No ... 1884 Lasa" Mit eigenhändiger Notiz des niederländischen Schachhistorikers Antonius van der Linde auf Vorsatz: “Vom Original sind nur zwei Exe. bekannt. Das eine in der Bibliothek zu Weimar, das zweite in meiner Sammlung. Diese mit der gedruckten Seitenzahl genau stimmende Abschrift für Herrn von der Lasa ist gleichfalls unicum, der Uebersichtlichkeit wegen aber aus der Ziffernotation übersetzt. v. d. Linde Berlin, März 1873.“ Darunter eigenhändige Notiz von Lasa: “Hierfür gedanckt 9 / 4 73 v. d. Lasa“. Vergl. dazu VD18 12941735; vergl. dazu Linde – N. 443; vergl. van der Linde II, 28: “Nur interessant wegen der grossen Seltenheit. Ein Exemplar findet sich in der Bibliothek zu Weimar, ein zweites aus K. F. Köhler’s antiq. Anzeigeheft 231, Leipzig 1872 Nr. 1103, in meiner Schachbibliothek.“ Abschrift der seltenen Kleinschrift mit 4 Abschnitten: Die Vorrede. Die Conditiones. Das Reglement. Einige Practica des Schach. Der niederländische Schachhistoriker Antonius van der Linde (1833 - 1897) war der bedeutendste Schachbibliograph des 19. Jahrhunderts.  Zustand: Innenspiegel und Vorsätze fleckig. Innen leicht gebräunt, wenige Seiten stärker und vereinzelt fleckig. Seiten teilweise etwas wellig. Einband wenig bestoßen, am Rücken stärker. Von allergrößter Seltenheit.      €      1200,00

 

#445 Linde, Antonius van der. Das erste Jartausend der Schachlitteratur (850 - 1880). Zusammengestellt. Berlin, Springer, 1881. 8°. 112 Seiten (1 Bl. Anzeigen fehlt). Brauner Halblederband mit leicht goldverziertem Rücken. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 40; vergl. Kieler Schachkatalog 470. Mit eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Innendeckel: "No ... 1885 Lasa". Die Ausgabe enthält viele eigenhändige Notizen und Anstreichungen von Tassilo von Heydebrand und der Lasa: auf dem Vorsatzblatt verso mit Notiz in englischer Sprache, dass Lasa in dieser Bibliographie Anstreichungen und handschriftliche Zusätze bezüglich der von Gilberg zusammengestellten Sammlung von Werken zum Schachspiel und welche Werke Lasa nicht in seinem Bestand hat. Am Ende sind zwei eigenhändig von Lasa beschriebene Blätter mit einer Auflistung von Zeitschriften mit Schachartikeln eingebunden. Originalausgabe. Bekannte Standardbibliographie zur Schachliteratur mit 3362 Eintragungen in alphabetischer Sortierung. Zustand: Innendeckel mit Leimschatten. Innen gebräunt, Buchschnitt teilweise stärker. Einband etwas bestoßen, an den Ecken und Rücken beschabt. Rücken mit Defekten. Seltenes Sammlerstück.      €      300,00

 

#446 Linde, (Antonius) van der. Quellenstudien zur Geschichte des Schachspiels. Berlin, Springer, 1881. Gr. - 8°. Mit wenigen Textskizzen und vielen Diagrammen. VII (inkl. Titel), 412 Seiten. Rotbrauner Halbleinenband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken und Kopfgoldschnitt. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 226; Kieler Schachkatalog 1015. Aus dem Inhalt: Das Schachspiel des Mittelalters. Abarten des (alten) Schachspiels. Schachmiscellen. Ex Oriente lux! Bei den umfangreichen Darstellungen werden u. a. das Schachwerk von Alfons X., das lateinisch - pikardische Schachwerk des Nicholaus von S. Nicholai, Abarten des Schachspiels (Würfelschach, Linienschachspiel in China) und auch Persönlichkeiten als Schachspieler beschrieben. In den Kapitel "Ex Oriente Lux!" schaffte van der Linde es viele als verschollen erachtete arabische Schachklassiker inhaltlich auf zubereiten und so die arabisch - islamischen Schachgeschichte dem europäischem Verständnis zugänglich zu machen. Zustand: Vorsatz mit privatem Stempel und Leimschatten. Innen etwas gebräunt. Einband etwas bestoßen. Seltene Ausgabe.      €      450,00

 

#447 Magee, James F. (Hrsg.) Good companion (Bonus Socius): XIIIth century manuscript collection of chess problems ... to which is added a short narrative of Jacobus Cessolis and the two french champions Philidor and La Bourdonnais. Florence, Tipografia Giuntina, 1910. 8°. Mit 1 farbigem Frontispiz und 27, meist doppelseitigen Tafeln (davon 20 Faksimiles vom Originalmanuskript) und einigen Textabb. 68 Seiten. Brauner Lederband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken, Schließe und Beschlägen. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 2362; Betts 32 - 21 (mit abweichender Tafelangabe). Mit eigenhändiger Widmung des amerikanischen Schachkomponisten und Herausgebers der Publikation des "Good Companion Chess Problem Club" James F. Magee Jr. (1867 - 1955) auf Vorsatz: “With compliments of the editor“. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachhistorikers Harold J. R. Murray (1868 - 1955) auf Vorsatz. No. 22 aus einer limitierten Auflage. Die Ausgabe enthält photographische Wiedergaben des lateinischen Schachproblem - Manuskriptes, das unter dem Titel "Bonus Socius" bekannt ist, sowie Erläuterungen, Geschichte und eine englischen Übersetzung. Es folgen noch Ausführungen über das Manuskript von Cessolis, Philidor und La Bourdonnais. Zustand: Handschriftliches Notizblatt auf Innendeckel montiert. Innen gebräunt. Einband etwas berieben. Seltene Ausgabe.      €      150,00

 

#448 Morphy - Meunier. Notizheft aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit handschriftlichen Notationen von 39 Partien, die J. Meunier gespielt hat, darunter eine Partie gegen Morphy u. 3 Schachproblemen (mit Diagramm). 8°. 36 unn. Bll., 20 Bll. weiß. Lose im lederbezogenen Umschlag. (LS)
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Das Notizheft enthält 39 Partien, die J. Meunier in den Jahren 1859 – 1861 gespielt hat, darunter am 7. Mai 1860 eine Partie gegen Morphy. Zustand: Innen fleckig und stärker gebräunt, wenige Blätter mit Defekten. Die Heftung ist defekt, dadurch sind die Blätter lose. Umschlag stark angestaubt und bestoßen. Rücken unsachgemäß repariert.       €      40,00

 

#449 Platoff, Wassili und Michail. Sbornik schachmatnych etjudow. Sammlung der Endspielstudien. Moskau, Selbstverlag, 1914. 8°. Mit 153 Diagrammen. XII, 306 Seiten. Grüner Halblederband. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid.
Linde - N. 2224; Sacharow 90. Eines von 500 Exemplaren. Mit eigenhändiger Widmung von einem der Autoren auf Vorderumschlag: “Herrn Schachmeister Dr. Siegbert Tarrasch in Verehrung die Verfasser St. Petersburg 1914“. Die vorliegende Sammlung umfasst in der Mehrzahl Studien, die im Zeitraum von 1903 - 1914 veröffentlicht wurden. Die Anordnung des Materials erfolgte nach einem vorher festgelegten Plan, nämlich den "Kampf zwischen den verschiedenen Steinen möglichst vollständig zu veranschaulichen, ebenso ... die verschiedenartigen Kombinationen und die Eigenart der einzelnen Figuren, Angriff- und Verteidigungsmanöver, die beim Kampfe der verschiedenen Steine möglich sind, zu demonstrieren." (Vorwort) Text in deutscher und russischer Sprache, Notizen zu den Lösungen in Russisch. Die Brüder Wassili und Michail Platow zählten zu den Pionieren auf dem Gebiet der Endspielstudien. Zustand: Orig. Vorderumschlag eingebunden. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Einband etwas angestaubt, an Ecken und Kanten bestoßen. Gesuchte Ausgabe.      €      180,00

 

#450 Polgár. Schwarzweiße Werbekarte aus der Zeit um 1990 mit drei eigenhändigen Unterschriften der Geschwister Polgár auf der Vorderseite. Größe der Karte 14,8 x 10,5 cm. (LS)
* Mit
den eigenhändigen Unterschriften der ehemaligen Schachweltmeisterin der Frauen Zsuzsa Polgár, der Großmeisterin Judit Polgár, der Großmeisterin der Frauen Zsófia Polgár. Werbekarte für Mephisto Schachcomputer, die Vorderseite zeigt die Geschwister Polgár mit einer großen Damenschachfigur. Beiliegt: Werbepostkarte für Controll mit einer Aufnahme der Geschwister Polgár mit Schachbrett und Computer. Zustand: Mit geringen Gebrauchsspuren.      €      30,00

 

#451 (Ponziani, Domenico L.) Il Giuoco incomparabile degli Scacchi, suiluppato con nuovo metodo, per condurre chiunque colla maggiore facilita dai primi elementi sino alle finezze piu' magistrali. Opera d'Autore Modenese, divisa in tre parti ... Prima Edizione Romana eseguita su quella di Modena del 1782. Rom, Ercole, 1829. 8°. Mit 3 Diagrammen. VIII, 242 Seiten, 1 Bl. Defekter Halblederband. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Mit eigenhändiger Notiz des englischen Schachschriftstellers George Walker (gest. 1879) auf Vorsatz: “Went through Ponziani, and made notes – 1832 – G. Walker“ und vielen eiegnhändigen Anmerkungen von Walker auf den weißen Blättern. Der englische Schachschriftsteller George Walker (gest. 1879) war Schüler MacDonnells, Präsident des Schachclubs in Nottingham und Sekretär des St. Georges Chess Club. Mit Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Inenndeckel. Schmid S. 276f.; van der Linde I, 375; Linde - N. 532. Domenico Ponziani war Professor für Zivilrecht, einer der führenden italienischen Autoren des 18. Jahrhunderts. Ponziani propagierte das freie Figurenspiel, die Bauern waren Wegbereiter für die Figuren. Nach ihm ist die "Ponziani - Eröffnung" benannt. "Das Ganze zerfällt in drei Theile, deren erster ... eine schätzenswerte Kritik der bekannten Autoren jener Zeit enthält. Im zweiten Theile ... folgen dann das Giuoco piano ... die unregelmäßigen Anfänge ... Den letzten Theil nehmen die regelmäßigen Spielendungen und 50 künstliche Endspiele ein ..." (Schmid S. 276) Zustand: Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Mit weißen Seiten durchschossenes Exemplar.Einband angestaubt und bestoßen. Rücken mit Defekten.      €      180,00

 

#452 Problemschach. 4 Postkarten mit gedruckten Problemstellungen und eigenhändig von 4 Problemfreunden / Problemkomonisten geschriebenen kurzen Notizen aus den 1910er bis 19309er Jahren. Verm Ende des 20. Jahrhunderts. Größe der Karten 9 x 14 und 10 x 15 cm. (LS)
* Mit der
eigenhändigen Unterschrift von Walther von Holzhausen (1876 – 9. Aug. 1935) sowie den eigenhänigen Unterschriften und kurzen Notizen u. a. von George Hume (1862 – 1936), Franz Palatz (1896 – 1945) Zustand: Die Karten sind etwas gebäunt, teilweise stärker, haben geringe Gebrauchsspuren. Eine Karte ist gelocht und eine Karte mit Eckabriss.      €      30,00

 

#453 Schellenberg, Paul. Lachschach. Ausgewählte Schachhumoresken aus den Jahren 1881 - 1911. Leipzig, Veit, 1912. 8°. Mit Diagr. VI, 1 Bl., 285 Seiten, 1 Bl. Anzeigen. Orig. Pappband mit Vorderdeckelillustration. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde - N. 4661. Mit eigenhändiger Widmung des Schachschriftstellers und Funktionär des DSB Paul Schellenberg (1843 - 1920) auf Vorsatz. Privater Stempel auf Innendeckel und eigenhändige Widmung des ersten Vorsitzenden des Deutschen Arbeiter – Schachbundes Robert Oehlschläger auf Vorsatz. Vergnügliche Zusammenstellung von humorvollen Begebenheiten und Beiträgen rund um das Schachspiel. Zustand: Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt. Einband wenig berieben.      €      30,00

 

#454 Schmitt, E. A. Der Rösselsprung mit Variationen seinem lieben Freund G. Hager gewidmet. St. Petersburg, den 6 / 18 Mai 1857. Eigenhändig von Ed. Aug. Schmitt geschriebenes Manuskript. 8°. 104 Seiten mit 100 Rösselsprungdiagrammen, 26 Bll. (meist mit Rösselsprungdiagrammen), 20 Bll. Lösungen. Schwarzer Halblederband mit goldverziertem Rücken. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Zu E. A. Schmitt vergl. Gaige, Chess Personalia, 378. Kalligraphisch schön ausgeführtes, eigenhändig geschriebenes und gezeichnetes Manuskript von E. A. Schmitt (1804 – 1880), wobei jedes Rösselsprungdiagramm auf einer Seite steht. Enthalten sind 20 Diagramme mit Rösselsprung in Reimen. Teilweise in etwas schwächerer Schrift geschrieben. Zustand: Privater Stempel auf Vorsatz. Buchblock etwas gelockert. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Einband stärker berieben und bestoßen.      €      120,00

 

#455 Seitz, Adolf. 5 postalisch gelaufene Postkarten, davon eine mit Schachmotiv und Sonderstempel zum “10° Festival Internazionale Scacchi  … 1968” in Imperia u. kurzer eigenhändig von Adolf Seitz geschriebener Notiz in dt. Sprache aus der Zeit von 1963 - 1968. Größe der Karte je. 14,8 x 10,5 cm. (LS)
* Der Schachmeister und Schachjournalist Adolf Seitz (1898 - 1970) war Teilnehmer an vielen internationalen Turnieren und war auch als Sekretär von Tarrasch und Bogoljubow tätig. 4 Postkarten mit Ansichten von Imperia, und eine mit Schachmotiv zum Turnier in Imperia 1968.
Zustand: Die Karten sind etwas gebräunt, und haben Gebrauchsspuren.      €      30,00

 

#456 Sterling, Marquez M. Paginas de ajedrez con una carta Prologo de Andres Clemente Vásquez Campéon de México. Madrid, Librería de Fernando Fe, 1896. 8°. 63 Seiten. Orig. geheftet.(LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Linde – N. 1127.Mit eigenhändiger Widmung des Verfassers auf Vorsatz “El Autore“. Carlos Manuel Agustín Márquez-Sterling y Loret de Mola (1872 – 1934) war kubanischer Diplomat und Schachmeister und 1934 wurde er für ein paar Stunden Präsident von Kuba. Zeitweise war er auch Präsident des Schachclubs von Mexiko-Stadt. Im Jahr 1900 spielte er beim berühmten Turnier in Paris sogar gegen den Weltmeister Emanuel Lasker. Zustand: Name auf Vorsatz. Innen gebräunt und fleckig. Umschlag defekt, angestaubt und teilweise verblichen. Seltene Kleinschrift      €      90,00

 

#457 Tarrasch, Friedrich Max. 7 Bände mit den eigenhändig von Friedrich Max Tarrasch geschriebenen Tagebüchern der Jahre 1905 - 1908. 8°. Mit vielen beiliegenden, montierten oder eingebundenen Fotos, Briefen, Postkarten und Zeitungsartikeln. Halbleinenbände mit handschriftlichem Titelschild auf Vorderdeckel. (LS)
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Mit Sammlerexlibris Lothar Schmid. Friedrich Max „Fritz“ Tarrasch (1888 - 1915) war der älteste Sohn des deutschen Schachmeisters Siegbert Tarrasch. Er veröffentlichte 1912 eine Abhandlung mit dem Titel „Der Übergang des Fürstentums Ansbach an Bayern“. Friedrich Max Tarrasch war Leutnant im Ersten Weltkrieg fiel im Mai 1915 an der Westfront. Die Tagebücher enthalten die persönlichen und eigenhändig geschriebenen Aufzeichnungen von Friedrich Max Tarrasch, die mit Beilagen wie Fotos, Briefe, Postkarten und Zeitungsartikel vermehrt sind. Die Tagebücher geben ein interessantes Bild von den Interessen, den Reisen, den Aktivitäten, dem persönlichen und familiären Umfeld und der Gefühlslage von Friedrich Max Tarrasch. An wenigen Stellen gibt einen Bezug zum Schach, so z. B. vom Schachwettkampf in Düsseldorf und ein Abend mit Marshall, Postkarte vom Wettkampf Marshall - Tarrasch, mit Zeitungsartikeln zum Wettkampf Lasker – Tarrasch und einer kurzen Erwähnung einer eigenen Schachpartie. Die Zusammenstellung ist unkollationiert und nicht weiter bestimmt auf den schachlichen Gehalt des Vaters. Zustand: Die Bände sind teilweise nicht komplett. Private Stempel auf Innendeckel. Alle Bände innen gebräunt und leicht fleckig, teilweise stärker und teilweise mit Leimschatten. Einige Seiten und Beilagen mit Defekten, teilweise fehlen Seiten oder sind lose. Einbände bestoßen und stärker angestaubt. Die Bände müssen vom interessierten Sammler besichtigt werden. Unkollationiert.      €      120,00

 

#458 Tarrasch, Paul. Notizheft mit 20 Blättern, auf denen Paul Tarrasch eigenhändig die Notationen von 18 Partien geschrieben hat. 8°. Orig. geheftet. (LS)
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Sammlerexlibris Lothar Schmid. Das Notizheft enthält die Notationen von 7 Partien, die Paul Tarrasch gegen Kirschbaum, Schilling, Weber, Keil gespielt hat und 11 Partien vom Wettkampf Anton – Paul Tarrasch (15.11. – 11.1.1912). Paul Tarrasch (15. April 1892 – 9. September 1912) war der jüngste der drei Söhne des deutschen Schachmeisters Siegbert Tarrasch und nahm sich 1912 aus Liebeskummer das Leben. Er der beste und talentierteste Schachspieler unter den drei Söhnen und galt als schachliche Nachwuchshoffnung. Nach einer Partie gegen Capablanca bei einer Simultanvorstellung bekam er vom späteren Weltmeister ein nachträgliches Lob für seine Spielweise. Von seinen gespielten Partien sind nur sehr wenige notiert und veröffentlicht worden, sodass dieses Notizheft ein seltenes Sammlerstück ist. Zustand: Die Seiten sind gebräunt und mit senkrechter Knickfalte. Der Umschlag ist teilweise ausgeblichen und hat Randdefekte.      €      50,00

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